Konrad Zuse, die Quake-Engine und die Geforce 7800 GTX kommen zur Welt (PCGH Retro 22. Juni)
Das erste Spiel mit Quake-Engine, Konrad Zuses Geburtstag und die HD 7970 bekommt ein Gigahertz - das geschah am 22. Juni. Jeden Tag wirft PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.
… 1910: Er war einer der wichtigsten Computerpioniere - und er kam aus Deutschland: Konrad Zuse, geboren am 22. Juni 1910 wurde vor allem durch seine frühen Rechenmaschinen bekannt; schon 1937 hatte er im Wohnzimmer seines Elternhauses die Z1 fertiggestellt, ein mechanisches Rechenwerk mit einer Arbeitsgeschwindigkeit von einem Hertz, das jedoch nie zuverlässig arbeitete und im Zweiten Weltkrieg mitsamt den Bauplänen einer Bombe zum Opfer fiel. Wichtiger jedoch war Zuses drittes Modell mit Namen Z3, das im Mai 1941 den Betrieb aufnahm: Die Maschine arbeitete zwar noch nicht elektronisch, rechnete aber binär und war mit Lochstreifen sogar programmierbar. Damit gilt die Z3 als erster funktionierender Digitalrechner, gewissermaßen also als erster Computer der Geschichte - wenn es auch Stimmen gibt, die diesen Titel eher dem amerikanischen ENIAC zusprechen. Dennoch: Zuse leistete wichtige Pionierarbeit auf dem Gebiet der Computer; nach dem Krieg mit der Zuse KG, die mit der Z4 den ersten kommerziellen Computer der Welt fertigte. Zuse wurde 1995 mit dem Bundesverdienstkreuz für sein Lebenswerk geehrt und starb am 18. Dezember 1995 im Alter von 85 Jahren.
… 1996: Spiele mit einigermaßen realistisch wirkender 3D-Grafik gibt es schon längst. Einer der Pioniere auf diesem Gebiet war Ultima Underworld von Origin, das 1992 auf den Markt kam und immerhin texturierte 3D-Wände bot, ein anderer der berüchtigte Shooter von id Software aus dem gleichen Jahr. Doch eine wirklich dreidimensionale Spielwelt liefert erst id Softwares neuestes Spiel, das an diesem 22. Juni 1996 herauskommt (und in Deutschland schnell indiziert wird): Der Spieler kann die mittelalterlich angehauchte Welt darin nicht nur aus jedem Blickwinkel betrachten, zur Decke und auf den Boden blicken, ihm stellen sich auch erstmals Gegner aus Polygonen in den Weg. Figuren und Gegenstände bestanden bis dahin stets aus simplen 2D-Bitmaps, doch erst jetzt wirken solche Elemente wirklich realistisch. Damit ist dieser technische Meilenstein der erste "echte" 3D-Shooter der Spielegeschichte, der nicht nur alle kommenden Spiele weit über die Grenzen des Shooter-Genres hinaus prägt, sondern auch seine Engine an mehrere Titel vererbt: Auf der ersten Quake-Engine basieren unter anderem der Meilenstein Half-Life sowie dessen höchst beliebte Mehrspieler-Modifikation Counterstrike, die selbst über ein Jahrzehnt später noch als meistgespielter Multiplayertitel im Internet gilt. Auch in dieser Hinsicht lässt sich Counterstrike auf id Softwares 1996er Meisterwerk zurückführen: Der Shooter war nämlich nicht nur technisch wegweisend, er machte auch Mehrspieler-Duelle per LAN oder Internet erst richtig populär. Mehr als 15 Jahre nach seinem Erscheinen streicht die Bundesprüfstelle Quake am 30.11.2011 wieder vom Index.
… 2005: Nvidia stellt offiziell die Geforce 7800 GTX vor - und markiert damit Jahre nach dem Geforce-FX-Debakel endgültig wieder den Anspruch auf den Grafikkarten-Thron. Der neue 110nm-Chip mit 24 "Pipelines" fällt aufgrund etlicher Verbesserungen deutlich schneller aus als der Vorgänger, die Geforce 6800 Ultra. Diese hatte sich noch eher durchwachsen gegen ATis X800/850-Reihe geschlagen. Doch die Geforce 7800 macht diese Fährnisse vergessen - allerdings auch nur, weil Ati Fertigungsprobleme mit dem modernen R520-Chip hat, welcher sich daher verspätet hatte und statt im Mai erst im Oktober 2005 erschien. Knapp vier Monate kann Nvidia sich nun also allein auf dem Grafikkartenthron breitmachen.
… 2012: Happy Half-Birthday Tahitit - so bewarb AMD die Einführung der HD 7970 in der GHz-Edition am 22. Juni 2012. Dabei handelte es sich offiziell zum den Tahiti-XT2-Chip, welcher dem normalen, nun schon ein halbes Jahr alten XT um eine Boost-Funktion voraus war. Bei ausreichend niedriger Temperatur taktete der Chip um 50 MHz hoch. Diese übertaktete HD 7970 lief Nvidia Geforce GTX 680 im PCGH-Test den Rang ab und brachte AMD für viele Monate in Sachen Performance in Front.

Da hab ich das erste mal von einem Transistor was gehört, auch wenn die Z-Reihe erst mal aus Relais war.
Und sie haben ja selber Computer gebaut (ENIAC, Colossus, Mark 1, ...).
Aber es durfte ja nicht sein, daß die bösen Deutschen etwas erfunden hatten, was die Alliierten nicht schon längst und besser konnten.
Man denke nur an die frühen amerikanischen Raketen und Jets.
Die fielen reihenweise vom Himmel, wenn sie denn von der Startrampe wegkamen oder Triebwerke ließen sich nicht wiederzünden, ... .
Man schaue sich die Vanguard Starts an (Eigenbau der Navy).
Meist sind sie schon auf der Startrampe explodiert, wenn nicht, dann kurz darauf.
Von den Schwenkflüglern von Messerschmitt, der Horten H IX, Synthesebenzin, Reinststoffherstellung (Glimmer, Motoröl, ...) und deren plötzlichen Wiedererfindung bei den ach so schlauen Amerikanern gar nicht zu reden.
Die Operation Overcast hat dann den deutschen Patenten den Garaus gemacht.
Nach dem Krieg konnte die Amerikaner plötzlich Sachen, wovon sie vorher nur geträumt haben (rauschfreie Magnetbandaufnahmen, nie gesehen Farben, Reinststoffherstellung, Turbopumpen, Tarnkappenflugzeuge, ...).
Und das haben sie alles innerhalb von 5 Jahren erfunden.
Aber dem Herrn Zuse ihren Respekt zu erweisen, ist bis heute nicht geschehen.
Und die Spackos vom Nobelpreiskommittee scheinen auch hart unter der Knute der Alliierten zu stehen, sonst hätten sie das selber erkannt und den Preis verliehen.
Nachtrag:
Hier gibt es die HD-Version von Doom, Heretic und Hexen als Aufsatz, wenn man eine Originalversion oder die GOG- oder Steam-Version hat:
https://dengine.net/ .
"Dank" der Alliierten hat er nie den verdienten Nobelpreis bekommen.
Aber erhat ja eine ganz neue Sparte erfunden.
Bei uns in der Nähe ist das Konrad Zuse Museum in Hühnfeld.
Da kann man die Z23 und die Z11 sehen.
Die Z4 steht im Deutschen Museum in München:
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Es wird Zeit, daß Corona vorbei ist für eine Computer-Tour.
Durch Geheimhaltung, die zeitliche Einordnung und die Niederlage war den Alliierten und vielen Deutschen - denke ich jedenfalls - nicht einmal bewusst, dass es diesen Computer (bzw. sowas wie Computer generell) überhaupt gab.