Nvidias erste 55nm-GPU im Leistungs-Check

Geforce 9500 GT im PCGH-Test

Mit der Geforce 9500 GT stellt Nvidia heute offiziell eine neue Karte im Einsteigerbereich vor. Angetrieben von der 55-Nanometer-GPU G96b muss die Zotac Geforce 9500 GT zeigen, wie gut sie die Anforderungen des PCGH-Benchmark-Parcours bewältigen kann. (Carsten Spille, 29.07.2008)
 
Zotac stellte uns die ersten Muster der Geforce 9500 GT zur Verfügung.
 
Zotac stellte uns die ersten Muster der Geforce 9500 GT zur Verfügung. [Quelle: siehe Bildergalerie]


Die Geforce 9500 GT ist als Einsteigerkarte und Ablösung der Geforce 8500 GT konzipiert. Ein Preis von unter 70 Euro ist avisiert, wobei günstigere, aber langsamere DDR2-Versionen nach unten, übertaktete Versionen wie die Zotac AMP! nach oben ausreißen.

Hier die technischen Daten in aller Kürze:


Aufgrund ihrer technischen Daten kommt sie aber durchaus in die Bereiche der nächstgrößeren Klasse, der Geforce 8600. In unserem Benchmark-Test vergleichen wir die Geforce 9500 GT daher auch mit entsprechenden Modellen von Nvidia und AMD - aufseiten der Kanadier treten hier die HD 3650 in einer OC-Version an und die mittlerweile für knapp über 60 Euro erhältliche HD 3850 mit 256 MiByte. Im Einzelnen sieht unser Testsystem wie folgt aus:

Testsystem und Konfiguration
CPU: Intel Core 2 Duo E8500 @ 3.600 MHz (400x9)
Board: Asus P5N-D (Nforce-750i-SLI-Chipsatz)
RAM: 4x 1.024 MiByte DDR2-800 (5-5-5-15)
OS: Windows Vista 64 Bit samt SP1
Driver:
• Forceware 177.72 (HQ)
• Catalyst 8.7 (AI def.)

VGA:
Geforce 9500 GT, 512 MiB GDDR3, 550/1.375/800 MHz
• Geforce 8600 GT, 256 MiB GDDR3, 600/1.188/700 MHz
• Radeon HD 3850, 256 MiB GDDR3, 668/828 MHz
• Radeon HD 3650, 512 MiB GDDR3, 750/800 MHz



Selbstverständlich sind alle Benchmarks frisch gemacht und mithilfe der neuesten verfügbaren Treiber entstanden - alte Versionen verfälschen hier oft die Ergebnisse. Wie immer nutzen wir die High-Quality-Settings im Nvidia-Treiber für alle Geforce-Karten. Bei AMDs Radeon-Modellen belassen wir die Einstellung für Catalyst-A.I. auf Standard, da ansonsten die Bugfixes und anwendungsspezifischen Optimierungen nicht mehr wirksam wären.


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Nicht mehr ganz neu in unserem Benchmarkparcours ist der beliebte Shooter Call of Duty 4 Modern Warfare. Dieser konnte bereits auf der letztjährigen E3-Messe den "Best Graphics"-Award absahnen und damit sogar Crysis hinter sich lassen. Auch in Punkto Verkäufen läuft es für Call of Duty 4 besser und das, obwohl die Grafikpracht nur mithilfe von Direct-X-9-Effekten erreicht wird.

Wir testen die Anfangssequenz der Mission "Im Sumpf" aus dem ersten Akt des Spiels. Inmitten vieler Kameraden spurten wir auf ein versperrtes Straßenende zu und werden dabei vom Feind unter heftiges Feuer genommen. Die entstehenden Effekte stressen vorwiegend die Grafikkarte.

Wir sind uns dessen wohlbewußt, dass andere Szenen abweichende Ergebnisse zeigen - doch diese Mission ist genauso ein gültiger Benchmark, da jeder Spieler im Einzelspielermodus hier ebenfalls durchmuss. Das schlechte Abschneiden der Radeon in diesem Benchmark sollte nicht dazu verführen, auf die allgemeine Leistungsfähigkeit der Karte zu schließen, sondern als Worst-Case-Szenario für eben dieses eine Spiel angesehen werden.




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Codemasters neue Spitzen-Raserei skaliert nicht nur hervorragend mit Multicore-CPUs, sondern verlangt auch Grafikkarten einiges ab. In hohen Auflösungen ist der VRAM so mancher Karte überfüllt. Wir testen ein gewöhnliches Rennen in der Openwheel-Klasse auf der Strecke in Mailand (Modus: Milano B) mit Fraps.




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Unsere selbst aufgezeichnete Demo im Anfangslevel "Into the White Forest" dürfte eine der stressigsten Szenen im gesamten Spiel sein. Auf Fakefactorys Cinematic Mod 8 haben wir in Anbetracht der allgmeinen Leistungslevel des Testfeldes verzichtet. Um die Praxisrelevanz der Demo zu erhöhen, verwenden wir den Echtzeit-Modus und zeichnen auch die Minimum-Fps per Fraps auf. Sämtliche Einstellungen wie FSAA und AF wurden im Spiel vorgenommen.





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Aus dem Hause Futuremark ist der 3DMark Vantage vertreten. Das optisch nicht uneingeschränkt überzeugende Werk lastet die GPUs mittels anspruchsvoller Simulationen, Partikeleffekten und durchgehendem HDR-Rendering aus. Der Performance-Test nutzt 1.280x1.024 ohne FSAA/AF.




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Neben der 2D-Desktop-Darstellung (unter Vista natürlich inklusive Aero-Glass-Effekten), der integrierten Videobeschleunigung für alle HD-Codecs und den allfälligen Spieleaufgaben, welche wir auf den vorigen Seiten beleuchtet haben, können Sie dank Nvidias CUDA-Technologie die Rechenleistung ihrer Geforce auch noch für andere Aufgaben nutzen. Zwei Beispiele zeigen wir hier: Zum einen befindet sich ein Video-Encoder in der Entwicklung, von dem wir eine Betaversion nutzen konnten. Mit dessen Hilfe können Sie Video beispielsweise für den Ipod oder ähnliche Geräte GPU-unterstützt transkodieren und sparen so erheblich Zeit ein - selbst eine Einsteigerkarte wie die Geforce 9500 GT ist hier leistungsfähiger als eine durchschnittliche CPU.

Außerdem gibt es seit einiger Zeit eine frei verfügbare Beta-Version des Folding@Home-Clients, die ebenfalls auf der GPU läuft - hier erreicht die Geforce 9500 GT bereits deutlich mehr Punkte, als selbst schnelle Dual- oder gar Quadcore-CPUs.

Fazit:
Mit der Geforce 9500 GT zeigt Nvidia eine gute und mit unter 50 Watt Leistungsaufnahme sparsame Einsteigerkarte. Neben durchaus vorhandener Spieletauglichkeit, wenn Sie es mit Auflösung und AA/AF-Stufen nicht übertreiben, können Sie die Karte auch für andere Aufgaben gebrauchen - CUDA-Anwendungen oder HD-Videobeschleunigung seien hier als Beispiele genannt.

Allerdings muss auch gesagt werden, dass hinsichtlich der reinen Spieleleistung eine mittlerweile ebenfalls für rund 60 Euro erhältliche Radeon HD 3850 die bei weitem bessere Wahl darstellt, wenn es sich dabei um den primären Fokus ihrer Anschaffung handelt.

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Bildergalerie zum Artikel
 
 
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