Der G80-Chip versteckt sich (grundlos schamhaft) unter seinem Wärmeableitblech. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Spätestens mit Erscheinen der Direct-X-11-Generation im Jahr 2009 gehörte der G80 zwar zum alten Eisen, doch war es nur selten einer Karte zuvor gelungen, solange technisch und leistungsmäßig den Anschluss halten zu können - zuletzt der Radeon 9700 Pro. Aus diesem Grund widmen wir dem legendären G80-Chip auch unser Retro-Spezial.
Der ChipNvidias G80 wird in zwei verschiedenen Versionen - inklusive der Taktvarianten sind es sogar drei - auf der 8800 GTS, der 8800 GTX und der 8800 Ultra verbaut. Bis zum Erscheinen der 8800 Ultra war die 8800 GTX das unangefochtene Spitzenmodell: 128 Shader-ALUs, 768 MiByte Grafikspeicher (angebunden über ein 384 Bit breites Interface) und ein Unified-Shader-Konzept, bei dem keine Unterschiede zwischen Pixel und Vertex-Shadern gemacht wird, zeichnen den Chip aus. Der Takt liegt bei 575 MHz für den Chip, 1.350 MHz für die Shader-ALUs und 900 MHz für den RAM.
Die kleinere Version, die 8800 GTS, verfügt dagegen nur über 96 Shader-ALUs und ein 320 Bit breites Interface zum 640 MiByte großen Speicher. Außerdem wurde der Takt abgesenkt, sodass der Chip nur noch mit 513 MHz und der RAM mit 792 MHz getaktet wird. Die Ultra-Variante schließlich ist schlicht eine höher getaktete (612 MHz GPU, 1.620 MHz Shader, 1.080 MHz RAM-Takt) 8800 GTX, die außerdem mit einem neuen Kühler ausgerüstet wurde, um die gestiegene Abwärme in den Griff zu bekommen.
Die LeistungAls erster Chip, welcher DirectX 10 unterstützte, nimmt der G80 in gewisser Weise eine Sonderrolle ein: Nvidia war hier technologischer Vorreiter, entsprechende Produkte von AMD/Ati kamen erst später auf den Markt. Die Leistung der damals extrem flinken Karte hatten wir zeitnah in einem Benchmark-Test festgehalten. Mindestens ein Jahr lang verwendeten wir in der Redaktion als schnellste Karte eine (oder zwei im SLI) 8800 Ultra, um bei
CPU-Benchmarks eine Grafikkarten-Limitierung so gut wie möglich auszuschließen.
Varianten, Spin-Offs
G80-Techdemo: Adrianne, mit dem Konterfei und ungefähren Proportionen des US-Models Adrianne Curry. (5) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Basierend auf dem Design des G80 brachte Nvidia weitere Produkte auf den Markt: den G84 und G86 für Low-End- und Midrange-Karten sowie den G92 für das Performance-Segment. Während die Mittelklassekarte weniger überzeugten - zum Teil konnte sie von der Vorgänger-Generation in Direct-X-9-Benchmarks geschlagen werden - war die
8800 GT (G92) ein Preis-Leistungs-Hit. Später kamen noch weitere Spinoffs auf G92-Basis, unter anderem die Geforce 9800 GT/X.
Nvidia Techdemo: AdrianneNatürlich gab es auch zum G80-Launch - wie schon bei den
Nvidia-Chips davor - eine passende Techdemo. Vorlage für die animierte Schönheit ist Adrianne Curry, ein vor allem in den USA bekanntes Model. In einem
Interview spricht sie über ihren Job als Nvidia-Model: am meisten irritiert sei sie, wenn die animierte Adrianne die reale vom Bildschirm aus anguckt.
Noch mehr Retro-Artikel zu Hardware und Spielen finden Sie auf der
Retro-Übersichtsseite von PC Games Hardware Online.
BIOS-Overclocker
02.12.2011 15:26
Ich hatte die 8800 Ultra leider ist sie abgefackelt, aber durch die Garantie di ich noch hatte
und weil es die 8800 Ultra nicht mehr gab bzw. lieferbar war bekam ich eine GTX 275.
Glück im Unglück aber die war eine Hammerkarte und ich überlege als noch ob ich mir bei
Ebay nicht wieder ne Asus EN 8800 Ultra ersteiger so für die Vitrine
PCGH-Community-Veteran
12.11.2011 15:31
Ich hatte 2 Stück von der Sorte (XfX 8800GTX XXX), die hatten noch lange Reserven selbst als schon die GTX 285er draussen waren !!!
Grüsse Winpo8T
PC-Selbstbauer
08.11.2011 18:37
Ich hatte auch eine 88GTX und bin damals von einer X1900XT umgestiegen. Man das war vielleicht ein Sprung obwohl die ATI Karte damals auch der Renner war. Aber die 88GTX hat alles platt gemacht, Jahrelang lief einfach alles bis zum Anschlag flüssig. Wäre die Karte nicht so ein Stromfresser und hätte nen 2D-Modus würde ich die sogar heute noch verwenden, z. B. für Phsyx oder einfach zum Spaß und zum vergleichen