PCGH-Retro, 27. Oktober [Quelle: siehe Bildergalerie]
… 1994: Das Internet wächst rasant: Netzzugänge werden immer günstiger und schneller, E-Mail beginnt der Post Konkurrenz zu machen, und obwohl der Netscape Navigator als erster populärer Webbrowser noch nicht auf dem Markt ist, etabliert sich langsam auch das World Wide Web. Als eine Konkurrenz für den Zeitschriftenmarkt sieht es aber kaum jemand, auch weil funktionierende Geschäftsmodelle fehlen: Wie soll sich ein reines Online-Magazin finanzieren? Eine mögliche Antwort liefert ein Projekt, das am 27. Oktober 1994 ans Netz geht: die Webzeitschrift Hotwired, die Online-Schwester des US-amerikanischen Hochglanzmagazins Wired - es ist das erste Webmagazin, das sich über Werbebanner finanziert. Die Inhalte stammen nicht aus der Papierzeitschrift, sondern werden von einer eigenen Redaktion allein für Hotwired produziert und locken so Besucher auf die Seite.
Vierzehn Sponsoren sind am Anfang dabei, das erste Banner auf der Seite ist eine Anzeige für AT&T. Damit ist ein neues Geschäftsfeld geboren, die Online-Werbung, welche sich mit animierten Bannern, Popup-Fenstern und Werbelinks im Text in den folgenden Jahren stetig weiterentwickelt. Doch auch wenn der Online-Werbemarkt dem traditionellen Anzeigengeschäft in Zeitschriften und Fernsehen bald Konkurrenz macht: Sie allein reicht nur selten, um Webmagazine zu finanzieren. Der Pionier Hotwired jedenfalls wird wenige Jahre später von Lycos übernommen und daraufhin eingestellt.
… 2003: "Es ist seit einiger Zeit ein Heiliger Gral für mich" - das sagte Microsofts Chief Software Architect noch am 27. Oktober 2003 über WinFS, Windows Future Storage, welches eigentlich eine der Säulen für Longhorn, das spätere Windows Vista werden sollte, auf der Professional Developers Conference 2003:
"WinFS" -- this is unified storage. Some of you here have heard me talk about unified storage for more than a decade. The idea of taking the XML flexibility, database technology, getting it into the file system: that's been a Holy Grail for me for quite some time. And here it is. Thank goodness we have got the powerful systems to be able to do this thing. Thank goodness we have the evolution around XML and user interface capabilities, so that this can all come together.
Gemeint ist ein Dateisystem, welches auf einer relationalen Datenbank aufsetzt und damit nicht nur Dateistrukturen nach Namen und Ordnern erlaubt, sondern Anwendungen auch die Inhalte von Dateien auf eine standardisierte Art und Weise erschließt. Damit wären unter anderem semantische Suchanfragen möglich gewesen. Zum Beispiel ein Email-Verteiler nach den Kriterien "Alle Personen, die ich mit "Du" anrede und denen ich in den letzten acht Wochen eine Mail geschickt habe". Bekanntlich wurde WinFS für Vista und Windows 7 schließlich wieder abgekündigt, sodass die Fensterwelt weiterhin auf den Heiligen Gral waren muss.
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Komplett-PC-Aufrüster
13.11.2011 16:23
Gamest.. hat beides werbung ohne ende (was man meinch mal nicht weg bekommt) und sollst für alles bezahlen.
darum bin ich zur pc games und hardware gewechselt.
danke das ihr boden ständig seit.
Schraubenverwechsler
11.11.2011 14:35
Mit der Werbung ist leider wahr, das kann wirklich sehr nervig sein! Aber irgendwie muss man auch mal die Verlage und Redaktionen verstehen. Alle wollen stets alles kostenlos im Internet bereitgestellt bekommen. Die Zahlungsbereitschaft der Nutzer ist nahezu Null. Da bleibt eben nur noch die Werbung übrig - oder aber es gibt keine redaktionell aufbereiteten Inhalte mehr. Ich selbst finde die Entwicklung hin zu kostenpflichtigen Premiuminhalten daher recht interessant. Gute Inhalte kosten eben viel Zeit und Geld und sollten auch die Möglichkeit bekommen, wieder refinanziert zu werden. Sonst haben irgendwann alle super schnelle Leitungen und es gibt keine Inhalte mehr zum betrachten und downloaden.
Kokü-Junkie
29.10.2011 18:05
Die Geburt des Bösen. Urgghh ich hasse Werbung, mögen denen die Finger abfaulen.