Radeon RX 6800 (XT): Normale Preise angeblich in ein bis zwei Monaten
Die Markteinführung von AMDs Radeon RX 6800 und 6800 XT wurde bekanntlich von schlechter Verfügbarkeit und hohen Preisen überschattet, die weiterhin anhalten. Angeblich soll sich dieser Zustand jedoch innerhalb der nächsten zwei Monate wandeln.
Rund zwei Wochen nach dem Release der ersten Modelle aus der Radeon RX 6800-Reihe hat sich an der seither schlechten Verfügbarkeit der neuen High-End-Grafikkarten von AMD weltweit nichts geändert und auch der Startschuss für die Custom-Designs brachte in der letzten Woche keine wirkliche Milderung. Die hohen Preise im Zuge der schlechten Verfügbarkeit hat kürzlich auch der YouTube-Kanal "Hardware Unboxed" thematisiert, wo man von AMD in einem privaten Rahmen eine Stellungnahme erhalten haben will.
Demnach habe der Konzern in Form eines nicht näher genannten Kontakts eingeräumt, dass das Problem der überhöhten Preise besteht und man bereits daran arbeitet, die Boardpartner "in die Lage zu versetzen", das Ziel der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) innerhalb von zwei Monaten zu erreichen. Die kurze und inoffizielle Erklärung von AMD, die von "Hardware Unboxed" umschrieben wurde, erklärt dabei allerdings nicht, warum es einen Mangel an AMD-GPUs gibt und warum die Preise für Custom-Designs so viel höher sind.
"Wir haben ein privates Gespräch mit AMD geführt. Sie haben uns versichert, dass in 4 bis 8 Wochen AIB-Karten zum MSRP [vom Hersteller empfohlenen Verkaufspreis] erhältlich sein werden. Sie sagten, dass sie es den AIBs ermöglicht haben, die 649 Dollar UVP [der Radeon RX 6800 XT] zu erreichen, und sie erwarten, dass dies innerhalb von 8 Wochen geschehen wird." - Steve Walton, Hardware Unboxed
Custom-Designs 81 bis 251 US-Dollar über UVP
Wie Videocardz.com anmerkt, bringen die überhöhten Preise auch Tester der Grafikkarten in die Bredouille, welche die Performance wie üblich auch hinsichtlich des Preis-Leistungs-Verhältnisses aufzeigen wollen, was bei der gegenwärtigen Marktsituation schlicht irreführend sei. AMD habe mit derlei Problemen bereits seit Jahren zu tun, aber bisher keine Abhilfe schaffen können.
Weiter heißt es, dass der Grund für den hohen Preis der neuen Grafikkarten unter anderem beim begrenzten GPU-Vorrat zur Markteinführung liegen könnte, aber ebenso auch an den sehr niedrigen Margen der Boardpartner und an Einzelhändlern, die diese Situation ausnutzen. Anhand der Preisgestaltung beim US-Hardware-Händler Newegg.com wurde derweil kürzlich ermittelt, dass die neuen Custom-Designs zu Preisen von 81 bis 251 US-Dollar oberhalb der UVP angeboten werden, sofern sie denn überhaupt verfügbar sind, was die Ausnahme denn die Regel sei.


Die Karten wirst du auf eBay schon noch los. Ich habe für meine Radeon 290X noch einen ganz guten Preis bekommen.
Übrigens verschwindet Seefracht nicht häufiger als Luftfracht. Eher ganz im Gegenteil, denn Seefracht wird in in der Regel in versiegelten Containern transportiert und Luftfracht üblicherweise in offenen Paletten, was es deutlich erleichtert, einzelne Objekte zu entnehmen. Auch lässt sich eine ganze Palette deutlich leichter klammheimlich auf einen Kleintransporter verladen als ein ganzer Überseecontainer.
Erst mit dem Weitertransport ist das Risiko wieder identisch, das was vom Lkw fällt ...
Ein anderer Punkt ist dann noch die Sicherheit. So ein Container voller Grakas ist mehrere Millionen € wert und bei Seefracht kommt es schonmal vor, dass da mal etwas verschwindet. Dass die schwersten Güter unten transportiert werden, macht es nicht besser, im Gegenteil. Der Container wird wohl als einer der ersten umgeladen und da verschwindet sehr schnell etwas. Es sind übrigens schon Schiffsbesatzungen für billige DVD Player ermordet worden, viel Spaß mit Grakas. Die Versicherung dürfte wohl die Ersparnis Großteils auffressen.
Bisher sind wir auf dem Niveau "Flache Erde": Weil es logisch klingt.
Allerdings berichten Hardware Webseiten - inklusive PCGH immer wieder davon, dass die Launches per Luftfracht und der Rest per Schiff bedient werden.
Den von dir angesprochenen Preisverfall haben wir seit über 10 Jahren nicht gesehen.
Wenn, dann gab es eine Preissenkung durch AMD, oder Nvidia selbst und die geben dann Geld an die AIBs, um den Verlust auszugleichen.
Zu Zeiten der RX400 und 500 haben Miner ganze Jets geleast, nur um die Karten direkt zu haben, anstelle auf die Schiffe warten zu müssen:
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Die Jungs haben Zeitdruck. Ein paar Tage weniger Minen sind bzw. waren da ein riesiger Verlust.
Ein Gamer sicher nicht so sehr.
Eine spontane Google Suche konnte mir grad leider keine konkreten Links zu GPU Luftfracht (regelmäßige), oder auch GPU per Schiff liefern...
Wahrscheinlich geb ich nur die falschen Begriffe ein.