Leserbrief der Woche: Real-Rendering mit Radeon-Grafikkarten
Tag für Tag erhält PC Games Hardware Anfragen, Vorschläge und Kritik von Lesern. In der Rubrik "Leserbrief der Woche" stellen wir Ihnen ab sofort wöchentlich einen ausgewählten Leserbrief und die Antwort eines Fachredakteurs vor. Beachten Sie, dass die Leserbrief der Woche nicht zwangsläufig in der Woche an die Redaktion geschickt wurde, in der Sie Ihnen an dieser Stelle präsentiert wird.
Der PCGH-Leser Christian D. interessiert sich für die GPGPU-Fähigkeiten von Grafikkarten und nutzt diese sowohl privat als auch beruflich. "Real-Rendering" heißt das Zauberwort - geht das auch mit Radeon-Grafikkarten?
Der Leserbrief:
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin als CAD Design Engineer tätig. Im Zuge der Entwicklungen auf dem PC-Hardwaremarkt und der Anschaffung von Autodesk Produkten benötigen wir als Firma in naher Zukunft eine neue Workstation. Da ich mich privat auch mit Computersystemen, speziell dem Rendering auseinandersetze, bin ich auf das Real-Rendering gestoßen. Vor einigen Jahren entwickelte Nvidia CUDA, eine kleine Software, die es möglich macht, dass andere Software die GPU-Kerne nutzen können. Letztes Jahr im Sommer kam die ersten Software für das Real-Rendering raus. Autodesk entwickelte Quicksilver Renderer, der die GPU nutze. VRAY ist auch schon dabei. Ziel aller Hersteller ist es, alle zur Verfügung stehenden GPU-Kerne zu nutzen und Real-Rendering auf höchsten Details zu ermöglichen.
Ich benutzte privat sowie beruflich Nvidia, was allein nur damit zusammenhängt, das ATI nichts Vergleichbares zur Verfügung stellt, was bei mir sehr auf Unverständnis gestoßen ist.
http://www.acma.com/acma/CS_PersonalSupercomputer.asp?Type=GPU%20Computing&value=GPU%20Workstations
Ich denke, dass diese Systeme sehr gut zeigen, was möglich ist und das ATI gegenüber Nvidia im Vorteil sein könnte, wenn der nötige Service vorhanden wäre. Es würde mich freuen, wenn Sie mir Auskunft geben könnten, ob AMD in naher Zukunft vorhat, eine Software auf dem Markt zu bringen, die es ermöglicht, die Stream-Prozessoren auf diese Weise zu nutzen.
Mit freundlichen Grüßen,
Christian D.
Die Antwort von Carsten Spille (Fachbereich Grafikkarten):
Hallo Herr D.,
eine solche Schnittstelle ist bereits seit geraumer Zeit verfügbar und wird von AMD auch weiterentwickelt. Dabei handelt es sich um das ehemalige Ati Stream, welches nun unter der Bezeichnung AMD APP, kurz für Application Parallel Processing, läuft. Damit ist es möglich, über die freie API OpenCL die unterstützten AMD-GPUs zur Berechnung allgemeiner Aufgaben einzuspannen. Darüber berichtete PCGH bereits mehrfach.
Die Software muss natürlich entsprechend angepasst werden, um OpenCL zu nutzen – liefe dann aber auch auf Nvidia-GPUs. Weitere Informationen dazu finden Sie bei AMD unter:
http://developer.amd.com/pages/default.aspx
http://developer.amd.com/gpu/AMDAPPSDK/Pages/default.aspx
http://developer.amd.com/zones/OpenCLZone/pages/default.aspxMit freundlichen Grüßen,
Carsten Spille
