Grusel trifft Physx

Cryostasis im Test: Grafikkarten- und Physx-Benchmarks des DX10-Titels

Cryostasis nutzt neben DirectX 10 auch Nvidias GPU-beschleunigtes Physx. Wir schicken nicht nur sieben aktuelle Mittel- und Oberklasse-Karten durch unseren arktischen Benchmark-Parcours, sondern testen auch, welchen Einfluss Physx auf Optik und Leistung hat. (Marc Sauter, 27.05.2009)
 
Cryostasis: Grafikkarten- und Physx-Benchmarks des DX10-Titels
 
Cryostasis: Grafikkarten- und Physx-Benchmarks des DX10-Titels [Quelle: siehe Bildergalerie]
Cryostasis: Überblick
Cryostasis - Sleep of Reason versetzt Sie in die Rolle des Russen Alexander Nesterov, welcher in der Arktis einen Eisbrecher erkundet und dessen Geheimnis auf den Grund geht. Neben Rätseln bekommen Sie es in dem Survival-Shooter auch mit Untoten zu tuen, die Sie mit gewöhnlichen Waffen wie Gewehren oder Fäusten oder eher ungewöhnlichen Waffen wie einer Wasserkanone oder einer Axt zurück in den Tiefschlaf versetzen. Mehr zum spielerischen Teil erfahren Sie im Test von Cryostasis - Sleep of Reason bei den Kollegen der PC Games.

Cryostasis: Physx im Detail plus Video-Vergleich
Bereits im Dezember 2008 nahmen wir die DX10-Techdemo von Cryostasis unter die Lupe. Diese veranschaulichte einzig und alleine die optionalen, zusätzlichen Physx-Effeke; das dazugehörige Video finden Sie am Ende des Artikels.

• Smoothed Particle Hydrodynamics (SPH) zur realistischen Darstellung von Wasser
• Deutlich realistischere Hitzedarstellung inklusive schmelzendem Eis
• Eiszapfen zerplatzen bei Beschuss/Schlägen in viele einzelne Kristalle
• Schüsse oder Schläge auf gefrorene Zombies lassen Einsplitter aufspritzen
• Sprühende Funken reagieren mit der Umgebung

Ein uns von Nvidia zur Verfügung gestelltes 720p-Video demonstriert die Unterschiede zwischen der Standard-Physik und der um die aufgelisteten Effekte erweiterten Physik:



Cryostasis: Grafikkarten- und Physx-Benchmarks des DX10-Titels: Unsere Einstellungen für mittlere Details (hier 1.280 x 800 mit zusätzlichen Physx-Effekten)
 
Cryostasis: Grafikkarten- und Physx-Benchmarks des DX10-Titels: Unsere Einstellungen für mittlere Details (hier 1.280 x 800 mit zusätzlichen Physx-Effekten) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Cryostasis: Grafikkarten- und Physx-Benchmarks des DX10-Titels: Unsere Einstellungen für maximale Details (hier 1.680 x 1.050 mit zusätzlichen Physx-Effekten)
 
Cryostasis: Grafikkarten- und Physx-Benchmarks des DX10-Titels: Unsere Einstellungen für maximale Details (hier 1.680 x 1.050 mit zusätzlichen Physx-Effekten) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Cryostasis: Benchmark und Einstellungen
Unsere Benchmark-Szene zeigt Nesterovs Weg durch mehrere Räume des Eisbrechers. Im letzten Raum geht es per Wasserkanone einem Zombie an den vereisten Kragen. Dieser wirft einen Schrank als Deckung um, welcher Funken schlägt und mit den SPHs eine sehr hohe Physik-Last erzeugt.

Da Cryostasis trotz nur mäßiger Optik auch High-End-Hardware ans Limit treibt, testen wir neben maximalen in 1.680 x 1.050 ausnahmsweise auch mittlere Details in 1.280 x 800 - jeweils ohne MSAA und AF, dafür aber im DX10-Modus. Des Weiteren benchen wir beide Einstellungen einmal mit und einmal ohne die "Advanced PhysX effects".

Cryostasis: Grafikkarten- und Physx-Benchmarks des DX10-Titels: Screenshot aus unserer Benchmark-Szene
 
Cryostasis: Grafikkarten- und Physx-Benchmarks des DX10-Titels: Screenshot aus unserer Benchmark-Szene [Quelle: siehe Bildergalerie]


Cryostasis: Benchmarks mit zusätzlichen Physx-Effekten
Mit maximalen Details und aktivieren Zusatz-Effekten zwingt Cryostasis in 1.680 x 1.050 problemlos eine Geforce GTX 285 in die Knie. Selbst in Kombination mit einer dedizierten 8800 GT einzig für die Physx-Effekte, welche die Fps um 20 Prozent steigert, reicht es nur für rund 33 Bilder pro Sekunde. In 1.280 x 800 läuft der Titel auf einer GTX 260-216 zwar ebenfalls mit über 30 Fps im Schnitt, während des Kampfes sinken die Fps jedoch nichtsdestotrotz in den unspielbaren Bereich. Mit einer noch langsameren Karte sollten Sie sich erst gar nicht an maximalen Details versuchen, gleiches gilt für eine Radeon: Hier müssen die Zusatz-Effekte von der CPU berechnet werden - zuviel für den übertakteten Core i7, die Fps fallen unter 10 Bilder pro Sekunde. Der alte Trick, eine aktuelle Radeon mit einer Ageia-PPU zu kombinieren, funktioniert auch in Cryostasis: Die Radeon HD 4890 erzielt samt der Physx-Karte immerhin 25 respektive 37 Fps und schiebt sich damit zwischen eine GTX 260-216 und eine GTX 285.

An dieser Stelle möchten wir noch anmerken, dass die Engine bzw. der Treiber im Falle der Geforces mit maximalen Details samt Zusatz-Effekten während es Kampfes reproduzierbar jedes zweite oder dritte Mal schlicht abstürzt - offenbar ist die GPU-Last zu hoch. Mit der Ageia-PPU oder wenn die CPU die Berechnung übernimmt, ist die Framerate zwar sehr niedrig, Cryostasis aber läuft stabil.

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Cryostasis: Benchmarks ohne zusätzliche Physx-Effekte
Deaktivieren Sie die Zusatz-Effekte, läuft Cryostasis spürbar flotter. In 1.280 x 800 mit mittleren Details spielen Sie mit einer 1G-Mittelklasse-Karte flüssig, die beiden 512er-Modelle sind nach wie vor überfordert. In 1.680 x 1.050 sollten Sie mindestens eine Geforce GTX 260-216 oder Radeon HD 4890 ihr Eigen nennen. Letztere ist durchweg einen Tick langsamer als die Geforce, gefolgt von der HD 4870/1G, welche sich vor die GTS 250/1G schiebt - Cryostasis ist nicht umsonst Teil des The Way It's Meant To Be Played-Programmes. Interessant: Die Geforces legen ohne die Zusatz-Effekte um teils weit über 50 Prozent zu: Je schwächer die Karte, desto größer der Gewinn; offenbar sind die Physikberechnungen extrem aufwendig. Ebenfalls spannend sind die Abstände der Nvidia-Beschleuniger untereinander: Der prozentuale Fps-Abstand ist nahezu 1:1 vergleichbar mit den Unterschieden hinsichtlich der FLOPS (Shader-Power).

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Cryostasis: Fazit
Die zusätzlichen Physx-Effekte finden wir zwar sehr gelungen, insbesondere da diese aufgrund der ansonsten wenig pompösen Grafik positiv herausstechen, in Anbetracht des fast schon als horrend zu bezeichnenden Hardware-Hungers von Cryostasis verpufft diese Aufwertung jedoch bedingt durch die heftigen Leistungseinbußen. Die Tatsache, dass die Kombination aus Nvidia-Grafikkarte und maximalen Details samt Zusatz-Effekten zum (reproduzierbaren) Absturz führt, hinterlässt zudem einen bitteren Nachgeschmack - eine Lösung fanden wir bisher trotz intensiver Suche nicht. Somit bleibt festzuhalten, dass Cryostasis - um es eher positiv auszudrücken - ein in vielerlei Hinsicht außergewöhnlicher Titel ist, spielerisch wie technisch.

Abschließend noch die weiter oben erwähnte DX10-Physx-Techdemo:

 
 
Alle Infos zu Crysis 2, dem Ego-Shooter von Crytek, finden Sie auf der Themenwebseite. Alle News und Gerüchte zu Battlefield 3, dem Shooter von EA/DICE, finden Sie auf der PCGH-Themenwebseite. Die ersten Infos zu Modern Warfare 3, dem Shooter von Activision, finden Sie auf der PCGH-Themenwebseite.
 
 
 
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Aktuelle Kommentare
zeffer
Sysprofile-User
25.06.2010 22:02
AW: Cryostasis im Test: Grafikkarten- und Physx-Benchmarks des DX10-Titels

Quote: (Zitat von PCGH_Marc)
Wie im Text steht, waren die Geforces der Knackpunkt. Die CPU spielt keine Rolle.

selbste eine gtx480 ist nicht in der lage ohne advancet physx es dauer flüssig darzu stellen bei der steam version

diu_tesc_g.o.
Freizeitschrauber
05.07.2009 01:17
AW: Cryostasis im Test: Grafikkarten- und Physx-Benchmarks des DX10-Titels

Quote: (Zitat von greentea908)
Schon bei dem Wort FLOPS fang ich an zu lachen. Kann doch nicht euer Ernst sein, sein mit diesem Mist zu beschäftigen als Spielespieler ^^ Extrem seriös ^^ hehe Fakt ist: Menschen die Computerspiele spielen, können nicht erwachsen sein bzw. haben keine Zeit etwas sinnvolles zu tun. Das sollte der Bund wirklich mal in das Grundgesetz vermerken ^^



), manchmal machen wir doch was sinnvolles,nämlich spielen.....

ist ein großer unterschied zwischen der uncut und der 16er version,wollte mir das spiel auch zulegen.

PCGH_Marc
Humanoider BenchMarc
03.06.2009 20:00
AW: Cryostasis im Test: Grafikkarten- und Physx-Benchmarks des DX10-Titels

Unsere US-Version hatte den Patch schon drin iirc. Wir haben nicht die Benchfuktion genutzt, sondern eine Spielszene und Fraps.

 
 
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