Intel sieht Trendwende voraus

Intel Q2/2009: Bessere Zahlen als erwartet, EU-Strafe führt zu Verlust

Intel hat die Zahlen für das zweite Quartal 2009 vorgelegt. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr auf 8,02 Mrd. US-Dollar, der Nettoverlust betrug 398 Mio. US-Dollar. (Thilo Bayer, 15.07.2009)
 
Intel mit guten operativen Zahlen für das zweite Quartal 2009
 
Intel mit guten operativen Zahlen für das zweite Quartal 2009 [Quelle: siehe Bildergalerie]
Intel hat im zweiten Quartal 2009 einen Umsatz von 8,02 Mrd. US-Dollar erreicht. Das entspricht einem Plus von 12,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal und einem Minus von 15,3 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal.

Interessant ist wie immer der Blick auf den Gewinn. Bedingt durch die EU-Strafe von etwas mehr als 1,4 Mrd. US-Dollar erzielte Intel einen Nettoverlust von 398 Mio. US-Dollar. Ohne die EU-Strafe wäre der Nettogewinn bei 1,05 Milliarden Dollar. Im vergleichbaren Vorjahresquartal erzielte Intel noch einen Nettogewinn von 1,6 Mrd. US.-Dollar. Die Bruttogewinnmarge im Q2/2009 lag bei 51 Prozent, im Vorquartal war sie noch bei 45,5 Prozent.

Wie schon im Vorquartal, als CEO Paul Otellini glaubte, dass die "die PC Verkäufe im ersten Quartal ihre Talsohle erreicht haben", ist Intel verhalten optimistisch. "Die Ergebnisse von Intel deuten auf eine Erholung auf dem PC-Markt hin", so Otellini in seinem Kommentar. Das zweite Quartal 2009 hätte das stärkste Wachstum gegenüber dem ersten Quartal seit 1988.

Mit dem Ergebnis hat Intel die Erwartungen der Analysten übertroffen, weshalb die Intel-Aktie aktuell mit einem Plus von fast acht Prozent an der Frankfurter Börse notiert.

Weitere interessante Details aus dem zweiten Quartal 2009:
- Die Auslieferungen von Mikroprozessoren lagen über denen des ersten Quartals.
- Der durchschnittliche Verkaufspreis (ASP) für Mikroprozessoren lag unter dem des Vorquartals.
- Ohne Berücksichtung der Auslieferung von Intel-Atom-Prozessoren war der durchschnittliche Verkaufspreis im Vergleich zum Vorquartal niedriger.
- Umsätze aus dem Verkauf von Intel® Atom(tm) Prozessoren und Chipsätzen lagen bei 362 Millionen Dollar; dies entspricht einer Steigerung von 65 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.

Prognose für das 3. Quartal 2009
- Umsatz: 8,5 Mrd. Dollar, plus oder minus 400 Millionen Dollar.
- Bruttogewinnmarge: 53 Prozent, plus oder minus zwei Prozentpunkte.
- Ausgaben (F&E inklusive Marketing und Verwaltung): Ca. 2,8 Milliarden Dollar.
- Umstrukturierungskosten und Anlagenabschreibung: ca. 40 Millionen Dollar.
- Abschreibung auf immaterielle Werte und andere Kosten: ca. 40 Millionen Dollar.
- Verluste aus Kapitalbeteiligungen sowie Zinsen und andere Posten: ca. 80 Millionen Dollar.
- Abschreibung: ca. 1,2 Milliarden Dollar.

Über Intel berichtete PC Games Hardware in letzter Zeit unter anderem im Rahmen des Reports über Lynnfield-Prozessoren, außerdem bietet PC Games Hardware eine Übersicht und aktuelle Kauf-Tipps für Intel-CPUs (Juli 2009).

(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
     
 
 
Alle Artikel zu CPUs und Prozessoren von Intel und AMD finden Sie auf der CPU-Themenseite. Eine aktuelle Prozessor-Kaufberatung finden Sie im Artikel Intel- und AMD-CPUs: Test-Übersicht und aktuelle Kauf-Tipps. Mehr zum Phenom-Entwickler AMD und Core-Entwickler Intel erfahren Sie in unseren Themen-Specials.
 
 
 
Verwandte Artikel:   Intel   Q1 2009  
 
 
  1. Intel Core i5-3570K
    € 207.00
  2. Intel Core i5-3450
    € 169.60
  3. Intel Core i7-3770K
    € 308.49
  4. Intel Core i5-2500K
    € 182.00
  5. AMD Phenom II X4 965 Black Editio...
    € 88.90
  6. Intel Core i3-2120
    € 102.00
  7. Intel Core i7-3770
    € 265.00
  8. AMD FX-Series FX-8150
    € 176.84
  9. Intel Core i5-3550
    € 185.39
  10. Intel Core i7-3930K
    € 484.99
 
Aktuelle Kommentare
Marc1504
PC-Selbstbauer
16.07.2009 20:17
AW: Intel Q2/2009: Bessere Zahlen als erwartet, EU-Strafe führt zu Verlust

Quote: (Zitat von Nuklon)
Hat Maxdata nicht auch mit Software gearbeitet? Und die sind ja nicht umsonnst den Bach runter. Intel bleib auf dem Niveau stabil.
Außerdem sind 8 Mrd. schon ne ganze Menge Holz für einen produzierenden Betrieb.


Die sind den Bach runter, weil sie in der "Neuer Markt"-Blase an die Börse gingen, mit 31 Euro/Aktie emittierten und der Kurs innerhalb weniger Monate auf urealistisch niedrige 2 Euro und stürzte.
Und der Kauf der eigenen Mutter Vobis war sicher auch kein Geniestreich, im Nachhinein.

Und mit Software gearbeitet: Wenn Du das Vorinstallieren von Win auf den Rechnern meinst: Ja. Ansonsten: Nein.

ruyven_macaran
Moderator
16.07.2009 19:38
AW: Intel Q2/2009: Bessere Zahlen als erwartet, EU-Strafe führt zu Verlust

Hier gehts ja um die Umsätze, also kann uns das egal sein
Aber als Intel das letzte mal Zahlen vorglegt hat, haben sämtliche Quadcores <10% Anteil am Verkauf gehabt, d.h. den i7 kann man getrost außen vorlassen. (auch wenn er über 200€ liegt - im Falle des 920 aktuell bei 201€ ab Intel )

GR-Thunderstorm
BIOS-Overclocker
16.07.2009 13:15
AW: Intel Q2/2009: Bessere Zahlen als erwartet, EU-Strafe führt zu Verlust

Quote: (Zitat von ruyven_macaran)
Man muss dabei auch bedenken einen wie geringen Anteil die CPU und der Chipsatz eigentlich am System haben - wenn ein Mainboardhersteller sein Produkt für 150€ verkauft, dann gehen davon vielleicht 35€ an Intel. Und wenn ein PC für 1000€ verkauft wird, sind das vielleicht 200€ Umsatz.
Selbst Apple hat im letzten Jahr mehr Umsatz als Intel gemacht.


Bei den alten Sockel775er evtl ja, aber bei dem i7 ist ja allein der CPU bei über 200€. Obendrauf kommt nochmal der Chipsatz.
Allerdings kann man aus dem Umsatz imo nur schwer den Profit berechnen, wenn man die Ausgaben, die davon gedeckt werden müssen, nicht kennt.

 
 
495 User online
Anmelden & mitmachen
Benutzername:
Kennwort:
Angemeldet bleiben
Jetzt mitdiskutieren!
Jetzt bestellbar!
Alles zu Crysis 3
Die besten Deals
Komplett-PCs von PCGH
Komplett-PCs von PCGH
So unterstützen Sie PCGH
Folgen Sie PCGH
Aktuelle Heft-Ausgabe
Print: Wie hat euch das Diablo-3-Booklet gefallen?
Sehr gut (12.86%)
Gut (17.14%)
Nicht gut (4.00%)
Diablo 3 interessiert mich nicht (42.86%)
Bin Magazin-/Online-Leser (20.86%)
Sonstiges (siehe Kommentar) (2.29%)
350 Teilnehmer
PCGH-Webshops