Bulldozer: Benchmarks des FX-8150 mit vollem Turbo - Werte auf Höhe eines Core i7-2600K [Quelle: siehe Bildergalerie]
Frische Werte aus Asien: Nachdem bei corescn.com bereit die
kommende Bulldozer-Produktpalette und erste Benchmarks aufgetaucht sind, legen die Jungs nun nach. Das Topmodell, der
FX-8150, wurde mit vollem Turbo-Takt von 4,2 GHz (Basis sind 3,6 GHz) durch diverse Tests gejagt - mit einem eher ernüchternden Ergebnis. Der Chip ist ein B2-Stepping, welches angeblich in wenigen Wochen -
Mitte bis Ende September - in den Handel gelangen soll.
Der FX-8150 erreicht beispielsweise im Cinebench R11.5 x64 sowie dem Fritz-Chess-Benchmark Werte, die auf Augenhöhe des Core i7-2600K liegen - diese CPU ist laut angeblichen AMD-Folien auch der preisliche Konkurrent. Mit einem CPU-Score von 21.059 im 3D Mark Vantage schiebt sich der Bulldozer-FX zwischen den Core i7-2600K und den Core i5-2500K, in Wprime 32M ebenfalls und in Super Pi 1M ist der FX-8150 weit abgeschlagen (letzteres ist aber typisch, seit den K8-Zeiten ist AMD hier auf verlorenem Posten, auch weil die Singlethread-Leistung geringer ist als bei Intel und veraltete x87-Instruktionen genutzt werden). So oder so sind die Werte für ein völlig neues CPU-Design mit vielen Verbesserungen sowie mehr Recheneinheiten, hohem Takt sowie besserer IPC und moderner Fertigung angesichts eines Phenom II X6 1100T ernüchternd niedrig - die Quelle war aber bisher immer verlässlich, also abwarten.
Die TDP-Angabe ist kein aussagekräftiger Wert, allerdings sind 1,3 Volt bei 4,2 GHz für einen Chip mit 32-Nanometer-Fertigung vergleichsweise hoch. AMD betreibt jedoch seine A8-Llanos mit 1,4 Volt bei nur 2,9 GHz - Intel dagegen nutzt rund 1,2 Volt für 3,4 GHz und bietet mit Sandy Bridge respektive dem Core i7-2600K selbst in sehr Multithreaded ausgelegten Benchmarks eine ähnliche Performance bei weitaus kleinerem Chipfläche; das Orochi-Die des FX-8150 misst
315 Quadratmillimeter. Detail am Rande: Der für seine angebliche Fakes abgestempelte OBR zeigt Werte im Fritz-Chess-Benchmark, die denen von corescn.com stark
ähneln. Zufall oder doch einfach die Leistung des Bulldozers?
Quelle:
corescn.com (danke an "Ronny145")
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Hintergrund Bulldozer:Der im 32-nm-Prozess gefertigte Bulldozer setzt auf sogenannte Module. Ein solches beinhaltet zwei (Integer-)Kerne, diese teilen sich unter anderem den 2 MiByte großen L2-Cache und die "Flex FPU" genannte doppelte Gleitkomma-Einheit, welche pro Takt den Kernen neu zugeordnet werden kann. Ein Modul ist laut AMD schneller als ein Zweikerner mit K10-Architektur. Alle Module, bis zu vier beim Orochi-Die (Zambezi für Desktop und Valencia für Server), greifen auf 4 bis 8 MiByte L3-Cache zu - je nach Ausbaustufe werden die Versionen von AMD mit einer TDP mit 95 bis 125 Watt eingestuft. Ein Modul erreicht laut AMD 80 Prozent der Leistung eines (fiktiven) Bulldozer-Dualcores. Auf dem Financial Analyst Day 2010 gab AMD bekannt, dass Bulldozer per Turbocore bis zu 500 MHz hochtaktet.
Auf der ISSCC 2011 verriet AMD, dass ein Modul 213 Millionen Transistoren auf 30,1 mm² fasst, das Design ist für 0,8 bis 1,3 Volt ausgelegt. AMD spricht davon, dass ein 8-kerniger Bulldozer weniger Die-Fläche verbraucht als ein Thuban (346 mm²), der exakte Wert beläuft sich auf mm². Das Bulldozer-Design soll 3,5 GHz und mehr erreichen, inklusive Turbocore - allerdings ist es von Haus hochtaktend ausgelegt, die Frequenzen lassen sich also nicht direkt mit einem Phenom II vergleichen. Auch sagt der hohe Takt nicht zwingend etwas über den Stromverbrauch des Designs aus. Der Cache bzw. die CPU-Northbridge des Bulldozer läuft mit 1,1 Volt und erreicht 2,4 GHz und unterstützt bis zu DDR3-1866 - ein Phenom II kommt auf nur 2,0 GHz und DDR3-1333. All diese Informationen sprechen zusammen mit der neuen, teils sehr mächtigen FPU für eine gesteigerte Pro-Takt-Leistung gegenüber dem Phenom II. Der Bulldozer mit seinem innovativen Modul-Aufbau wird für September 2011 erwartet und setzt den neuen Sockel AM3+ für volle Kompatibilität zwingend voraus.
PC-Selbstbauer
01.09.2011 13:14
Anstelle des i5 hatte ich überlegt einfach meinen alten Phenom2 weiterzunutzen als Server. Aber als Server? 24/7? Ne Maschine mit (komplett) locker 100W 24/7 laufen lassen? Dann hatte ich an älter Core2 CPUs gedacht. Die gehen aber für ein Heidengeld weg (verglichen mit aktuellen Core i* CPUs). Und so fiel die Wahl schlussendlich eben auf ein komplett neues System. CPU + Board + Ram lagen wohl irgendwo bei 300€ (die CPU kostet halt alleine 160€
Da mein Server Verschlüsselung nutzt ist auch die AES-Einheit des i5 genial (wenn ich die nicht nutzen würde, hätte ich nen i3 geholt) - fast volle HDD-Performance und dennoch keine CPU-Auslastung. Es sind halt eben diese Kleinigkeiten, die man dann bei Intel hat, die den Aufpreis lohnen. Gut, soll Bulldozer auch kriegen, ist auch gut so
Sehr gut
Bevor ich mir im Frühling nach 4 1/2 Jahren ein neues Grundgerüst für meinen Rechner gönnte, habe ich 3 Wochen im Internet aktuelle PC-Technik studiert. Ich würde einen Sandy Bridge Pentium für Gaming empfehlen und auch einen i7-2600 zum Strom sparen. Der Verbrauch im Leerlauf ist bei allen Modellen nahezu identisch. Durch diese richtigen Recherchen und Schlussfolgerungen habe ich dann an den Technik-Diskussionen hier teilnehmen wollen und es macht Spaß. An Details wie die AES Entschlüsselung des i5-2390T habe ich gar nicht gedacht
Man das waren noch Zeiten früher vor dem 1. PC. Da hatten meine Leute und ich nur den Gesprächsbedarf bei den Konsolen Sony PlayStation 2, Nintendo Gamecube und Microsoft XBox mit deren Flaschenhälsen und deren Stärken, um gute Grafik auf den Bildschirm zu zaubern. Das Gefühl des Zusammenhalts war sehr ausgeprägt, weil jeder irgendwo genau das gleiche hatte.
Und heute zieht ein teuerer 4-kerniger i7-2600 eine 6-kernigen AMD Phenom 2 x6 - 1100 auch in mehrkernoptimierten Anwendungen ab bei geringerem Stromverbrauch. Bei Spielen und beim Großteil der Anwendungen profitieren die Intel CPUs von ihrer hohen Kraft pro Kern/Thread. Da bleibt bei AMD dann nur der Preis und das gute Argument der 6 tollen Kerne. Da kann sich ja jeder selbst schlau machen. Und was die neuesten Pentiums angeht: Es gibt da auch sicher Käufer, die wissen, dass sie da mehr Leistung kaufen zum geringeren Preis und weniger Verbrauch im Vergleich zu den Core 2 Duo´s.
Man braucht vom Bulldozer keine Wunder erwarten, doch für mich viel wichtiger ist, dass AMD Gewinne macht, damit sie irgendwann mal wieder die Möglichkeit haben, offensichtlich bessere Produkte als Intel anzubieten. Intel kann natürlich alles in Eigenregie machen, weil sie ihre Chips auch selbst herstellen. An sich ein Vorteil
Komplett-PC-Käufer
30.08.2011 16:46
AMD for the loose> ist so! Wenn es wahr ist, dann bin ein ein INTEL - Fan (abgesehen von GPUs- AMD)
Moderator
29.08.2011 23:36
somit sind die amd cpu deutlich langsamer unter wegs als die intel cpu
wenn man beachtet 4 kerne gegen 8 kerne dazu noch deutlich mehr stromfresser
Dein übertakteter 2500K könnte durchaus über dem geplanten Stromverbrauch der BDs liegen.