Vom ersten Celeron, Windows 2000 und PCI-Express (PCGH-Retro, 17. Februar)

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Vom ersten Celeron, Windows 2000 und PCI-Express (PCGH-Retro, 17. Februar)
Quelle: PC Games Hardware

Vom ersten Celeron, Windows 2000 und PCI-Express - das geschah am 17. Februar. Jeden Tag wirft PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.

...1998: Der Trend geht zum PC für weniger als 1.000 US-Dollar - doch Intel ist in diesem Bereich kaum präsent, konkurrierende CPU-Hersteller wie Cyrix und AMD beherrschen den wachsenden Billigmarkt. Das soll sich ändern: Am 17. Februar 1998 kündigt Intel für April den ersten Celeron mit Covington-Kern an, einen seines L2-Caches beraubten und damit billigeren Pentium II. Auch wenn der Covington ohne diesen Cache arg langsam ausfällt und der Celeron bald als "Deceleron" verspottet wird: Spätere Modelle (dann wieder mit Cache) liefern durchaus ansprechende Leistung fürs Geld, der Celeron wird im Laufe der Jahre zu einer festen Größe im Intel-Programm.

...2000: Ein Betriebssystem auf der modernen technischen Basis der Windows-NT-Reihe, aber mit der leicht bedienbaren Benutzeroberfläche und Multimedia-Tauglichkeit eines Windows 98 - erst Windows XP wird diese zwei Welten endgültig miteinander vereinen, doch schon dessen Vorgänger kommt diesem Ideal sehr nahe: Windows 2000, das am 17. Februar 2000 auf den Markt kommt. Das System mit der internen Bezeichnung NT 5.0 richtet sich an professionelle Anwender; für den Heimgebrauch ist Windows Me gedacht, das noch auf DOS basiert. Dennoch findet das neueste Windows auch unter Heimanwendern viele Freunde. Neu in Windows 2000 sind etwa volle USB-Unterstützung, NTFS 3 und das WDM-Treibermodell.

...2004: ISA, VLB und PCI kamen und gingen, aber echte Bedeutung für PC-Spieler hatte der Accelerated Graphics Port, welcher seit 1996 existierte. Von doppelter bis hin zu sechzehnfacher PCI-Geschwindigkeit, mithin 266 bis 2.133 MB/s, wurden parallel Daten übertragen, doch dann war das Ende der Fahnenstange erreicht, weitere parallele Verbindungen mit entsprechend gesteigerter Datenrate liessen sich nicht mehr kostengünstig in der Massenfertigung einsetzen und so entschied man sich für PCI-Express als Hochgeschwindigkeitsstandard der Zukunft, den auch Grafikkarten nutzen sollten. An diesem 17. Februar 2004 kündigte Nvidia offiziell die erste PCI-Exrpess-Kartenfamilie an. Diese bestand aus der Geforce-FX-Reihe samt Brückenchip: Geforce PCX 5950, 5750, 5300 und 4300 (letzterer allerdings auf Basis der Geforce 4 MX). Geschwindigkeitsrekorde brachen die Chips sowieso nicht und durch die PCI-Express-Brücke wurden sie auch nicht gerade schneller. Die ersten nativen PCIe-Chips zeigte Ati auf der Cebit 2004.

Weitere Informationen
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    • Kommentare (46)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Thomas2605 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Das waren Zeiten! Hatte damals die 2. Generation Celeron in Slot 1 Bauweise... den Celeron 300A.
        FSB einfach per Jumper vonn 66 auf 100Mhz hoch und schon lief der Kumpel problemlos mit 450Mhz.
        Der L2 Cache war zwar nur 128kb anstatt 512kb aber dafür lief der mit vollen Prozessortakt und nicht mit halbierten.
        Dieser Umstand hat den "getunten" Celeron in einigen Anwendungen sogar vor den 450Mhz Pentium 2 gebracht und das für einen Bruchteil des Geldes.
      • Von Thomas2605 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Das waren Zeiten! Hatte damals die 2. Generation Celeron in Slot 1 Bauweise... den Celeron 300A.
        FSB einfach per Jumper vonn 66 auf 100Mhz hoch und schon lief der Kumpel problemlos mit 450Mhz.
        Der L2 Cache war zwar nur 128kb anstatt 512kb aber dafür lief der mit vollen Prozessortakt und nicht mit halbierten.
        Dieser Umstand hat den "getunten" Celeron in einigen Anwendungen sogar vor den 450Mhz Pentium 2 gebracht und das für einen Bruchteil des Geldes.
      • Von antonrumata Freizeitschrauber(in)
        Ich habe damals sehr gerne mit Windows 2000 gearbeitet. Das System lief eine ganze Weile in unserem Computerkabinett. Windows ME hingegen flog nach ein paar Wochen echten und ehrlichen Bemühens vom heimischen Rechner. Was für ein Mist.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Ich hatte mal das AMD Gegenstück den Duron. Das 750 Mhz Modell.
      • Von nonamez78 Freizeitschrauber(in)
        Gab es bei den ersten Celeronskis nicht ein Modell was mit 100 MHz FSB kam, aber einfach so mit 133 MHz lief?
        Das gute Stück kam in einer Rechenleistung dann an einen deutlich schnelleren P3 ran, nur der Cache fehlte.
        Ich hab damals als Studi in einer PC Werkstatt gearbeitet und erinnere mich dunkel, dass die Celerons kurzzeitig zum spielen von Quake total angesagt waren. Lange her. Da gabs meiner Erinnerung nach 3Dfx gerade noch.
      • Von Sidewinder Software-Overclocker(in)
        Ja, das waren noch Zeiten, wo sich Übertakten richtig gelohnt hat!
        Damals hat man sich noch mit dem Dremel Löcher in das Gehäuse geschnitten, Airducts gebastelt, Industrie Lüfter zweckentfremdet, andere Spannungsregler auf das Mainboard gelötet oder sich im in der Zoohandlung mit Aquariumzubehör für die WaKü eingedeckt.
        Heute nennt man es Modding wenn man sich mit Bunten LED bestückte Komponenten einbaut

        Nach einem Bericht in der PCGames über den übertaktungsfreudigen Celeron, musste ich den auch unbedingt haben.
        Selbst mit einem Dual-Mainboard und zwei Celerons war man günstiger unterwegs als mit den damaligen High-End Prozessoren, aber um ein vielfaches schneller.
        Der hat bei mir noch lange Zeit als Server und Proxy zum blockieren der Werbung fungiert (ja liebe Kinder, das war bevor es Adblocker für Browser gab).

        Viele Grüße
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