Irrtümer: Intels 10 Gigahertz, Nvidias CineFX und AMDs 800 Mio. fehlende Transistoren (PCGH-Retro, 18. November)
Der Tag der Irrtümer:Intels 10 Gigahertz, Nvidias CineFX und AMDs 800 Mio. fehlende Transistoren - das war der 18. November. Jeden Tag wirft PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.
...1970: Laut diverser Webseiten ist dieser 18. November im Jahre 1970 der Tag, an dem Microsoft-Mitgründer Bill Gates mit dem Programmieren beginnt. Ob sich das in die Liste der folgenden "Irrtümer" einreihen lässt, wollen wir lieber Ihrem Urteil überlassen.
...1996: Prozessoren werden immer schneller. Und der Gradmesser für die Geschwindigkeit eines Mikrochips ist dieser Tage vor allem die Taktfrequenz, mit der er arbeitet. 200 MHz erreichen die schnellsten Modelle zu dieser Zeit - da klingt es unglaublich, was Intels CEO Andrew Grove am 18. November 1996 bei seiner Rede auf der Comdex in Las Vegas verspricht: In 15 Jahren, also im Jahre 2011, sollen Intels schnellste Prozessoren mit 10 Gigahertz arbeiten und aus einer Milliarde Transistoren bestehen.
Doch bei dieser Prognose bleibt es nicht - Intel wird sogar noch optimistischer: Sechs Jahre später, auf dem IDF in Tokyo, verspricht Intels Cheftechniker Pat Gelsinger, Prozessoren würden schon im Jahre 2010 auf 15 GHz kommen. Die Pentium-4-Architektur sollte für immerhin 10 GHz gut sein, der kommende Prescott bereits auf 5 GHz kommen, sein Nachfolger auf 6 GHz; der 15-GHz-Chip hingegen sollte auf einer neuen Architektur basieren.
Von diesen ehrgeizigen Plänen rückt Intel jedoch bald wieder ab. 2004 stellt sich langsam die Erkenntnis ein, dass der Pentium 4 ohne explodierende Leistungsaufnahme nicht einmal auf 4 GHz zu treiben ist - das schnellste offiziell erhältliche Modell der gesamten P4-Reihe arbeitet denn auch nur mit 3,8 GHz. Höhere Performance soll nun anders erreicht werden: durch architektonische Verbesserungen, größere Caches und vor allem mehr Prozessorkerne. Auch wenn die Transistorzahl die Milliardengrenze längst überschritten hat, von den einst anvisierten 10 oder gar 15 GHz ist Intel im Jahre 2010 noch weit entfernt - die Taktfrequenz als Gradmesser der Performance hat ausgedient.
...2002: Der neue Prozessor läutet eine Ära des cinematischen Computing ein - was im Nachhinein ein wenig wie Hohn klingt, war der Beginn der Pressemitteilung mit welcher Nvidia an diesem Tage auf der Comdex die Geforce FX ankündigte. Kinoähnlich waren an dem zugegeben hochkomplexen Chip lediglich die niedrigen Fps-Raten unter Nutzung der neuen DirectX-9-Schnittstelle und erst mit der Folgearchitektur in der Geforce-6-Reihe konnte Nvidia wieder Anschluss an die davongezogenen Modelle von Ati finden, welche die Geforce FX in Grund und Boden rechneten. Lediglich bei Titeln, die wie etwa UT2004 noch zum größten Teil auf ältere Technik setzen, konnten die Spitzenmodelle der Geforce FX konkurrenzfähige Leistung abliefern.
… 2011: AMD kämpft gegen die übermächtige Konkurrenz in Form von Intel einen Kampf gegen Windmühlen. Ab und an jedoch gelingt es den Texanern, die eine oder andere Delle in die Flügel zu schlagen. Was zuletzt mit Athlon und Athlon 64 gelang, soll nun - geht es nach dem Willen von AMD-Mitarbeitern und -Anhängern, mit dem Bulldozer wiederholt werden. Die neuartige Architektur erzeugte bereits im Vorfeld einigen Wirbel, unter anderem sollte eine Art "Anti-Hyperthreading" (oder Reverse-Hyperthreading), so der Wortlaut des damaligen Gerüchts, eingesetzt werden. Schlussendlich war damit das Modulkonzept gemeint, bei dem sich zwei Integer-Kerne bestimmte Ressourcen teilen; weitere Informationen finden Sie in unserem Test der AMD Bulldozer-CPUs. Was dort auch steht, ist die Transistorenzahl, von AMD mit rund 2 Milliarden angegeben. Doch wie es scheint, hatte man sich da etwas verzählt. Nachdem Intel bereits die Schaltungsanzahl der Sandy-Bridge-Prozessoren von 995 Mio. auf 1,16 Mrd. korrigierte, bestätigt AMD an diesem Tage auf PCGH-Nachfrage, dass beim Bulldozer in Form des Orochi-Chips nicht etwa 2 Milliarden sondern "nur" etwa 1.200 Millionen der kleinen Schaltkreise vorhanden sind.
Weitere Informationen
• Der schnellste Pentium 4
• Erste CPU mit 100 Kernen
• AMD bestätigt: Bulldozer mit 1,2 Mrd. Transistoren

https://valid.x86.fr/7s8p...20 ?
Von diesen ehrgeizigen Plänen rückt Intel jedoch bald wieder ab.
Jetzt verstehe ich warum Intel die Effizienz nicht so wichtig ist man will sein Versprechen halten.
Wir schreiben uns in 20 Jahren wieder mal sehen, ob es geklappt hat. ^^
..2002: Der neue Prozessor läutet eine Ära des cinematischen Computing ein - was im Nachhinein ein wenig wie Hohn klingt, war der Beginn der Pressemitteilung mit welcher Nvidia an diesem Tage auf der Comdex die Geforce FX ankündigte. Kinoähnlich waren an dem zugegeben hochkomplexen Chip lediglich die niedrigen Fps-Raten unter Nutzung der neuen DirectX-9-Schnittstelle und erst mit der Folgearchitektur in der Geforce-6-Reihe konnte Nvidia wieder Anschluss an die davongezogenen Modelle von Ati finden, welche die Geforce FX in Grund und Boden rechneten. Lediglich bei Titeln, die wie etwa UT2004 noch zum größten Teil auf ältere Technik setzen, konnten die Spitzenmodelle der Geforce FX konkurrenzfähige Leistung abliefern.
RIP ATI
2011: AMD kämpft gegen die übermächtige Konkurrenz in Form von Intel einen Kampf gegen Windmühlen. Ab und an jedoch gelingt es den Texanern, die eine oder andere Delle in die Flügel zu schlagen. Was zuletzt mit Athlon und Athlon 64 gelang, soll nun - geht es nach dem Willen von AMD-Mitarbeitern und -Anhängern, mit dem Bulldozer wiederholt werden. Die neuartige Architektur erzeugte bereits im Vorfeld einigen Wirbel, unter anderem sollte eine Art "Anti-Hyperthreading" (oder Reverse-Hyperthreading), so der Wortlaut des damaligen Gerüchts, eingesetzt werden. Schlussendlich war damit das Modulkonzept gemeint, bei dem sich zwei Integer-Kerne bestimmte Ressourcen teilen; weitere Informationen finden Sie in unserem Test der AMD Bulldozer-CPUs. Was dort auch steht, ist die Transistorenzahl, von AMD mit rund 2 Milliarden angegeben. Doch wie es scheint, hatte man sich da etwas verzählt. Nachdem Intel bereits die Schaltungsanzahl der Sandy-Bridge-Prozessoren von 995 Mio. auf 1,16 Mrd. korrigierte, bestätigt AMD an diesem Tage auf PCGH-Nachfrage, dass beim Bulldozer in Form des Orochi-Chips nicht etwa 2 Milliarden sondern "nur" etwa 1.200 Millionen der kleinen Schaltkreise vorhanden sind.
AMD konnte früher schon nicht zählen.^^
Frequency 10Ghz (4X the frequency of a microwave oven)
MIPS 100,000 (equivalent to 100 thousand VAX 1180s which were as large as refrigerators and were about 1MIPS)
Ein Transistor alleine ist nun mal kein Schaltkreis.