Bereits im Februar hatte Corsair das Obsidian 700D angekündigt und Besucher der Cebit konnten im März einen Blick auf das zweite Gehäuse der Speicherspezialisten werfen. Inzwischen haben einige Online-Händler das Gehäuse auf Lager und PC Games Hardware prüft den Big-Tower auf Herz und Nieren.
Rein äußerlich unterscheidet sich das 700D nicht großartig von seinem 800er-Schwestermodell. Die Abmessungen sind gleich geblieben und betragen 23 x 61 x 61 Zentimeter (Breite x Höhe x Tiefe) und auch beim Gewicht von fast 16 Kilogramm bleibt alles beim Alten. Die einzigen optischen Veränderungen sind, dass das neue Gehäuse kein Seitenfenster mehr besitzt und das Fehlen der Klappe zum Festplattenrahmen in der Front. Letzteres ist dadurch bedingt, dass Corsair die Anordnung der Festplatten verändert hat. Die vier nach vorne gerichteten Hot-Swap-Schächte wurden durch vier quer stehende Befestigungsrahmen ersetzt in denen die Festplatten jetzt von der Seite hochkant eingeschoben werden können. Im unteren Käfig sitzen weiterhin zwei Festplatten, die jetzt aber ebenfalls mit Schnellbefestigungsrahmen ausgestattet sind.
Für den Luftstrom im Gehäuse sorgen drei mit Gummi-Entkopplern versehene 140-Millimeter-Lüfter. Einer der Propeller sitzt im Heck, ein zweiter ist auf einem herausnehmbaren Rahmen befestigt und versorgt die Festplatten mit Frischluft. Der dritte Lüfter ist am Zwischenboden, der das Abteil mit dem Netzteil vom Hauptraum des Gehäuses trennt. Corsair hat allerdings weitere Montageplätze integriert. Einen 120-Millimeter-Lüfter können Sie am unteren Festplattenkäfig befestigen - der passende Entkoppler ist im Lieferumfang enthalten. Drei weitere finden ihren Platz unter dem Gehäuse-Deckel. Wie beim 800D sind die Bohrungen auch hier so angeordnet, dass ein Triple-Radiator eingebaut werden kann. Die maximale Höhe von Lüftern und Wärmetauschern kann bis zu 10,5 Zentimetern betragen - alles was darüber liegt würde mit dem Mainboard kollidieren. Insgesamt ist das Obsidian darauf ausgelegt mit einer Wasserkühlung bestückt zu werden. Im Heck befinden sich zwei gummierte Durchführungen für Schläuche. Auch im Zwischenboden gibt es entsprechende Öffnungen, die es beispielsweise erlauben die Wasserpumpe direkt hinter dem Netzteil zu platzieren und die Schläuche trotzdem sauber zu verlegen. Der Mainboard-Tray entspricht auch dem des 800D. Es gibt nicht nur ausreichend Platz für normale ATX-Platinen sondern auch für die etwas höheren XL-ATX- sowie die breiteren E-ATX-Varianten. Mehrere gummierte Öffnungen erlauben außerdem eine saubere Kabelführung zwischen Rückseite des Mainbaord-Trays und der Gehäusewand.
Während das Obsidian 800D noch mit unseren alten Methoden getestet wurde, kommt für das 700D unser überarbeitetes Setup zum Einsatz. Statt einem stark übertakteten Zweikerner setzten wir inzwischen auf einen Intel Core 2 Quad Q9550 mit Standard-Taktraten der auf einem P5Q Deluxe von Asus sitzt. Der Prozessor wir von einem Scythe Zipang gekühlt. Als Grafikbeschleuniger setzten wir eine Geforce GTX 260-192 im Referenz-Design ein. Auch hier haben wir auf eine Übertaktung verzichtet. Unsere Lautstärke- und Temperaturmessungen führen wir in zwei Szenarien durch. Zum einen läuft das System eine Stunde lang ohne Last und stellt nur den Windows-Desktop dar - die Drehzahlen von CPU- und Grafikkarten-Lüfter überlassen wir dabei der jeweiligen automatischen Steuerung. Anschließend setzen wir die Geschwindigkeit des Geforce-Kühlers auf 80 Prozent fest und starten die Stresstest-Programme Core Damage und Furmark. Damit schaffen wir ein Worst-Case-Szenario das eine extreme Belastung simuliert.
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Da beim Obsidian 700D sowohl die Seitenteile als auch die Front geschlossen sind und nicht mit Belüftungsöffnungen ausgestattet sind, kann Corsairs neues Gehäuse besonders bei den Lautstärketests unter Niedriglast punkten. Mit 1,2 respektive 1,6 Sone (frontale und seitliche Messung) schlägt es alle anderen Kandidaten, die sich bisher unseren neuen Testmethoden stellen mussten. Gleiches gilt für den 3D-Betrieb: Aus frontaler Position und auf eine Entfernung von nur 50 Zentimetern zeigt unser Messgerät gerade einmal 3,3 Sone an - bei der um 45 Grad versetzten, seitlichen Messung liegen nur 4,1 Sone an. Die gute Geräuschdämmung hat allerdings auch einen Nachteil: In Sachen Temperaturentwicklung liegt das Obsidian nur im Mittelfeld. Im 2D-Modus erwärmen sich CPU, GPU und Festplatte auf 44, 45 beziehungsweise 33 Grad Celsius. Unter Volllast steigt die Temperatur des Prozessors auf 71 Grad Celsius und die des Grafik-Chips auf 70 Grad Celsius.
Derzeit ist das
Obsidian 700D im PCGH-Preisvergleich für rund 220 Euro gelistet und somit circa 10 Euro günstiger als das
Obsidian 800D. Allerdings wird sich die Verfügbarkeit des Gehäuses laut Corsair in ungefähr zwei Wochen noch weiter verbessern, weshalb der Preis möglicherweise noch etwas fallen wird.
Corsair Obsidian 700D im Test: Fazit Insgesamt gesehen ist das Obsidian 700D ein gutes Gehäuse, besonders wenn Sie ihr System mit einer Wasserkühlung ausstatten wollen. Dank des besonders großen Innenraums und der extrem guten Geräuschdämmung schafft es das zweite Corsair einen unserer Top-Produkt-Awards zu ergattern.
| Produkt |
Obsidian 700D |
| Hersteller (Webseite) |
Corsair (www.corsair.com) |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis |
Ca. 220 Euro/Befriedigend |
| Upgrade-Tipp der Redaktion |
keiner |
| Ausstattung |
2,58 |
| Montageplätze insgesamt |
5 (5,25 Zoll), 6 (3,5 Zoll) |
| ... davon von außen zugänglich |
5 (5,25 Zoll) |
| Lüfterplätze |
3 x 140 mm (Heck, HDD-Käfig, Zwischenboden), 4 x 120 mm (HDD-Käfig, Deckel) |
| Vorhandene Lüfter |
3 x 140 mm (Heck, HDD-Käfig, Zwischenboden) |
| Modding |
WaKü-Schlauchasugänge, werkzeuglose Steckkarten- und Laufwerksbefestigung |
| Netzteil mitgeliefert? (Position) |
Nein (unten) |
| Frontanschlüsse |
4 x USB, Audio, Firewire |
| Erweiterungs-Slots |
7 Slots |
| Eigenschaften |
2,15 |
| Material |
Stahl mit Alu Front |
| Gewicht |
15,8 Kilogramm |
| Abmessungen (B x H x T) |
230 x 610 x 610 mm |
| Verarbeitung/Verwindungssteifheit |
Sehr gut/Sehr gut |
| Platz für Grafikkarten |
39 Zentimeter |
| Kompatibilitätstest bestanden? |
Ja |
| Leistung |
1,75 |
| CPU-Temperatur (Leerlauf) |
44 Grad Celsius |
| Grafikkartentemperatur (Leerlauf) |
45 Grad Celsius |
| Festplattenemperatur (Leerlauf) |
33 Grad Celsius |
| Lautstärke (Leerlauf, frontal) |
1,2 Sone |
| Lautstärke (Leerlauf, seitlich) |
1,6 Sone |
| CPU-Temperatur (Last) |
71 Grad Celsius |
| Grafikkartentemperatur (Last) |
70 Grad Celsius |
| Festplattentemperatur (Last) |
35 Grad Celsius |
| Lautstärke (Last, frontal) |
3,3 Sone |
| Lautstärke (Last, seitlich) |
4,1 Sone |
| Fazit |
1,99 |
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Sysprofile-User
26.05.2010 17:39
Ich würde aber immernoch das 800D nehmen!
Software-Overclocker
13.05.2010 19:45
klasse gehäuse. das design ist im vergleich zu anderen gehäusen durchaus gelungen. platz 1 ist aber immernoch das silverstone ft02
Volt-Modder
13.05.2010 12:03
Schönes Gehäuse, allerdings auch sehr teuer.
Das schlichte Design schaut echt gut aus.