AMD Q2/2009: Verluste verringert, Enttäuschung an der Börse
AMD schafft es weiterhin nicht, den Break-Even im operativen Geschäft zu erreichen. Wie der CPU-Hersteller per Pressemitteilung erklärte, habe man bei sinkenden Umsätzen im Q2/2009 Nettoverluste in Höhe von 330 Mio. eingefahren.
Nach Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal 2009 steht fest, dass AMD trotz großer Anstrengungen immer noch ein Stück entfernt von der Gewinnschwelle ist. Insgesamt setzte die "AMD Product Company" 1,183 Mrd. US-Dollar um, ein Minus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Verlust betrug 330 Mio. US-Dollar; im zweiten Quartal 2008 betrug er noch 1,189 Mrd. US-Dollar. Im Quartalsverlust enthalten sind Abschreibungen auf Lagerbestände, die 86 Mio. US-Dollar ausmachen. Auch operativ ist AMD rot: 249 Mio. US-Dollar minus stehen auf dem Konto.
Enttäuschend ist die Entwicklung der Bruttogewinnmarge. Sie fiel von 43 Prozent (Q1/2009) auf nun 37 Prozent. Beide Zahlen beinhalten Sondereffekte durch den Verkauf abgeschriebenen Inventars (Q1: 5 Prozentpunkte, Q2: 8 Prozentpunkte). Die Sparte der Mikroprozessoren musste dabei einen Umsatz-Verlust von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal hinnehmen, der GPU-Bereich stieg um 1 Prozent.
Der Ausblick auf das kommende Quartal ist positiv verhalten. Man rechne mit einem leichten Umsatzplus, Aussagen zur Profitabilität werden nicht gemacht. AMD-CEO Dirk Meyer glaubt, dass in der zweiten Jahreshälfte dank einer "neuen Plattform sowie Neuheiten bei CPUs und Grafikkarten" die finanzielle Ziele erreicht werden und die Bruttogewinnmarge verbessert werden kann. Die Börse honorierte die Zahlen und den Ausblick bisher nicht. In Frankfurt steht die AMD-Aktie aktuell bei minus 10,5 Prozent. Intel hatte am 15.7.2009 seine Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt und dabei beim operativen Ergebnis überrascht.
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inna pcgh gelesen zu haben
Wieso sollte man da ausgerechnet den lahmsten i7 zum Vergleich heranziehen?
Weil AMD den Phenom zu ähnlichen Preisen verkauft?
Das wäre eine Verwechslung von Ursache und Wirkung.
Der Preis für den Phenom resultiert aus seiner Leistung, wäre er teurer, würde er nicht mehr verkauft werden. Aber bereits ist er zu billig, um bei den derzeitigen Stückzahlen die Ausgaben auszugleichen. Also ein extremer Fall von Preisdumping, um den Verlust, den man mit einem prinzipiell unterlegenem Produkt macht, auszugleichen.
Da ist es dann auch nur ein schwacher Trost, wenn man sich leistungsmäßig gut gegen den Core2 behaupten kann. Der hat nämlich eine rund 15% bzw. 52% kleinere DIE-Fläche und ist damit entsprechend billiger in der Herstellung. Zudem ist ein Großteil der Entwicklung bereits in der letzten Generation gegenfinanziert worden. Der aktuelle Phenom ist im Vergleich also eher in der i7-Preisklasse - für AMD.
Die meisten haben nicht mal das geld dazu!!!!
und da ist amd eigentlich deutlich besser als intel....
Kennt ihr noch die holländerin die ihren arbeitgeber verklagt weil sie mit einem intel processor arbeiten musste und meinte davon migräne zu kriegen
meine dass sogar vorn paar jahren
Auf LAN waren P4 und Athlon (wenn überhaupt) 50/50 verteilt.
Denoch waren die Zahlen imho längst nicht so hoch. Intel hatte auch damals immer noch mehr als die Hälfte des Marktes in der Hand. Und darum gehts ja im Endeffekt. PCGH ist nur ein kleiner Teil des Marktes
Auf LAN waren P4 und Athlon (wenn überhaupt) 50/50 verteilt.
Sieht man von den E7205 Server-Exoten ab, dauerte es bis zum Frühjahr 2003, ehe man die volle P4-Leistung ohne RAMBUS-Zuschlag abgreifen konnte - und mit war Intel teurer.
(Im High-End-Segment war Intel dann tatsächliche kurze Zeit billiger - aber nur für Leute, die eh Board und Speicher tauschen mussten)
Sind halt besonders Technologien für Unternehmen.
Aber es geht um die Mehrheit - und KT133, KT133A und KT266 dürften, trotz *die Liste wär zu lang* jeder für sich von mehr PCGHX-Mitglieder gekauft worden sein, als alle So423/478 Chipsätze zusammen. Und die späteren, kleineren Macken, haben erst recht niemanden aufgehalten. (Wenn ich dran denke, wie oft hier berichtet wird, dass die AGP-Grafikkarten instabil sind, sobald man Fastwrites aktiviert, oft nur mit AGP x4 laufen sollen,... - das sind alles Chipsatz-spezifische. Wer n Intel-AGP Board hat, hat sie nicht. Der meckert auch nicht rum, dass man nicht auf moderne Betriebssysteme umsteigen könnte, weil Treiber fehlen,...)
Sieht man von den E7205 Server-Exoten ab, dauerte es bis zum Frühjahr 2003, ehe man die volle P4-Leistung ohne RAMBUS-Zuschlag abgreifen konnte - und mit war Intel teurer.
(Im High-End-Segment war Intel dann tatsächliche kurze Zeit billiger - aber nur für Leute, die eh Board und Speicher tauschen mussten)