PCGH-Retro, 07. August [Quelle: siehe Bildergalerie]
…1944: Es ist eine Zeit des Krieges - doch zugleich ist es der Beginn des Computerzeitalters: In den Vierzigerjahren werden in den USA, in Deutschland und in Großbritannien die ersten volldigitalen Computer entwickelt. Am 7. August 1944 liefert IBM formell den ASCC (Automatic Sequence Controlled Calculator) an die Harvard-Universität aus, auch als "Harvard Mark I" bekannt; dort kommt er zunächst im Physiklabor zum Einsatz. Der Mark I ist einer der ersten digitalen Computer, der Turing-mächtig und - mit Lochkarten - programmierbar ist, überdies arbeitet er weitgehend automatisch und für diese Zeit ungewöhnlich zuverlässig. Allerdings verwendet er nicht wie spätere Rechner das Binär-, sondern das Dezimalsystem, auch arbeitet er nicht vollständig elektronisch. Dennoch: Für viele ist der ASCC der erste "moderne" Computer der Geschichte.
…1998: Die bisherigen DirectX-Generationen kamen als Grundlage für moderne 3D-Spiele nur eingeschränkt infrage, zu schnell löste Microsoft jede Version durch einen Nachfolger ab, zu unvollständig war die Unterstützung von 3D-Grafikkarten. Programmierer müssen ihre Spiele von Hand auf viele verschiedene Grafik-Schnittstellen optimieren, manche setzen sogar noch auf DOS. Besser sieht es mit DirectX 6.0 aus, das am 7. August 1998 für Windows 95 und 98 herauskommt: Die für Spiele wichtige Direct3D-Komponente nutzt die Fähigkeiten aktueller Karten wie 3dfx Voodoo 2, Matrox G400, Ati Rage 128 oder Nvidia Riva TNT/TNT2 und unterstützt erstmals Multi-Texturing sowie Environment Mapped Bump-Mapping (EMBM). Immer mehr Entwickler wenden sich von proprietären Schnittstellen wie 3dfx Glide oder dem offenen Standard OpenGL ab und nutzen stattdessen DirectX 6 - Windows etabliert sich endlich als Spieleplattform.
Interessante Links zum Thema DirectX:•
DirectX - von den Anfängen bis zur Gegenwart (I)•
DirectX - von den Anfängen bis zur Gegenwart (II) •
DirectX - von den Anfängen bis zur Gegenwart (III)
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Software-Overclocker
08.08.2011 11:06
Keine "dunklen Machenschaften" - ein Schelm, wer dabei böses denkt - aber oh Wunder - OpenGL Erweiterungen, die neue Hardwarefunktionen nutzen, brauchen eben immer ein bischen länger ....
Freizeitschrauber
07.08.2011 02:51
Auch bietet das Ganze noch Stoff für Verschwörungsthoretiker - ein Schelm, wer böses denkt, weil NVidia und ATIMD an mitentscheidender Stelle im OpenGL ARB (Architecture Review Board, Wiki ... ) sitzen ...
Wer gehört denn mehr dahin als die größten Hersteller von Grafikprozessoren aktuell? Die müssen die neuen Standards doch in ihre Hardware einbauen und viele Erweiterungen werden ja auch von AMD und NVidia eingebracht. So kläre mich auf über die dunklen Machenschaften, die dahinter stecken.
Software-Overclocker
07.08.2011 02:14
LOL - DX ist ja eigentlich bloss bei Spielen führend. Bei den Profianwendungen ist Open GL der entscheidende Faktor. z.B. 3D Studio Max - afaik State of the Art bei 3D Modellierprogrammen - und Praktisch der Bleistift des Spieleentwicklers.
So gesehen - wird kein Spiel ohne Open GL entwickelt.
Auch bietet das Ganze noch Stoff für Verschwörungsthoretiker - ein Schelm, wer böses denkt, weil NVidia und ATIMD an mitentscheidender Stelle im OpenGL ARB (Architecture Review Board, Wiki ... ) sitzen ...
Praktisch wäre es für Spiele lediglich die Frage : Super oder Super Plus, der Hardware ist's egal ...