Preis-Leistungs-Kracher

Xigmatek Asgard im Test: Wie gut ist das 30-Euro-Gehäuse?

Mit dem Asgard hat Xigmatek ein besonders günstiges Gehäuse im Angebot. Der Test von PC Games Hardware verrät, ob preisbewusste Käufer hier ein brauchbares Gehäuse finden. (Andreas Link, 13.01.2010)
 PCGH-Wertung:
3.24
 
Xigmatek hat einen echten Kampfpreis aufgerufen. Das kompakte Gehäuse mit schwarzem Innenraum kostet nur rund 30 Euro und ist damit einer der günstigsten Testkandidaten.
 
Xigmatek hat einen echten Kampfpreis aufgerufen. Das kompakte Gehäuse mit schwarzem Innenraum kostet nur rund 30 Euro und ist damit einer der günstigsten Testkandidaten. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Im schwarz lackierten Innenraum des kompakten Asgard nutzt Xigmatek die Schnellbefestigungen für Laufwerke und Steckkarten, um orangefarbene Akzente zu setzen.
 
Im schwarz lackierten Innenraum des kompakten Asgard nutzt Xigmatek die Schnellbefestigungen für Laufwerke und Steckkarten, um orangefarbene Akzente zu setzen. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Mit dem Asgard bleibt Xigmatek seinem (Namens-)Schema treu. Wie beim größeren Midgard ist das gesamte Gehäuse - inklusive Innenraum und sämtlichem Zubehör wie Kabelbinder, Schrauben und Slot-Blenden - in Schwarz gehalten. Lediglich die Schnellbefestigungen für Steckkarten und Laufwerke setzen orangefarbene Akzente. Während der Stahlrahmen eine matte Farbbeschichtung aufweist, hat die Kunststofffront einen Glanzüberzug. Die Vorderseite des Gehäuses bietet eine feinmaschige Mesh-Abdeckung, durch die Luft von einem 120-Millimeter-Lüfter angesogen und über den Festplattenkäfig geblasen wird. Das Asgard bietet vier externe Schächte für 5,25-Zoll-Einschübe, die alle über Befestigungsmechanismen verfügen, mit deren Hilfe Laufwerke ohne Werkzeug eingebaut werden können. Gleiches gilt für die 3,5-Zoll-Schächte, von denen insgesamt fünf für interne und einer für ein externes Gerät zur Verfügung stehen. Eine große Öffnung in der Mainboard-Halterung erleichtert den Einbau von CPU-Kühlern mit Backplate. CPU-Kühler können bis zu einer Bauhöhe von ca. 150mm verbaut werden.

Das Netzteil wird unter dem Gehäusedeckel angebracht. Die Rückseite des Asgard bietet einen freien Montageplatz für einen zusätzlichen 80-, 92- oder 120-Millimeter-Lüfter. Darunter befinden sich sieben Erweiterungsslots für Steckkarten. Die zugehörigen Schnellbefestigungen aus Kunststoff bieten zwar festen Halt, sind aber, gerade bei Dual-Slot-Grafikkarten, etwas hakelig zu arretieren.

In Sachen Leistungsfähigkeit leidet das Asgard darunter, dass es nur mit einem Lüfter ausgerüstet ist. Da nur der S-Flex auf dem CPU-Kühler Abwärme aus dem Gehäuse befördert, überrascht es nicht, dass die CPU-Temperatur auf 87 Grad Celsius steigt und sich die Grafikkarte mit 79 Grad Celsius im oberen Wärmebereich bewegt. Bei der Lautstärke kann das Asgard nicht punkten und erreicht hohe Sone-Werte. Den Kompatibilitätstest besteht das Xigmatek-Gehäuse nur teilweise, denn die Unterbringung des IFX-14 ist problematisch. Durch den geringen Abstand zwischen Mainboard und Netzteil kann der Kühler nur horizontal montiert werden. Das überlange Netzteil hingegen passt ohne Probleme. Insgesamt ist das Asgard ein durchschnittliches Gehäuse. Doch Xigmatek hat einen echten Kampfpreis aufgerufen. Das kompakte Gehäuse mit schwarzem Innenraum kostet nur rund 30 Euro und ist damit einer der günstigsten Testkandidaten bei PC Games Hardware.

Fazit Xigmatek Asgard: Das Asgard hat seine Schwächen, was sich in der Note von 3,24 wiederspiegelt. Auf dem Markt gibt es bessere Gehäuse (die aber auch deutlich teurer sind), doch wer auf den Preis schaut, dürfte mit dem Asgard sehr zufrieden sein. Für die aufgerufenen 30 Euro ist das Asgard ein fairer Deal, und bietet im Vergleich zu anderen Gehäusen dieser Preisregion viel Leistung. Wenn Sie ihren Gehäusekauf also vor allem am Preis orientieren, sollten Sie einen ausführlichen Blick auf das Asgard werfen.

Produkt Asgard
Hersteller (Webseite) Xigmatec (www.xigmatek.com)
Bezugsquelle Caseking
Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis 30 Euro/gut
Material Stahl
Upgrade-Tipp der Redaktion -
Lüfterplätze (Lüfter schon vorhanden) 1x 120 mm (Front), 1x 92 / 80 mm (Front, optional, statt 120 mm), 1x 120 / 92 / 80 mm (Rückseite, optional), 2x 120 / 92 / 80 mm (linkes Seitenteil, optional)
Platz für Grafikkarte(n) 29 cm
Modding/Silent -
Netzteil -
Frontanschlüsse 2 x USB, Sound
Gewicht 5,58 kg
Abmessungen (B x H x T) 185 x 408 x 475 mm
Verarbeitung/Verwindungssteifheit gut/gut
CPU-Temperatur (Last) 87 Grad Celsius
Grafikkartentemperatur (Last) 79 Grad Celsius
Gehäusetemperatur (Last) 31 Grad Celsius
Festplattentemperatur (Last) 34 Grad Celsius
Lautstärke in Sone (Last) 5,0 Sone
Kompatibilitätstest bestanden? partiell
FAZIT 3,24

(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
     


Weitere Gehäuse-Test bei PC Games Hardware:
• 20.08.09: Corsair Obsidian 800D im Gehäuse-Test
• 10.08.09: Silverstone Raven 2 im Gehäuse-Test (Update: Bilder mit eingebauter Hardware)
• 07.07.09: Xigmatek Midgard im Gehäuse-Test
• 06.05.09: NZXT Panzerbox im Gehäuse-Test
• 09.04.09: Cooler Master Storm Scout im Gehäuse-Test
 

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Aktuelle Kommentare
Zecko_Vicath
PC-Selbstbauer
21.04.2010 17:34
AW: Xigmatek Asgard im Test: Wie gut ist das 30-Euro-Gehäuse?

Hallo Dark Mark,

Das Gehäuse hat einen 120mm Xigmatek Lüfter in der Front.
ich habe ein System mit Athlon II x4 620, 2x2 GB 1600er DDR3 RAM, einer HDD und 5750 zusammengebaut.
Die CPU wird von einem Mugen 2 gekühlt, im Idle 1-4°C über Zimmertemperatur, CoreDamage geht bis max. 53°C.
Es kommt also immer darauf an was du in das Gehäuse einbaust, 2x 5970 und einen Core i7 980X mit 1,5V Vcore wird dir dahin schmelzen.
Ein weniger hitziges System kann durchaus gut gekühlt werden.
Bei dem AMD System habe ich einen Scythe S-Flex 800rpm in die Front eingebaut, einen vor den Mugen und einen hinten ans Gehäuse.
Die beiden Gehäuselüfter sind mit Gumminippeln fixiert und das lauteste am ganzen PC ist unter Vollast die Spiele DVD beim Kopierschutzüberprüfen ^^
Den Rest des System hörst du nicht, ausser du gehst mit dem Ohr ans Gehäuse.

Es kommt also sehr auf die Hardware an und die Mühe die du in den Aufbau steckst.

Dark Mark
Freizeitschrauber
21.04.2010 12:52
AW: Xigmatek Asgard im Test: Wie gut ist das 30-Euro-Gehäuse?

hi leute hab ne frage ich möchte mir eigentlich dieses Case kaufen weiß aber nicht so recht ob sich das lohnt ? ich lese gerade 5.0 Sone.... hört sich laut an und 87 grad last cpu... hat das gehäuse einen front lüfter oder muss man dem dazu kaufen ?

Chimera
BIOS-Overclocker
22.01.2010 20:01
AW: Xigmatek Asgard im Test: Wie gut ist das 30-Euro-Gehäuse?

Also von Preis/Leistung her ist das Asgard einmalig gut. Hab jetzt selber 2 Monate lang nach nem relativ günstigen Case mit gutem Airflow gesucht und in dem Preisbereich kam keins ans Asgard ran.
Ok, die Materialstärke ist vorallem an den Seitendeckeln etwas dünn gewählt, doch dafür gibt es ja schliesslich Dämmmatten Rein von der Kühlleistung bzw. -verbesserung bin ich begeistert. Lief meine GTS250 im alten Gehäuse schon im Normalbetrieb bei 60 Grad (bei Furmark sogar 95 Grad Spitzen!), steht sie jetzt zwischen 45-47 Grad (Furmark nun 81 Grad). CPU sank von 51/53 Grad auf 35/38 Grad. Selbst die Festplatte lief vorher bei 41 Grad und jetzt zwischen 26 bis 31 Grad.
Ergo: im Vergleich zum vorherigen Gehäuse (original HP Pavilion t3510) ist die Verbesserung zu dem Preis einfach einmalig.


 
 
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