Der erste Transistor wird patentiert - das geschah am 3. Oktober. Jeden Tag wagt PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.
(Henner Schröder, 03.10.2011)
PCGH-Retro, 03. Oktober [Quelle: siehe Bildergalerie]
… 1950: Ein kleiner Schalter verändert die Welt: Ohne Transistoren wäre die Computerrevolution undenkbar. An diesem 3. Oktober des Jahres 1950 wird den Bell-Mitarbeitern John Bardeen, Walter Brattain und William Shockley das US-Patent für ihre Erfindung erteilt, der Transistor löst in den folgenden Jahren die Röhre ab und wird zur Grundlage aller späteren Rechner. Entwickelt hatten ihn die drei Forscher, die dafür später den Physik-Nobelpreis erhalten, bereits im Dezember 1947 - doch eigentlich liegt die Erfindung dieses überaus wichtigen Bauteils noch weiter zurück: Erste Patente wurden schon 1926 in Deutschland angemeldet.
Erste Patente wurden schon 1926 in Deutschland angemeldet.
Tja, wenn mal etwas genauer nachforscht, ist das wieder ein Patent, daß sich andere "ausgeborgt" haben und jetzt Tandiemen aus den daraus resultierenden Produkten erhalten. Riesensauerei dem Patentinhaber gegenüber!
Das Arbeitspferd der Leistungselektronik für lange Zeit - der 2N3055.
Pv = 115W, U CE max = 60V, Ic = 15A.
Aufgrund seiner hervorragenden Eigenschaften wurde er als Schalt- und Verstärkertransistor eingesetzt und bildete lange den einen Endstufen-Transistor bei vielen HiFi-Verstärkern. Die erstaunlich hohe Verstärkung von 20 ... 70 war lange Zeit einmakig für einen Endstufentransistor. Und mit der Grenzfrequenz von 3 MHz war er für Schalt- und NF-Anwendungen geeignet.
Das hätte man mit einer Eingabe bei wikipedia sofort gefunden (und ich arbeite nicht in der PCGH-Redaktion; jedenfalls hab ich noch keine Tandiemen gesehen).
Die Sache mit der Reinigung des Grundmaterials ist tatsächlich nicht so ohne. Aber die USA hatte schon Anfang der 50er Jahre 6-9er Silizium, Ende der 60er 9-9er Silizium.
Das Czochralski-Verfahren in Verbindung mit der Zonenschmelzreinigung und den epitaktischen Planarverfahren verbesserten die Bauelementequalität soweit, daß danach die Miniaturisierung bis heute die Transistorzahl auf dem Chip ständig erhöht hat.
Die heutigen Prozessoren haben Rechenleistungen jenseits von Mainframes in den 70er Jahren.
Edit: da hat es wohl die Bilder zerlegt; ist in Arbeit ... fertig.
Das Problem früher war eher die Reinigung von Silizium (bzw. damals noch häufig Germanium), denn bis der Halbleiter gezielt verschmutzt werden kann (dotieren), muss er erst mal sehr rein sein und das ist nunmal nicht ganz einfach.
Bringt doch mal Bilder von den ersten Operationsverstärkern - die sehen viel cooler aus - meistens sind da Röhren drauf und man steckt die Konstruktion dann in einen Röhrensockel...
Damals gabs auch noch enorme Probleme mit den NPN Transistoren, deswegen hat man früher so gut wie überall die PNP genommen, denn die waren wesentlich billiger, heutzutage gibt es da zum Glück keinen Unterschied mehr...
Freizeitschrauber
03.10.2010 12:10
Riesensauerei dem Patentinhaber gegenüber!
Aber nicht sehr lange.
Schon Mitte der 60er waren die Dies ziemlich klein:
extreme.pcgameshardware.d...
Quelle: upload.wikimedia.org/wiki...
Das obige Gehüse von 1965 hat gerade mal 9 mm Durchmesser und das Halbleiterplättchen in der Mitte nur ein paar Millimeter.
DAS war ein größeres Gehäuse:
extreme.pcgameshardware.d...
Quelle: upload.wikimedia.org/wiki...
Das Arbeitspferd der Leistungselektronik für lange Zeit - der
Pv = 115W, U CE max = 60V, Ic = 15A.
Aufgrund seiner hervorragenden Eigenschaften wurde er als Schalt- und Verstärkertransistor eingesetzt und bildete lange den einen Endstufen-Transistor bei vielen HiFi-Verstärkern.
Die erstaunlich hohe Verstärkung von 20 ... 70 war lange Zeit einmakig für einen Endstufentransistor.
Und mit der Grenzfrequenz von 3 MHz war er für Schalt- und NF-Anwendungen geeignet.
Auf Wunsch auch ein Röhren-OPV:
extreme.pcgameshardware.d...
Quelle: upload.wikimedia.org/wiki...
Das hätte man mit einer Eingabe bei wikipedia sofort gefunden
Die Sache mit der Reinigung des Grundmaterials ist tatsächlich nicht so ohne. Aber die USA hatte schon Anfang der 50er Jahre 6-9er Silizium, Ende der 60er 9-9er Silizium.
Das Czochralski-Verfahren in Verbindung mit der Zonenschmelzreinigung und den epitaktischen Planarverfahren verbesserten die Bauelementequalität soweit, daß danach die Miniaturisierung bis heute die Transistorzahl auf dem Chip ständig erhöht hat.
Die heutigen Prozessoren haben Rechenleistungen jenseits von Mainframes in den 70er Jahren.
Edit: da hat es wohl die Bilder zerlegt; ist in Arbeit ... fertig.
Volt-Modder
03.10.2010 11:43
Sehe ich ebenfalls so...eine Entwicklung, die die Technologie weit nach vorne gebracht hat
BIOS-Overclocker
03.10.2009 14:49
Das Problem früher war eher die Reinigung von Silizium (bzw. damals noch häufig Germanium), denn bis der Halbleiter gezielt verschmutzt werden kann (dotieren), muss er erst mal sehr rein sein und das ist nunmal nicht ganz einfach.
Bringt doch mal Bilder von den ersten Operationsverstärkern - die sehen viel cooler aus - meistens sind da Röhren drauf und man steckt die Konstruktion dann in einen Röhrensockel...
Damals gabs auch noch enorme Probleme mit den NPN Transistoren, deswegen hat man früher so gut wie überall die PNP genommen, denn die waren wesentlich billiger, heutzutage gibt es da zum Glück keinen Unterschied mehr...