Firefox 3 im PCGH-Hands-On
Am heutigen Dienstag wird Mozilla die finale Version des Firefox 3 zum Download bereitstellen, wir haben im PCGH-Hands-On-Test schon mal einen Blick auf die aktuelle Version geworfen.
Die Menüleiste des neuen Firefox 3. (Bild: PCGH)
Der erste Standard, den ein aktueller Web-Browser erfüllen sollte ist der Acid-2-Test, den die neue Version des Firefox auch problemlos besteht. Die alte Version 2.0.0.14 hatte hiermit noch deutliche Probleme. Auch im neueren Acid-3-Test, der vermehrt auf interaktive Elemente setzt, gibt der dritte Feuerfuchs eine relativ gute Figur ab. 71 von 100 möglichen bestandenen Einzeltests sind zwar weniger als die Konkurrenten Safari 3.1 und Opera 9.50, die aktuelle Beta 8.0 des Microsoft Internet Explorers schafft hier jedoch nur 18 von 100 möglichen Tests.
Mozillas Firefox 3 schneidet auch beim Acid-3-Test respektabel ab. (Bild: PCGH)
Um die Kompatibilität mit den Vorgängerversionen zu testen, haben wir vor der Installation der aktuellen Version die vorher verwendete Version 2.0.0.14 mit zehn aktiven Tabs zum Absturz gebracht. Nach der Installation von Firefox 3 konnte die alte Sitzung problemlos wiederhergestellt werden und auch alle Lesezeichen und Favoriten wurden korrekt und problemlos importiert.
Die One-click-site-info zeigt diverse Details über die besuchte Webseite. (Bild: PCGH)
In Sachen Design gibt es wenig echte Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger, so wurden beispielsweise die Pfeile zur Seiten-Navigation überarbeitet. Bisher hatten sowohl der Vorwärts- als auch der Zurück-Pfeil ein eigenes Drop-Down-Menü, welches nun auf ein einziges hinter den Navigationsbuttons reduziert wurde. Auch das Design der übrigen Buttons wurde überarbeitet, sodass diese nun wesentlich weniger an den Internet Explorer erinnern.
Eine weitere auffällige Neuerung ist die optimierte Verwaltung der Lesezeichen, die um einige Optionen erweitert wurde. So ist die Ordnerverwaltung nun intuitiver zu bedienen und die Symbolleiste wurde durch die Option Meistbesuchte Seiten erweitert. Ein sehr praktisches neues Feature ist die integrierte Zoomfunktion, mit der Sie nun auch Bilder detailliert betrachten können.
Mit dem verbesserten Download-Manager ist es nur einfacher heruntergeladene Dateien wiederzufinden, falls man vergessen hat, wo diese gespeichert wurden. Zudem wird die URL der Quellseite gespeichert, sodass sich jederzeit zurückverfolgen lässt, von wo die heruntergeladene Datei stammt.
Die größten Neuerungen spielen sich jedoch unter der Haube ab, denn dem Firefox-Browser wurden in der aktuellen Version einige neue Sicherheitsfeatures spendiert. Ein neuer Java-basierter Passwortmanager gehört ebenso dazu wie ein verbesserter Malware-Schutz. Updates können in Zukunft nur noch mit einer digitalen Signatur durchgeführt werden. Das auffälligste Sicherheitsfeature befindet sich jedoch direkt links neben der Adressleiste:
Die One-click-site-info zeigt an, ob eine Seite das Extended-Validation-SSL-Zertifikat verwendet. Wenn dies der Fall ist, färbt sich der Button grün und mit einem Mausklick erfährt der Nutzer wer sich hinter der Webseite verbirgt, ob man ein Passwort gespeichert hat und ob die Seite Cookies auf dem eigenen Rechner speichert.
Ein durchaus geschickter Marketing-Schachzug ist Mozillas Weltrekordversuch Download-Day 2008, mit dem ein Guinness World Record für die am häufigsten heruntergeladene Software innerhalb von 24 Stunden aufgestellt werden soll. Der Hersteller hofft nach eigenen Aussagen am Release-Tag am heutigen Dienstag auf fünf Millionen vollständige Firefox-3-Downloads.
Fazit: Der erste Hands-On-Test hat gezeigt, dass auch die dritte Firefox-Version ein ausgereifter und vor allem schneller Internet-Browser ist. Die Neuerungen sind zwar keine Revolutionen, doch allesamt sinnvolle Ergänzungen, die den Bedienkomfort und die Sicherheit im Vergleich zum Vorgänger nochmals erhöhen. Wer bereits die alte Version 2.0.0.14 nutzt, kann bedenkenlos auf den neuen Firefox umsteigen.
