Segas Samuraischwert (PCGH-Retro, 07. September)
Segas Samuraischwert - das geschah am 7. September. Jeden Tag wagt PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.
...1997: Sega kündigt seine Dreamcast-Konsole unter dem Codenamen der Entwicklungssysteme und des Betriebssystems an. Katana, das japanische Schwert der Samurai, lautete der zunächst auserkorene Name für die Konsole, welche Sega wieder zurück ins Geschäft bringen sollte, nachdem der Sega Saturn zunehmend Mühe hatte, sich gegen die starke Konkurrenz, insbesondere durch Sonys Playstation, durchzusetzen.
Die Dreamcast verwendet einen 200-MHz-RISC-Prozessor von Hitachi, als Medien fungieren sogenannte GD-ROMs mit etwa 1,2 GB Kapazität. Der Grafikchip stammt aus Power VRs Series 2. Zunächst sollte die Konsole mit dem zweiten Produkt des noch recht unbekannten Chipentwicklers Nvidia ausgestattet werden, dem NV2. Nach angeblichen Problemen mit diesem Chip - der danach nie zu kaufen war - schwenkte Sega um auf den Voodoo Graphics von 3dfx, doch auch aus diesem Geschäft wurde nichts. So entschied man sich für den Power VR Series 2. Dieser wird auch auf PC-Grafikkarten eingesetzt und heißt dort Neon 250, aus dem VR Series 3 wird später der Kyro/Kyro 2.


Aber dass der Speicherplatz einer GD-ROM so viel geringer ausfällt als vielfach angenommen, liegt eben nicht (nur) an der 1000/1024er-Umrechnungsproblematik!
Der Unterschied ist sehr viel größer und das hat andere Gründe!
Trotzdem findet man auch heute noch in Datenblättern solche Angaben.
Oder dass DC-Games bis zu 5 Millionen Polygone/s rendern.
Oder Behauptungen über das angebliche DC Anti-Aliasing.
Oder dass DC intern generell in einer höheren Auflösung (wie zB 1600x1200) rendert...
Gibt da so viele Mythen, die eben doch Wunschdenken sind, aber über Jahrzehnte hinweg für bare Münze genommen werden.
Ein Phänomen für sich.
Aber ja, es ist richtig, die GD-Rom hat etwa 1GB.