Zwei der fünf neuen Modelle: Phenom II X3 720 BE (links) und Phenom II X4 810 (rechts) [Quelle: siehe Bildergalerie]
"AMD ist zurück im Spiel": So lautete unser Fazit nach dem
Test des Phenom-II-Prozessors, denn er machte seinen mäßig erfolgreichen Vorgänger vergessen und brachte AMD wieder auf Augenhöhe mit Intels Core 2 Quad - bei niedrigeren Preisen. Doch nur einen Monat später legt AMD nach und zündet heute eine weitere CPU-Stufe: den Phenom II für den Sockel AM3 samt DDR3-Unterstützung.
Rückblick: AMD Phenom II Der Phenom II X4 mit Codenamen Deneb löst die erste vierkernige Phenom-Generation ab, auch bekannt als K10 oder Agena. Der Wechsel von 65- auf 45-Nanometer-Technik senkt Kosten sowie Leistungsaufnahme und soll höhere Taktfrequenzen erlauben, zugleich wuchs der L3-Cache von 2 auf 6 MiByte. Die ersten beiden Phenom-II-Modelle waren der X4 940 BE mit 3 Gigahertz und der mit immerhin 2,8 GHz getaktete X4 920 - beide arbeiten also mit höherer Frequenz als der schnellste Ur-Phenom, der X4 9950 BE mit 2,6 GHz. Dank dieser und weiterer Verbesserungen erreicht der 940 BE das Leistungsniveau eines teureren Core 2 Quad Q9550. Als AM2+-Prozessor passt der Phenom II in viele vorhandene Mainboards und nutzt ausschließlich DDR2-RAM - bis jetzt.
Phenom II X4 810 (AM3) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Phenom II, die Zweite AMD hatte eine weitere Neuerung in petto, die Unterstützung von DDR3-Speicher. Intels Core 2 kann mithilfe bestimmter Mainboard-Chipsätze schon lange mit dem neuen Standard umgehen, der höhere Speicherfrequenzen erlaubt; der Controller des Core i7 versteht sich sogar nur noch mit DDR3-RAM. Nun zieht der Phenom II nach, die fünf neuen Modelle vom X3 710 bis zum X4 910 (siehe Tabelle unten) kommen ebenfalls mit DDR3-Speicher zurecht. Dies gelingt ihnen allerdings nur, wenn sie auf einer AM3-Platine zum Einsatz kommen - steckt man sie in den alten Sockel AM2+, sind sie wie gehabt auf DDR2 angewiesen und unterscheiden sich technisch kaum noch von den reinen AM2+-Modellen 920 und 940 BE.
So sieht es AMD auch vor: Im Gegensatz zu den neuen Prozessoren hat AMD den zugehörigen Sockel AM3 noch gar nicht offiziell vorgestellt, das wird wohl erst im März oder gar noch später geschehen. Daher empfiehlt der Hersteller auch, Tests auf ausgereiften AM2+-Platinen durchzuführen. Damit geht allerdings der potenzielle DDR3-Vorteil verloren, wir haben die Mehrzahl unserer Messungen daher auf einer AM3-Platine samt DDR3-RAM durchgeführt. Die Platinen sind final, durch frische BIOS-Versionen kaum noch Änderungen an der Performance zu erwarten - dennoch ist unser Test eher als eine AM3-Vorschau zu werten. Zum Vergleich testen wir den X4 810 aber auch auf einer AM2+-Platine mit DDR2 und ermitteln so den Vorteil des teureren DDR3-RAMs (siehe Cinebench-Test).
Fünf neue Modelle stellt AMD vor, zwei davon auch für den Einzelhandel. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Phenom II AM3: Die neuen CPUs im Detail Fünf Prozessoren entlässt AMD am heutigen 9. Februar auf den Markt: Unterhalb von X4 940 BE und 920 platziert sich der Phenom II X4 910 mit 2,6 GHz. Als neue Vierkern-Einsteigerklasse dient aber die 800er-Serie, den Anfang machen hier der X4 810 (2,6 GHz) und der 805 (2,5 GHz); im Gegensatz zu den 900ern müssen diese mit 4 statt 6 MiByte L3-Cache auskommen, was die meisten Spiele aber nicht weiter stören sollte. All diese Prozessoren tragen weiterhin Deneb-Technik in sich - genau wie der neue Dreikerner X3, auch wenn er den Namen Heka verpasst bekam. In ihm sind nur drei Kerne aktiv, sodass er sich auch mit 3 x 512 KiByte, also insgesamt 1,5 MiByte L2-Cache bescheiden muss. Dafür darf er über die vollen 6 MiByte L3-Speicher verfügen. Als 720 BE mit offenem Multiplikator arbeitet er mit 2,8 GHz, der 710 als kleinster Neuling kommt auf 2,6 GHz. Später ist noch mit zweikernigen Modellen zu rechnen, die aber (wie der X2 7750 BE) vermutlich nicht Phenom, sondern Athlon heißen werden.
Phenom II X4 810: CPU-Z erkennt zwar den Prozessor, nicht aber seinen Sockel. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Für alle Neuen erhöht AMD den Takt der Hypertransport-Schnittstelle von 1.800 (Phenom II AM2+) wieder auf jene 2.000 MHz, mit denen schon das alte Topmodell 9950 BE arbeitete; die schnellere Anbindung an den Mainboard-Chipsatz verspricht aber kaum mehr Leistung. Sonst bleibt die Architektur des Phenom II unangetastet.
| Prozessor |
Codename |
Kerne |
Takt |
Multipl. |
HT-Takt |
L2-Cache |
L3-Cache |
Sockel |
RAM-Contr. |
TDP |
Termin |
| Phenom II X4 940 BE |
Deneb |
4 |
3,0 GHz |
15 (offen) |
1.800 MHz |
2 MiByte |
6 MiByte |
AM2+ |
DDR2 |
125 W |
Januar 2009 |
| Phenom II X4 920 |
Deneb |
4 |
2,8 GHz |
14 |
1.800 MHz |
2 MiByte |
6 MiByte |
AM2+ |
DDR2 |
125 W |
Januar 2009 |
| Phenom II X4 910 |
Deneb |
4 |
2,6 GHz |
13 |
2.000 MHz |
2 MiByte |
6 MiByte |
AM3/AM2+ |
DDR3/DDR2 |
95 W |
Februar 2009 |
| Phenom II X4 810 |
Deneb |
4 |
2,6 GHz |
13 |
2.000 MHz |
2 MiByte |
4 MiByte |
AM3/AM2+ |
DDR3/DDR2 |
95 W |
Februar 2009 |
| Phenom II X4 805 |
Deneb |
4 |
2,5 GHz |
12,5 |
2.000 MHz |
2 MiByte |
4 MiByte |
AM3/AM2+ |
DDR3/DDR2 |
95 W |
Februar 2009 |
| Phenom II X3 720 BE |
Heka |
3 |
2,8 GHz |
14 (offen) |
2.000 MHz |
1,5 MiByte |
6 MiByte |
AM3/AM2+ |
DDR3/DDR2 |
95 W |
Februar 2009 |
| Phenom II X3 710 |
Heka |
3 |
2,6 GHz |
13 |
2.000 MHz |
1,5 MiByte |
6 MiByte |
AM3/AM2+ |
DDR3/DDR2 |
95 W |
Februar 2009 |
| Phenom X4 9950 BE |
Agena |
4 |
2,6 GHz |
13 (offen) |
2.000 MHz |
2 MiByte |
2 MiByte |
AM2+ |
DDR2 |
125/140 W |
2008 |
| Phenom X3 8850 BE |
Toliman |
3 |
2,5 GHz |
12,5 (offen) |
1.800 MHz |
1,5 MiByte |
2 MiByte |
AM2+ |
DDR2 |
95 W |
2008 |
Auf den folgenden Seiten finden Sie die Ergebnisse unserer Benchmark-Tests.
Weitere Artikel zum Thema:
Die ersten AM3-Mainboards im PCGH-Labor Test Phenom II X4 mit Deneb-Kern Diese Mainboards unterstützen den Phenom II Phenom II auf 6,5 GHz übertaktet Preisvergleiche:
Preisvergleich Phenom II AM3 Preisvergleich Phenom II X4 940 BE Preisvergleich Phenom II X4 920 Preisvergleich Core 2 Quad Q9550 Preisvergleich AM3-Mainboards Preisvergleich DDR3-RAM
Alle Artikel zu
CPUs und Prozessoren von Intel und AMD finden Sie auf der CPU-Themenseite. Eine aktuelle Prozessor-Kaufberatung finden Sie im Artikel
Intel- und AMD-CPUs: Test-Übersicht und aktuelle Kauf-Tipps. Mehr zum
Phenom-Entwickler AMD und
Core-Entwickler Intel erfahren Sie in unseren Themen-Specials.
Komplett-PC-Aufrüster
14.02.2009 00:49
Gibt eine (mehr oder weniger) offizielle AUssage von AMD zu diesem Problem!
hab ich ja selbst schon geschrieben das RAM hersteller auf AMD Optimierte RAM rausbringen könnten.
da wen du mitgelesen hättest ich selbst schon ein lösungsvorschlag machte das man einfach sich OCZ ram hintweaket/crackt das sie exakt passen.
das beispiel von mir war zwar für den Phenom1 aber sollte in der art auch für den PhenomII funktionieren.
wen währe schön von seiten AMDs wen die eine Ram Kompatilitäts liste veröffendlichen würden wen es tatsächlich ram gibt wo es gehen sollten WAS SIE ABER BISHER NICHT MACHTEN WESWEGEN MAN DAVON AUSGEHEN MUSS DAS ES NICHT GEHT.
ist ja sonnst wie Halbschwanger was es auch nicht gibt sondern es gibt nut schwanger oder nicht schwanger in dem fall Leuft oder Leuft nicht!
1333er ram ist langweilig wieso nicht 2200er ram ? *G*
Lötkolbengott
13.02.2009 20:00
@Qaridarium
Gibt eine (mehr oder weniger) offizielle AUssage von AMD zu diesem Problem!
PCGH-Community-Veteran
13.02.2009 16:43
The Spring Project
Epic
Ok, dann kenne ich das wohl nicht, aber wenn das Spiel bei mir ruckeln würde, dann interessiert mich das nicht, da ich es eh nicht spiele. Andere Spiel ruckeln nicht, selbst das ziemlich schlecht portierte/programmierte GTA 4 läuft flüssig.
Aber das ist alles offtopic