PCGH-Retro, 16. April [Quelle: siehe Bildergalerie]
...1977: Heimcomputer waren bislang nichts als teure Bausätze für Hobbybastler. Auf der Computermesse West Coast Computer Faire wird das anders - hier präsentieren an diesem 16. April die Hersteller gleich drei Computer, die als die ersten 'richtigen', vollständigen Heimcomputer für den Massenmarkt gelten dürfen: den Commodore PET 2001, den Tandy TRS-80 und vor allem den Apple II. Dieser wurde von Apple-Mitgründer Steve Wozniak entwickelt und stellt das erste massentaugliche Produkt der jungen Firma dar. Das 8-Bit-System läuft mit einer 1,022 MHz (also 1.022
kHz!) schnellen CPU und gebietet über 4 KiByte RAM; kennzeichnend für den Apple II ist jedoch seine Erweiterbarkeit, acht Steckplätze für Erweiterungskarten stehen dafür zur Verfügung.
Auch deshalb wird der Rechner zu einem großen Erfolg - bis zu seiner Einstellung sechzehn Jahre später, 1993 also, werden etwa zwei Millionen Exemplare verkauft. Doch nicht nur das: Der Apple II inspiriert auch den IBM-PC, der ebenfalls ein erweiterbares Design aufweist. Und er ist Wegbereiter für den Erfolg der Firma Microsoft: Diese nämlich verkauft eine Erweiterungskarte namens Softcard, mit der sich ein Apple II mit dem populären Betriebssystem CP/M betreiben lässt. Zwar hat Microsoft weder das System noch die Karte selbst entwickelt, doch läuft der Verkauf so erfolgreich, dass sich IBM 1980 an Bill Gates wendet, als ein Betriebssystem für den PC gesucht wird - mit bekannten Folgen.
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PC-Selbstbauer
16.04.2012 10:30
Das waren meine Berührungspunkte mit dem Ding. Ich fand die beiden Floppylaufwerke als Monitorständer praktisch. Leider brannte sich sehr gerne was in die Grünmonitore ein... sig.sysprofile.de/picsys/...
sig.sysprofile.de/quicksy...
Wenn man allerdings berücksichtigt, dass das Design des Appple II aus dem Jahr 1977 stammt, während der C64 erst 5 Jahre (!) später erschien, erscheint der Fortschritt eher gering. 1977 gab es schlichtweg keine grafikfähigen integrierten Grafikcontroler, genausowenig wie Soundchips. Die "Grafikkarte" des Apple II war damals mit diskreter Logik aufgebaut. Der Sound wurde per "Bit-Ein/Aus" direkt an den Lautsprecher von der CPU erzeugt - und das ohne Timer und Interrupts. Die "Farbe" in der Farbgrafik war genauso genial wie primitiv. Aber mit gut geschriebener Software wurden damals die Unzulänglichkeiten der Hardware ausgebügelt. Heute ist es umgekehrt.
PCGHX-HWbot-Member
16.04.2012 09:29
Unsere Schule ist damals für unendlich viel Geld mit 15 dieser Rechner für einen Raum eingerüstet worden. Die waren zu dieser Zeit wohl so wertvoll, daß man sie nie einschalten durfte und nur von außen mal die Staubschutzhülle abnehmen durfte. Gezeigt wurde alles am Lehrerplatz; als kleine "Trupps" haben wir hinter dem Lehrer gestanden, der ihn dann eingeschaltet hat. Aber zu sehen war auf dem Monitor nichts, was uns interessierte. Der Lehrer allerdings war immer wieder hin und weg, wenn er den momentanen RAM-Status abgefragt hatte oder uns eine Diskette formatierte. Als Krönung zeigte er dann die tonalen Piep-Fähigkeiten des IIe. Zu dieser Zeit hatte mein damals bester Freund schon einen C=64, der wirklich weit überlegen war. 2 Jahre später, als wir auch mal selbst einschalten durften, hatte ich auch schon einen C=64.
Das waren meine Berührungspunkte mit dem Ding. Ich fand die beiden Floppylaufwerke als Monitorständer praktisch. Leider brannte sich sehr gerne was in die Grünmonitore ein... sig.sysprofile.de/picsys/...
sig.sysprofile.de/quicksy...
PC-Selbstbauer
16.04.2012 08:28
Ja das waren noch Zeiten... und ich war mit meinem Apple II-Nachbau und 1 Jahr später mit dem dem Apple IIe dabei. Ein toller Homecomputer der mir viel Spaß gemacht hat und nebenbei meine Englisch-Note von 4 auf 2 verbesserte
War ja damals alles in Englisch...
Spiele gab es auch... aber nur als Importware aus USA oder in ganz wenigen Apple-Shops in Deutschland.
Und wenn man damals einem erzählte was für einen Computer man hat hat, hieß es "Apple...? was ist denn das?"