Wird 007 First Light die Kür? Was Hitman lehrte und was Bond anders machen soll
Der Chef von IO Interactive blickt auf Hitmans Episodenexperiment zurück und erklärt, warum Bond davon nicht betroffen sein wird.
Als IO Interactive 2016 Hitman in einem episodischen Format veröffentlichte, galt das Modell als mutig, aber riskant. Heute spricht Studio-CEO Hakan Abrak offen darüber, dass das Konzept seiner Zeit voraus war. Außerdem passte es in der Praxis nicht optimal zu Hitmans Struktur. In einem Gespräch mit Games Industry erklärt er, warum das Team damals viel gelernt hat und welche Schlüsse es für die Zukunft - insbesondere für 007 First Light - zieht.
Episoden vs. Sandbox
Abrak betont, dass ein Hitman-Level typischerweise deutlich dichter gebaut ist als eine klassische Story-Episode. Jede Karte bietet dutzende Wege, eigene Herausforderungen und potenziell "50 Stunden Spielspaß", während ein Spiel wie das episodische und viel gelobte Dispatch eher auf narrative Abzweigungen und Entscheidungen setzt. Diese Form halte Spieler kürzer in einer Episode, was wiederum einen schnelleren Veröffentlichungsrhythmus verlange. Bei Hitman führte die hohe Wiederspielbarkeit dazu, dass Episoden länger wirken sollten, als das Format hergab.
Dispatch mache derzeit weltweit Furore, führt Abrak aus. Er selbst spiele es begeistert. Doch beide Strukturen seien nicht direkt vergleichbar. Während ein narrativer Titel profitieren kann, müssten Sandbox-Produktionen wie Hitman ihre Release-Kadenz gänzlich anders denken. Für IO Interactive wurde daraus eine Kernlektion: Ein episodisches Modell funktioniert nur, wenn Umfang, Wiederspielbarkeitswert und Veröffentlichungsplan sauber aufeinander abgestimmt sind.
Abrak spricht zudem über den Wert kürzerer Spielerlebnisse. Nicht jedes Game müsse 40 Stunden dauern. Er zieht Vergleiche zu britischen Mini-Serien, die ihre Geschichten kompakt in wenigen Episoden erzählen. Diese Herangehensweise fließe laut ihm inzwischen stärker in IO Interactives Planungen ein.
Auch wenn Hitman 2 und 3 das episodische Modell hinter sich ließen, blieben mit Elusive Targets und regelmäßigen Updates einige Live-Service-Ideen erhalten. Für das nächste große Projekt - 007: First Light für PC und aktuelle Konsolen - setzt IO Interactive aber klar auf eine klassische Vollversion. Episoden seien für Bond vorerst kein Thema. Sicher winkt aber irgendwann das Potenzial für DLCs.
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Quelle: Hakan Abrak via Games Industry

Auf mich wirkt es eher so, das wieder mehr Spiele den Umfang reduzieren und linearer werden.
Auch gibt es genügend Alternativen, die eine große und umfangreiche Spielwelt trotzdem mit interessanten Dingen füllen können, dann kauft man eben die.
und in dem Video schauts nach GTA-007 aus.
Bin aufs fertige Spiel gespannt.
Auch auf die Konfigurationsmöglichkeiten.
Ich gehe/laufe nun mal mit der rechten Maustaste.
Für mich muss ein Spiel eher min. 50h dauern. Liebe auch längere Serien und dicke Bücher. Etwas kürzeren vin ich nicht unbedingt abgeneigt, es muss sich aber auch im Preis wiederspiegeln
Hoffe, dass das Spiel nicht länger wird als die Hitman Spiele.