[Quelle: siehe Bildergalerie]
Heute startet Nvidias Geforce GT 220 mit einem Test bei PC Games Hardware in den Endkundenmarkt. Wie die Namensgebung erahnen lässt, handelt es sich hierbei um eine Grafikkarte für den Einsteigerbereich. Ihre Leistung ist deutlich unterhalb der Geforce GTS 250 (auch bekannt als 9800 GTX+) und auch 9800 GT (aka 8800 GT aka
GTS 240 OEM) anzusiedeln. Als regelmäßiger Leser der PC Games Hardware kommt Ihnen der Name GT 220 vielleicht bekannt vor - das ist er auch. Die Geforce GT 220 wird seit geraumer Zeit in Supermarkt-Rechnern installiert (siehe dazu auch die
GT-220-Produktseite von Nvidia). Jetzt findet sie mit denselben Taktraten den Weg in die Retail-Welt. PC Games Hardware macht den Test.
Geforce GT 220: GPU-Z erkennt die Karte noch nicht vollständig. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Geforce GT 220 im Test: Spezifikation Die Geforce GT 220 ist Nvidias erste Retail-Grafikkarte mit DirectX-10.1-Unterstützung. Sie tritt das Erbe der
Geforce 9500 GT (DirectX 10) an, welche seit etwa 14 Monaten sparsame Nutzer bedient. Im Vergleich mit dieser Grafikkarte bohrte Nvidia die Geforce GT 220 deutlich auf: Anstatt mit 32 ALUs und 16 TMUs rechnet der zugrunde liegende GT216-Chip mit 48 ALUs, jedoch nach wir vor mit 16 Textureinheiten. Die Rechenleistung pro Taktzyklus steigt ergo um bis zu 50 Prozent. Zusätzlich sieht die Spezifikation der Geforce GT 220 625/1.375 MHz Chip- bzw. Shadertakt vor, was ebenfalls über der 9500 GT liegt (550/1.375 MHz). Gleich geblieben ist das 128 Bit breite Speicherinterface in Kombination mit GDDR3-Speicher. Dieser arbeitet auf der Geforce GT 220 standardmäßig mit 790 MHz (9500 GT: 800 MHz). Rechnerisch hat die GT 220 deutliche Vorteile beim "Computing", in der Spielepraxis ist eine Limitierung der GPU durch die nicht gesteigerte Bandbreite wahrscheinlich.
Alle Details verrät Ihnen diese Tabelle:
| Hersteller |
Nvidia Geforce |
|
|
AMD Radeon |
|
| |
GT 220 |
9600 GT |
9500 GT |
HD 3650 |
HD 3870 |
| Chip |
GT216 |
G94 |
G96(b) |
RV670 |
RV670 |
| Fertigung (Nanometer) |
40 |
65 |
65 (b: 55) |
55 |
55 |
| Taktrate Chipkern (MHz) |
625 |
650 |
550 |
700 |
775 |
| Taktrate Shader-ALUs (MHz) |
1.375 |
1.625 |
1.375 |
700 |
775 |
| Taktrate Speicher (MHz) |
790 |
900 |
800 |
800 |
1.126 |
| Shader-Version |
4.1 |
4.0 |
4.0 |
4.1 |
4.1 |
| Shader-ALUs (VS/PS) |
48 (skalar) |
64 (skalar) |
32 (skalar) |
120 (24 Vec5) |
320 (64 Vec5) |
| Speicherausstattung (MiByte) |
512/1.024 |
512 |
256/512 |
256/512 |
256/512 |
| Speichertyp |
GDDR3 |
GDDR3 |
DDR2/GDDR3 |
DDR2/GDDR3 |
GDDR3 |
| Rechenleistung (GFLOP/s, Pixel-Sh.) |
132 |
208 |
88 |
168 |
427,5 |
| Texturefill (MTex/s) |
14.760 |
20.800 |
8.800 |
6.000 |
10.688 |
| Speicherbandbreite (GiByte/s) |
25,28 |
57,6 |
25,6 |
25,6 |
52,99 |
Geforce GT 220 im Test - Platine und Kühlung Bisher erreichten uns drei Grafikkarten des Typs Geforce GT 220. Auffällig ist, dass Nvidia bei der Geforce GT 220 keinen SLI-Konnektor vorsieht. Die Lochdiagonale der vier Bohrungen rund um den GT216 beträgt 61 Millimeter, passive Kühler wie der Accelero S2 sind daher kompatibel.
Die Kreationen von Palit und Gainward ähneln sich wie üblich sehr, der kleine Kühler verfügt über nur wenige Alu-Kühlrippen und einen 55-mm-Quirl. Letzterer ist per 2-Pin-Stecker angeschlossen und lässt sich via Software regeln. Die sehr kompakte Platine ist nur 24,7 Zentimeter lang, ihren Strom beziehen die beiden Karten direkt über den PCI-E-Slot. In Sachen Speicher vertraut Gainward auf
Qimondas GDDR3-Speicher vom Typ HYB18H1G321AF-10 mit 1,2 Nanosekunden, Palits 512-MiByte-Derivat dagegen VRAM mit 1,0 Nanosekunden. Hinsichtlich der Anschlüsse bietet beide Modelle gemäß Nvidias Vorgaben einen D-Sub-, einen Dual-Link-DVI- und einen HDMI-Port.
Zotac betreibt bei seiner GT 200 Platinen- und Kühler-Recycling: Die Geforce GT 220 aus diesem Hause verfügt über offenbar den selben Kühler wie die Geforce 9500 GT, auch die Platine ähnelt sich sehr. Letztere misst 26 Zentimeter. Inmitten der Aluminium-Rippen sitzt ein kleiner orangefarbener 45-mm-Axiallüfter, welcher die GPU auf Temperatur hält; dessen Regelung erfolgt per PWM-Signal. Der Kühlblock überdeckt zwar den Speicher, liegt jedoch kurioserweise nicht auf diesem auf - aus thermischer Sicht fragwürdig. So wie Gainward/Palit, vertraut auch Zotac auf je einen D-Sub-, einen Dual-Link-DVI- und einen HDMI-Anschluss.
Palit Geforce GT 220 Sonic: der Kühler [Quelle: siehe Bildergalerie]
Palit Geforce GT 220 Sonic: 1,2-ns-GDDR3-RAM [Quelle: siehe Bildergalerie]
Zotac Geforce GT 220 1024M [Quelle: siehe Bildergalerie]
Zotac Geforce GT 220 1024M: der Kühler [Quelle: siehe Bildergalerie]
Geforce GT 220 im Test - Lautstärke und Leistungsaufnahme Mit unserem Messgerät nehmen wir aus 50 Zentimetern Entfernung senkrecht zur Lüfternabe das Laufgeräusch der Grafikkartenkühler auf und ermitteln die Lautheit in Sone. Das restliche System kommt ohne bewegliche Teile aus und besteht aus einem
Scythe-Orochi-Kühler, einem
AMD Athlon X2 BE-2350 mit 2,1 GHz, einem
Asrock A780 FDP mit AMD-780G-Chipsatz, dem
Nesteq-X-Zero-Netzteil mit 600 Watt Nennleistung und einer
Hama-SSD. Das "Grundrauschen" in unserem schallarmen Testlabor beträgt 0,1 Sone.
Um Ihnen präzise Temperatur- und Leistungsaufnahme-Werte zu liefern, messen wir nicht den Verbrauch des Gesamtsystems, sondern ermitteln aufwendig nur den Konsum der Grafikkarte. Dabei kommen die Messstation Adexelec PEX16IX und das Zangenamperemeter Chauvin Arnoux F09 AC/DC zum Einsatz. Einerseits messen wir die Leerlaufwerte auf dem Vista-Desktop, andererseits auch die Last-Temperaturen. Hierbei setzen wir auf Race Driver: Grid in 1.920 x 1.200 mit 4x MSAA und 16:1 AF. Das Spiel fordert die Karten gleichmäßiger als Crysis Warhead und viele andere Spiele. Als absolutes Worst-Case-Szenario ziehen wir zudem den
Ozone3D Furmark in der Version 1.6.5 heran. Dieser lastet spätestens mit umbenannter Ausführungsdatei alle Prüflinge zu 100 Prozent aus und treibt das Kühlsystem an den Rand der Leistungsgrenze. Dieser Worst-Case zeigt, mit welchen Werten, was Lüfterlautstärke und Leistungsaufnahme (im Rahmen des gegebenen Testsystems) angeht, Sie im schlimmsten Fall rechnen müssen - praxisnah ist der Furmark jedoch nicht.
Testmuster-Messungen: Geforce GT 220 (Gainward, Palit, Zotac) Wir haben drei Testmuster der Geforce GT 220 vermessen und sind dabei auf große Unterschiede gestoßen: Im 2D-Betrieb liegt die Leistungsaufnahme zwischen 10 und 14 Watt, die Temperaturen bewegen sich um/unter 40 Grad Celsius. Unter Last dagegen streuen die Karten stark, von 32 über 41 bis hin zu 55 Watt reicht die Bandbreite, die Temperaturen fallen ebenso unterschiedlich aus. Die Zotac ist durchgehend sehr kühl, erzeugt aber konstant leicht sirrende 1,7 Sone. Die Palit-/Gainward-Karten sind mit 0,5 Sone in 2D deutlich leiser, zumindest die Palit dreht unter Last mit 1,1 Sone. Offensichtlich wurden hier abweichende Lüftersteuerungen implementiert.
Nvidia selbst gibt übrigens eine TDP von 7 Watt im 2D- und bis zu 58 Watt im 3D-Betrieb an, die Throtteling-Temperatur des GT216 liegt bei 105 Grad Celsius.
Alle Werte in der Übersicht:
| |
Gainward GT 220/1G |
Palit GT 220/512M |
Zotac GT 220/1G |
| Leistungsaufnahme 2D |
10 Watt |
11 Watt |
14 Watt |
| Leistungsaufnahme 3D (Race Driver Grid) |
33 Watt |
46 Watt |
28 Watt |
| Leistungsaufnahme 3D (Furmark 1.6.5) |
41 Watt |
55 Watt |
32 Watt |
| Lautheit 2D (Aero aktiv) |
0,5 Sone |
0,5 Sone |
1,7 Sone |
| Lautheit 3D (Race Driver Grid) |
0,5 Sone |
1,1 Sone |
1,7 Sone |
| Lautheit 3D (Furmark 1.6.5 ) |
2,1 Sone |
2,9 Sone |
1,7 Sone |
| Temperatur 2D (Aero aktiv) |
33 °C |
41 °C |
36 °C |
| Temperatur 3D (Race Driver Grid) |
59 °C |
69 °C |
51 °C |
| Temperatur 3D (Furmark 1.6.5) |
80 °C |
74 °C |
55 °C |
Geforce GT 220 im Test: Overclocking Wir überprüfen je eine Geforce GT 220 mit 512 MiByte und eine mit 1.024 MiByte auf ihr Overclocking-Potenzial. Beide Grafikkarten sind äußerst übertaktungsfreudig: Sowohl die Palit-Karte mit 512 MiByte GDDR3-RAM als auch die Gainward-Version mit 1.024 MiByte verkraften 1.050 MHz Speichertakt. Im Vergleich mit der Nvidia-Vorgabe entspricht das einer Steigerung von satten 33 Prozent. Die 40-Nanometer-GPU arbeitet mit 770/1.674 respektive 750/1.620 MHz stabil. Die Spieleleistung profitiert deutlich vom Speicher-OC; die Fps-Raten sind durchschnittlich 25 Prozent höher.
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Schraubenverwechsler
05.11.2010 08:42
Hallo zusammen,
ich habe mir die Gainward Geforce 220 GT gestern geholt und muss sagen das ich sehr zufrieden bin alle meine spiele u.a wow und modern warfare 2 lassen sich auf höchster stufe perfekt spielen.
Für den Kleintuner ist es die Investition wert.
mfg.
KevinS
Komplett-PC-Aufrüster
14.10.2009 22:41
jetz noch ne karte rausbringen die schlechter als ne 3870 ist? weiß net.
Kabelverknoter
13.10.2009 21:15
Mich interessieren Grafikkartentest immer. Der 2D Betrieb ist okay. Für ein Spiel ab und zu ist sie bestimmt okay.