Intel Larrabee: So sieht die Referenzgrafikkarte aus [Quelle: siehe Bildergalerie]
Wer gehofft hat, dass mit Intel ein weiterer Spieler beim olympischen Zweikampf zwischen AMD und Nvidia eingreift, der wurde enttäuscht. Am 26.5. verkündete Intel lapidar, es werde (vorerst) keine dedizierte Grafikkarten
auf Basis der Manycore-Technologie Larrabee geben.
Larrabee ist also ein reines Forschungsprojekt. Ausgeführt wurde diese Neuausrichtung im Rahmen der Supercomputer-Konferenz ISC 2010 in Hamburg. The artist formerly known as Larrabee tritt nun unter dem sperrigen Namen Intel Many Integrated Core Architecture (MIC) an. Das erste Serien-Produkt soll unter dem Codenamen Knights Corner in 22nm Strukturbreite gefertigt werden. Mehr als 50 Prozessorkerne sollen dann auf einem Chip vereint sein. Entwicklungs-Kit seien aktuell unter dem Codenamen Knights Ferry auf dem Weg zu ausgesuchten Entwicklern, in der zweiten Jahreshälfte wolle man noch mehr Kits zur Verfügung stellen. In Knights Ferry steckt Aubrey Isle, eine erste MIC-Version in 32 Nanometer Strukturbreite mit 32 Kernen und 1,2 GHz Takt. 1-2 GiB GDDR5, 8 MiByte geteilter Cache und 128 Threads (4 Threads pro Kern) sind weitere Eckdaten.
In der Galerie sehen Sie unter anderem die Ex-Larrabee-Grafikkarte für Entwickler, außerdem einen Die-Shot von Aubrey Isle. Ganz neu dabei: Ein Video zur Knights-Ferry-Grafikkarte mit synthetischen Benchmarks.
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Software-Overclocker
14.06.2010 21:20
Threads kann man nicht in Hardware "teilen".
Entweder das Programm ist multi Thread geschrieben oder nicht.
Ein Programm startet weitere Threads immer von sich aus.
Nur der Programmierer kann wissen, welche Operationen unabhängig parallel arbeiten können.
Wenn Hardware (oder das Betriebssystem) in irgend einer Weise einen Teil des Programmablaufes früher startet (auf dem 2. Kern) dann wird dem Ablauf das Ergebnis des ersten Teils fehlen.
Im besten Fall sind fall back Variablen und Try-Catch Routinen implementiert.
Dann gibt es nur ein falsches Ergebnis.
Ansonsten stürzt das Ganze ab.
Als Beispiel eine Simple Anwendung.
Eine Zahl wird jede Sekunde um 1 erhöht, bis der Nutzer einen Button drückt.
Dann kommt ein PopUp und zeigt die Zahl an.
Shematisch:
10 wenn wieder 1000ms vergangen: geheZu 30
20 geheZu 10
30 _zahl += 1
40 wenn button gedrückt: geheZu 60
50 geheZu 10
60 popup _zahl
wenn ein zweiter Thead bei 10 - 50 startet, laufen plötzlich zwei Timer und die Zahl wird immer um 2 erhöht.
(ganz abgesehen davon dass hier Speicherraum Verletzungen auftreten!)
Wenn er bei 60 einspringt passiert, was eigentlich nur auf Nutzeringabe hätte passieren sollen.
[EDIT]
Das Beispiel lässt sich sehr wohl parallelisieren.
a10 starte Thread: b
a20 wenn button gedrückt: geheZu a40
a30 geheZu a20
a40 stoppe thread: b
a50 popup _zahl aus b
b10 wenn wieder 1000ms vergangen: geheZu b30
b20 geheZu b10
b30 _zahl += 1
b40 geheZu b10
Der Nutzen scheint zunächst gering.
Mal angenommen:
- in Zeile 15 bzw. a25 würde eine funktion stehen, die den aktuellen Wert der _zahl auf dem Bildschirm anzeigt
- die Berechnung _zahl += 1 wäre sehr komplex.
dann würde bsp. 1 in Zeile 30 hängen bleiben, aber bsp. 2 regelmäßig den aktuellen Wert (Zwischenergebnis falls noch gerechnet wird) anzeigen.
PC-Selbstbauer
10.06.2010 23:44
Bei AMD zum Beispiel gibt es doch hierfür auch keinen konkreten Plan (Stichwort "Zugzwang"), abgesehen davon, dass die meisten Boards ohnehin mit Zusatzcontroller ausgeliefert werden.
Wozu auch, wenn es weder marktreif noch performant ist.
Dann Vergleich doch bitte mal die Rechenleistung bspw. eines Pentium 4 EE mit einem Core i7-980X, wo letzterer bei der TDP vlt. ca. 20 Watt mehr aufnimmt... O.o Für alles andere gibt es in Intels Produktportfolio ULV-CPUs oder den Atom, was so ziemlich deinem Kritikpunkt widerspricht...
Komplett-PC-Aufrüster
10.06.2010 22:09
TDP der CPU seit Jahren auf hohem Niveau, die Leistungssteigerung geht mit bleibender Verlustleistung überein?
AMD´s CPU haben so ziemlich den gleichen TDP
anonsten schliess ich mich ganz und gar Sentionline007 an