Geforce GTX 470 und GTX 480: Test der GF100-Generation mit SLI - Update: DX11-Techdemos von AMD
Nvidias Geforce GTX 480 und GTX 470 sind gelandet. Was leistet die sagenumwobene Fermi-Architektur in der Praxis? PC Games Hardware überprüft die beiden Direct-X-11-GPUs auf GF100-Basis auf Hertz und Nieren.
• Neu: Auf Seite 18 unten wurden Verlaufsdiagramme der AMD-eigenen DirectX-11-Techdemos Ladybug und Mecha auf GTX 400 ergänzt. Auch die beiden AMD-Techdemos bestätigen die bessere DirectX-11-Performance der Geforce GTX 480 gegenüber der Radeon HD 5870.
• Auf Seite 17 haben wir SLI-Werte nachgeliefert. Die Benchmarks wurden mit zwei Geforce GTX 480 gemacht. Mit dabei sind unter anderem Metro 2033, Crysis Warhead, Battlefield Bad Company 2 und einige mehr.
Nach einem halben Jahr Verspätung, beispiellosem Rummel und unzähligen Gerüchten ist es heute soweit: Nvidias "Fermi"-Architektur betritt Endkunden-Neuland. Die ersten Grafikkarten auf Basis der laborfrischen DirectX-11-Architektur sind die Geforce GTX 480 und die GTX 470. Ihr Revier ist das High-End-Segment, wo sie auf AMDs Radeon-HD-5800-Reihe treffen. Doch sind sie der zwischenzeitlich gereiften Konkurrenz gewachsen? PC Games Hardware testet Nvidias neue Aushängeschilder mithilfe eines runderneuerten Benchmark-Parcours.
Geforce GTX 480/470 im Test: Architektur
Ausführliche Details finden Sie im Fermi GF100 im Technik-TÜV, wir fassen die wichtigsten Daten an dieser Stelle nur noch einmal zusammen. Im Überblick besteht ein Fermi-Chip aus vier GPCs - sogenannten Graphics (oder General) Processing Clusters -, sechs Speichercontrollern inklusive ROPs und Level-2-Cache, dem Host-Interface zur Kommunikation mit dem Wirts-PC sowie dem Steuerwerk namens "Giga-Thread-Engine". Das ganze Paket wird bei TSMC in 40 Nanometern Strukturbreite gefertigt. Der GF100 verfügt über gigantische 3 Milliarden Transistoren - das sind etwa 40 Prozent mehr als bei den Cypress-Chips von Ati, welche 2,15 Milliarden Schaltungen wiegen. Jeder GPC verfügt über einen eigenen Rasterizer samt Triangle-Setup und Z-Cull, eine "Polymorph" getaufte Geometrie-Einheit und vier Shader-Multiprozessoren à 32 ALUs/16 TMUs. Das Speicherinterface ist in sechs 64 Bit breite Partitionen unterteilt (also 384 Bit breit), an die jeweils eine Octo-ROP (48 ROPs insgesamt) und ein 128 kiB großes Segment des insgesamt 768 kiByte vereinheitlichten Level-2-Caches gekoppelt sind.
Wissenswert: Die wichtigsten Tests zur aktuellen Grafikkartengeneration von Nvidia und AMD
- RX 480 Test: Preisbrecher mit 14-nm-Technik
- RX 470 Test: Nur wenig langsamer als ihre große Schwester
- RX 460 Test: Die Kleine mit der Polaris-11-GPU
- GTX 1080 Test: High-End von Nvidia
- GTX 1070 Test: Gehobene Mittelklasse von Nvidia
- GTX 1060 Test: Konkurrenz für die RX 480
- Titan X Test: Brachiale Exklusivität
Zum Start der Fermi-Architektur wird es mit der Geforce GTX 480 und GTX 470 zwei neue Grafikkarten geben. Was sich wenige Wochen zuvor als Gerücht anbahnte, ist nun Realität: Keine von beiden wird einen GF100-Chip im Vollausbau, ergo mit 512 ALUs, beherbergen. Die Geforce GTX 480 verfügt über 480 Shader- und 60 Textureinheiten, die GTX 470 muss mit einem Einheitenblock weniger auskommen und verfügt über 448 ALUs und 56 TMUs.
Bei den Taktraten macht Nvidia im Vergleich zum Vorgänger GT200 keine großen Sprünge. Mit 700 MHz für den GPU-Kern der Geforce GTX 480 und 1.400 MHz für die Shader-ALUs fällt die Änderung marginal aus. Auch der eingesetzte GDDR5-Grafikspeicher, angebunden an das 384-Bit-Speicherinterface, taktet mit 1.846 MHz und damit relativ niedrig. Angesichts des installierten 0,4-Nanosekunden-Speichers, spezifiziert bis 2.500 MHz, lässt diese Entscheidung nur einen Schluss zu: Nvidia versucht, die maximale Leistungsaufnahme möglichst gering zu halten. Unsere nachfolgenden Tests werden klären, ob dies gelingt.
Alle Spezifikationen dokumentiert diese Tabelle:
| Grafikkarte | Geforce | Radeon | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Modell | GTX 480 | GTX 470 | GTX 285 | GTX 260 | 8800 GTX | HD 5870 | HD 5850 | HD 5770 | HD 4890 |
| Circa-Preis (Euro) | 500,- | 350,- | 290,- | 190,- | n. Lieferbar | 380,- | 280,- | 130,- | 220,- |
| Markteinführung | Mrz 10 | Mrz 10 | Jan 09 | Sep 08 | Nov 06 | Sep 09 | Sep 09 | Okt 09 | Apr 09 |
| Codename | GF100 | GF100 | GT200b | GT200/b | G80 | Cypress XT | Cypress Pro | Juniper XT | RV790 |
| Direct-X-/Shader-Version | 11/5.0 | 11/5.0 | 10.0/4.0 | 10.0/4.0 | 10.0/4.0 | 11/5.0 | 11/5.0 | 11/5.0 | 10.1/4.1 |
| Fertigungstechnik | 40 nm | 40 nm | 55 nm | 55/65 nm | 90 nm | 40 nm | 40 nm | 40 nm | 55 nm |
| Transistoren Grafikchip (Mio.) | 3.000 | 3.000 | 1.400 | 1.400 | 681 | 2.150 | 2.150 | 1.040 | 959 |
| Rechenleistung (GFLOPS, SP) | 1.344,96 | 1.088,64 | 708,48 | 536,54 | 345,6 | 2.720 | 2.088 | 1.360 | 1.360 |
| Rechenleistung (GFLOPS, DP) | 672,48 | 544,32 | 88,56 | 67,07 | 0 | 544 | 417,6 | 0 | 0 |
| Polygondurchsatz (Mio. Dreiecke/s.) | 2.800 | 2.428 | 324 | 288 | 288 | 850 | 725 | 850 | 850 |
| Pixeldurchsatz (GPix/s.) | 21,0 | 17,0 | 20,7 | 16,1 | 13,8 | 27,2 | 23,2 | 13,6 | 13,6 |
| Texturleistung (GTex/s.) | 42,0 | 34,0 | 51,8 | 41,5 | 18,4 | 68 | 52,2 | 34,0 | 34,0 |
| Speicherbandbreite (GByte/s.) | 177,4 | 133,92 | 158,976 | 111,888 | 86,4 | 153,6 | 128 | 76,8 | 124,8 |
| Takt Grafikchip (Megahertz) | 700 | 607 | 648 | 576 | 575 | 850 | 725 | 850 | 850 |
| Takt Shader-ALUs (Megahertz) | 1.401 | 1.215 | 1.476 | 1.242 | 1.350 | 850 | 725 | 850 | 850 |
| Takt Videospeicher (Megahertz) | 1.848 | 1.674 | 1.242 | 999 | 900 | 2.400 | 2.000 | 2.400 | 1.950 |
| Datenrate Videospeicher | 3,696 GBit/s. | 3,348 GBit/s. | 2,484 GBit/s. | 1,998 GBit/s. | 1,8 GBit/s. | 4,8 GBit/s. | 4,0 GBit/s. | 4,8 GBit/s. | 3,9 GBit/s. |
| Shader-/SIMD-/Textureinheiten | 480/15/60 | 448/14/56 | 240/10/80 | 216/9/72 | 128/8/64 | 1.600/20/80 | 1.440/18/72 | 800/10/40 | 800/10/40 |
| Rasterendstufen (ROPs) | 48 | 40 | 32 | 28 | 24 | 32 | 32 | 16 | 16 |
| Speicheranbindung (Bit) | 384 | 320 | 512 | 448 | 384 | 256 | 256 | 128 | 256 |
| Übliche Speichermenge & -typ | 1,5 GiByte/GDDR5 | 1,25 GiByte/GDDR5 | 1,0 GiByte/GDDR3 | 896 MiByte/GDDR3 | 768 MiByte/GDDR3 | 1,0 GiB/GDDR5 | 1,0 GiB/GDDR5 | 0,5 - 1,0 GiB/GDDR5 | 1,0 GiB/GDDR5 |
| PCI-E.-Stromanschluss (Netzteil) | 1x 8-polig & 1x 6-polig | 2x 6-polig | 2x 6-polig | 2x 6-polig | 2x 6-polig | 2x 6-polig | 2x 6-polig | 1x 6-polig | 2x 6-polig |
| Leistungsaufn. (TDP) lt. Herst. | 250 Watt | 215 Watt | 183 Watt | k. Angabe | 177 Watt | 188 Watt | 170 Watt | 108 Watt | 220 Watt |
In diesem Artikel
- Seite 1 Geforce GTX 480/470 im Test: Architektur und Spezifikationen
- Seite 2 Geforce GTX 480/470 im Test: Impressionen, Lautheit und Leistungsaufnahme
- Seite 3 Geforce GTX 480/470 im Test: Bildqualität: Anti-Aliasing-Neuerungen und AF
- Seite 4 Geforce GTX 480/470 im Test: Testsystem, Benchmarks und Treiber
- Seite 5 Geforce GTX 480/470 im Test: Benchmark Anno 1404 (DX10)
- Seite 6 Geforce GTX 480/470 im Test: Benchmark Armed Assault 2 plus Verlauf (DX9)
- Seite 7 Geforce GTX 480/470 im Test: Benchmark Battlefield Bad Company 2 (DX10)
- Seite 8 Geforce GTX 480/470 im Test: Benchmark Call of Duty: Modern Warfare 2 (DX9)
- Seite 9 Geforce GTX 480/470 im Test: Benchmark Colin McRae: Dirt 2 (DX11/DX9)
- Seite 10 Geforce GTX 480/470 im Test: Benchmark Crysis Warhead (DX10)
- Seite 11 Geforce GTX 480/470 im Test: Benchmark Grand Theft Auto 4 (DX9)
- Seite 12 Geforce GTX 480/470 im Test: Benchmark Mass Effect 2 (DX9)
- Seite 13 Geforce GTX 480/470 im Test: Benchmark Metro 2033 (DX11/DX10)
- Seite 14 Geforce GTX 480/470 im Test: Benchmark Need for Speed: Shift (DX9)
- Seite 15 Geforce GTX 480/470 im Test: Benchmark WoW: Wrath of the Lich King (DX9)
- Seite 16 Geforce GTX 480/470 im Test: OC und Extrem-Tests (Hybrid-AA, DX11-Tessellation)
- Seite 17 Geforce GTX 480/470 im Test: Multi-GPU-Shootout
- Seite 18 Geforce GTX 480/470 im Test: Techdemos, PhysX und Folding @ Home
- Seite 19 Geforce GTX 480/470 im Test: Fazit
- Seite 20 Bildergalerie
Bildergalerie
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Ich habe aber gelernt am Netzteil nicht zu sparen, da ich mit den günstigeren (nicht zu verwächseln mit BILLIG!!!) schlechte erfahrungen -sicher sowas kann auch beim teuren NT passieren- gamacht habe, dazu kommt noch das ich ein leistungsstarkes Netzteil haben will (denke das 900W NT von BeQuiet) das auch in zukunft, bei noch stärkerer hardware (zB. jetzt die GTX480 -oder die ATI HD6000er) die Hardware sicher versorgt.
...ohne das ich immer ein neues Netzteil brauche.
GTX480= Ca. 500€
PII 1055T= ca. 200€
Netzteil (BeQuiet)=ca. 200€
Passt also genau^^