Metro 2033 Last Light: THQ kündigt Shooter an, erster Trailer, Release 2012 [Quelle: siehe Bildergalerie]
Selbst bei 3D-Shootern, einst der Domäne der PC-Spieler schlechthin, haben wir heute das Nachsehen: Call of Duty und Konsorten werden oft zuerst für die Konsolen Xbox 360 und PlayStation 3 entwickelt und dann für den PC umgesetzt. Da die Konsolen jedoch auf gut fünf Jahre alter Hardware basieren, bedeutet das nicht weniger oft: Die Grafik ist in Ordnung, könnte aber besser sein. Wie gut, dass es Entwickler wie 4Games gibt, die ganz auf die Leistungsfähigkeit moderner Grafikkarten setzen.
Das sehen wir schon in den ersten Sekunden mit Metro Last Light, das unmittelbar an die Ereignisse von Metro 2033 anschließt. 20 Jahre nach einem Atomkrieg haben sich die Menschen in Moskau in die Metro-U-Bahnanlagen geflüchtet, weil über der Erde nicht nur radioaktive Strahlung, sondern auch Monster und Mutanten die Umgebung unsicher machen. Last Light nimmt uns einmal mehr mit in den Untergrund, wo sich etliche Stationen in eine Art Stadtstaat gewandelt haben - mit extremen politischen Regierungsformen wie Neo-Nationalsozialismus und Kommunismus.
Los geht es mit einem langen Schwenk über eine extrem detailliert dargestellte, ehemalige Prunkstraße, auf der sich Auto- und Flugzeugwracks, Schuttberge und Leichen befinden, die von Mutanten genüsslich zernagt werden. Uns stört das wenig: Wir betreten mit einem Kollegen auf der Suche nach einem Verbündeten einen Schacht in den Untergrund. Unser Ziel: Ein Metro-Bahnhof namens "Reich", in dem, Sie ahnen es, Neo-Nazis das Sagen haben. Wir locken ein paar Wachen aus der Station, indem wir in vor einer ihrer Eingänge das Licht löschen, vornehm ausgedrückt. Die drei Abgeordneten des Reichs haben keine Chance - wir fallen ihnen ohne große Diskretion in den Rücken und machen sie einen Kopf kürzer.
Dann geht es in die eigentliche Basis, wo wir auf alles schießen, was sich bewegt, während wir uns weiter ins Innere vorankämpfen. Unser Ziel ist sind die Metrogleise beziehungsweise ein Zug, in dem unser Kontaktmann in Richtung eines Gefängnisses gebracht werden soll. Zwei kurz hintereinander auf uns einstürmende Verstärkungstruppen wollen uns daran hindern, doch auch mit denen machen wir kurzen Prozess - nicht zuletzt dank eines großkalibrigen Maschinengewehrs, ein höchstwahrscheinlicher Nachfahre einer guten, alten Stalin-Orgel. Doch unsere Flucht mündet nicht auf den einsamen Gleisen zum Gefängnis, sondern in einer Halle, in denen ein Reichs-Redner die Zuhörer mit russischen Parolen auf sich einschwört.
Wir drängen uns abgezockt nach vorne, um dem Redner scheinbar unsere Aufwartung zu machen, doch unser Kollege schießt schließlich einen Warnschuss in die Luft - fast alle Anwesenden gehen sicherheitshalber zu Boden - unsere Flucht nach vorne geht weiter. Diesmal durch ein paar Wohnquartiere mit Frauen und kleinen Kindern, denen wir kein Haar krümmen. Kurz vor unserem Ziel senkt sich, wie kann es anders sein, ein schweres Schott nach unten, das wir nur um Haaresbreite passieren. Unser Held sogar nicht ganz unverletzt - er stützt sich von nun an wenigstens eine Weile auf seinen Kollegen, der auf dem Bahnsteig einige Gegner zum Aufgeben bringt und dann mit uns auf eine Art Draisine springt, mit der wir dem Gefängniszug folgen.
Es entspinnt sich eine spektakuläre Verfolgungsjagd, bei der auch wir zum Verfolgten werden: Die Reichs-Leute nehmen uns von kleinen Eisenbahnwägen auf parallel verlaufenden Gleisen unter Beschuss. Wir fahren eine Zeitlang Seite an Seite mit einem etwas größeren Versorgungswaggon, von dem wir wie beim Tontaubenschießen Gegner herunterholen - die scheinen noch nicht sonderlich smart zu sein. Doch nachdem die Burschen alle verschwunden sind, springen wir wagemutig auf den anderen Zug und kämpfen uns wie weiland im allerersten Unreal Tournament auf dem über die Gleise dahin rasenden Zug nach vorne vor - dort sollen sich die Gefangenen aufhalten. Abteilvorhänge flackern im Wind, von Kugeln getroffene Abteilwände schälen sich ab, während Staub und Pulverdampf das Blickfeld trüben. Schließlich erreichen wir die Gefangenenabteile - und damit ist die Demo quasi beendet, denn unser Held wirf eine Handgranate in diesen Waggon: Das daraus resultierende Flammenmeer ist zwar äußerst schick anzusehen, es scheint aber auch den Hauptdarsteller bewusstlos zu machen.
Metro 2033 Last Light: E3-Fazit Mit einem kleinen Ausblick auf einen Kampf gegen einige übermannsgroße, an Gorillas erinnernde Mutanten, die gerade eben aus einem Fitnessstudio ausgebrochen sein, endet der Ausflug. Optisch muss sich 4A Games' Grafikengine vor keinen Konkurrenten verstecken: Licht, Luft, Wasser und Feuer bildet sie äußerst realistisch und mit einer Fülle von kleinsten Details ab. Wir würden beim nächsten Ausflug in den Moskauer Untergrund gerne ein paar mehr Storydetails erfahren - in dieser Hinsicht war Metro Last Light heute ein Leichtgewicht. Bis zum Erscheinungstermin 2012 sollten die Entwickler hier noch etwas Feinarbeit walten lassen.
Hintergrund: Last Light Der Nachfolger zu Metro 2033 heißt
Metro 2033 Last Light und kommt 2012 für PC, PS3 und Xbox 360. Entwickler 4A Games verspricht neben einer spannenden Geschichte im Singleplayermodus auch Multiplayer-Gefechte in den russischen Ruinen.
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Sysprofile-User
08.06.2011 15:37
Klingt auf jeden Fall vielversprechend
PC-Selbstbauer
08.06.2011 15:10
Mh?? Wie kann aus einem Raketenwerfer ein schweres MG werden??
Die Aussage bezieht sich wohl auf das MG-42 welches, in Anlehnung an die "Stalinorgel" (das war wirklich ein Raketenwerfer),
auch den Spitznamen "Hitlergeige" hatte. Knapp daneben ist halt auch vorbei!!
Freizeitschrauber
08.06.2011 15:05
ist es die selbe Engine wie beim Vorgänger? Nur eben verbessert? (oder genau die selbe?)
bin gespannt..