Xbox One und DirectX 12: Microsofts Phil Spencer dämpft die Erwartungen
Manche sehen DirectX 12 als Allheilmittel für die schwächelnde Xbox One, doch Microsofts Spencer dämpft die Erwartungen. Es ist die sprichwörtliche Hoffnung, den Strohhalm, an den man sich klammert. DirectX 12 bringt ein paar Vorteile, auch für die Xbox One, aber es wird nicht das Wunder von Redmond werden.
Nach der der Ankündigung von DirectX 12 wurde schnell von einem "Game Changer" für die Xbox One gesprochen, doch Microsofts Verantwortlicher Phil Spencer trat vom ersten Tag an auf die Bremse. Für die Xbox One bedeute die neue API keine massive Veränderung und als Spieler sollte man sich nicht zu viel von DirectX 12 für die Xbox One versprechen. Die Unterstützung berge vor allem Vorteile für Entwickler.
In einem neuen Interview unterstreicht Spencer das noch einmal. DirectX 12 werde nichts an der Hardware und der grafischen Möglichkeiten der Xbox One ändern. Ohne Umschweife macht er klar, was viele - die sich mit dem Thema näher beschäftigen - schon wissen: DirectX 12 kann nicht die gegebene Hardware auf der Xbox One ändern. Die GPU bleibt so schnell, wie sie jetzt ist, ebenso die CPU. Und auch an den unterstützten Features ändert sich nichts. Das bedeutet: An der reinen Leistungsfähigkeit und den unterstützten Techniken wird es keine Änderung geben. Schon Entwickler dämpften die Erwartungen, etwa CD Projekt Red: "Ich glaube, es herrscht einige Verwirrung darüber, was und warum DirectX 12 etwas verbessern wird. Die meisten Spiele schaffen kein 1080p, weil die zusätzliche Last auf die Shadereinheiten zu groß wäre. Bei all diesen Spielen wird DirectX 12 gar nichts ändern", so einer der polnischen Entwickler.
Xbox One, DirectX 12 und die Leistung: Das Hardware-Problem bleibt
Xbox One und DirectX 12: Microsofts Spencer dämpft die Erwartungen (1)
Das werden auch PC-Spieler erfahren, denn für eine vollumfängliche Unterstützung von DirectX 12 werden die sich neue Grafikkarten kaufen müssen. Nicht einmal die aktuelle Generation der AMD- und Nvidia-Modelle unterstützt DirectX 12 vollständig. Können sie auch gar nicht, denn Microsoft hat noch nicht einmal das finale Set an API-Features verkündet, das die Hardware unterstützen muss.
Anders sieht es bei Software-Features aus. PC-Spieler dürfen hier auf DirectX 11.3 hoffen, das parallel entwickelt wird und alle Features von DirectX 12 bietet - mit Ausnahme derer, die neue Hardware brauchen. Und daher ist es im Grunde auch Version 11.3, das die Xbox One einsetzen wird. Und so muss Spencer die Erwartungen einfangen, die viele an DirectX 12 haben.
Vermutlich (eigentlich sogar recht sicher) wird DirectX 12 nicht dafür reichen, aus der Xbox One eine 1080p/60Fps-Konsole für Triple-A-Titel zu machen. Dafür ist die Hardware einfach zu schwach, wenn man nicht den grafischen Pomp der Spiele zusammenstreicht. DirectX 12 hilft in erster Linie den Entwicklern bei der Programmierung ihrer Spiele. Auf dem PC kann man, aufgrund der hohen Leistung, auch den einen oder anderen grafischen Leckerbissen aus den neuen Features setzen. Auf der Xbox One aber wird der "Game Changer" ausbleiben.
Klar ist: DirectX 12 produziert weniger Overhead, was die CPU entlastet. Entwicklern steht also im Idealfall ein bisschen mehr Prozessorleistung zur Verfügung, aber gewiss nicht so viel, dass es eklatante Mehrleistung für andere Berechnungen erlauben würde. Zumal die CPU nicht die große Problemzone der Xbox One ist. Klar ist auch: Bestimmte 3D-Objekte lassen sich unter DirectX 12 wesentlich effizienter auf der GPU berechnen. Microsoft hielt sich aber mit Details dazu zurück, ob eben jene Objekte wie der gezeigte Asteroidengürtel neue Hardware brauchen oder softwareseitig gelöst wurden. Ist Letzteres der Fall, käme das auch der Xbox One zugute. Man spart sich ein bisschen GPU-Power, die woanders verwendet werden kann. Das wird aber nicht genug sein, um es als "Game Changer" zu bezeichnen. Und so bleibt Spencer nichts anderes übrig, als die Erwartungen zu bremsen.
Xbox One, DirectX 12 und die Leistung: Cloud noch immer ein Thema
Im Rahmen des Interviews ging Spencer zudem noch darauf ein, wie man auf die Forderungen der Spieler seit dem Release reagiert hat. Mit kurzen Update-Zyklen und einem offenen Ohr brachte man die Software der Xbox One so in Form, dass die Spieler kaum meckern können. Die Entwicklung geht auch stets weiter, kurzfristig ist zum Beispiel eine Screenshot-Funktion geplant. Auch das Thema Abwärtskompatibilität ist noch nicht vom Tisch. Aufgrund der geänderten Architektur wird es nicht einfach mit Xbox-360-Spielen, aber Microsoft tüftelt wohl an einer Cloud-Lösung. Trotzt der anhaltenden Debatte, man würde die Latenz nie in den Griff kriegen, glaubt Microsoft an diese Technik und scheint sie zunehmend zu beherrschen. Spencers nettes Beispiel: "Die Leute spielen ja auch online im Mehrspieler. Das nennt nur niemand Cloud, weil es jeder kennt." Er verstehe die Debatte schon, aber zu Weihnachten werde man 30 bis 40 Prozent Spiele im Handel haben, die in irgendeiner Form eine Cloud nutzen. Titanfall berechnet Teile der KI in der Cloud, Halo 5 soll Cloud-Features nutzen. Das alles brauche noch Zeit, Microsoft und die Studios stehen erst am Anfang, aber Spencer rechnet damit, dass sich das Thema weiter durchsetzt. Zumal man auch viel forscht, etwa an der Technik DeLorean.
Quelle: The Inner Circle
Die meisten kaufen sich im Moment eher eine neue GPU oder eine SSD... Die wenigsten einen kompletten Rechner.
Wenn das so weiter geht mit den Spielen habe ich meinen i5 vermutlich noch bis 2017 im PC.
Rein technisch hat die Next Gen (jetzt Current Gen) diesen "Anspruch" nie erfüllt.
Beim PC dagegen steuert man wie vermutet schnell auf 4k zu.
Die technische Lücke zwischen Konsolen und PC wird immer größer.
Unterm Strich wäre es besser, einfach einen PC als Konsole zu benutzen.
Für wenig Geld kann man sich einen schönen Mini-PC zusammenstellen, der durch Windows eine riesige Auswahl an Spielen liefert,
selbst mit ehemaligen Konsolen Blockbuster wie Final Fantasy XIII.
Bleibt also als einziger Vorteil der Konsolen die Exklusivtitel übrig, die mich seit vielen Jahren aber nicht mehr erreichen.
Lokaler Multiplayer ?
Spiele ausleihen?
Simples Spielen ?
Gibt ja noch genug Gründe,meine Gründe für die Konsole sind aber nur Exklusives und Lokaler Multiplayer - daraus folgt,dass ich bestimmte Genre wie BeatmUps,Rennspiele,Sportspiele sowie Partygames dort bevorzuge
Wenn dich das alles nicht reizt ,dann hast du recht
Full HD und 60fps sollten auch bei den Konsolen Standard sein, sind es aber nicht bei der X-Bone, Wii U, und auch bei der PS 4.
Rein technisch hat die Next Gen (jetzt Current Gen) diesen "Anspruch" nie erfüllt.
Beim PC dagegen steuert man wie vermutet schnell auf 4k zu.
Die technische Lücke zwischen Konsolen und PC wird immer größer.
Unterm Strich wäre es besser, einfach einen PC als Konsole zu benutzen.
Für wenig Geld kann man sich einen schönen Mini-PC zusammenstellen, der durch Windows eine riesige Auswahl an Spielen liefert,
selbst mit ehemaligen Konsolen Blockbuster wie Final Fantasy XIII.
Bleibt also als einziger Vorteil der Konsolen die Exklusivtitel übrig, die mich seit vielen Jahren aber nicht mehr erreichen.
"Ich glaube, es herrscht einige Verwirrung darüber, was und warum DirectX 12 etwas verbessern wird."
Eine Verwirrung?
Da drückt sich wohl jemand aus, der nicht so offen sprechen darf. OK, er darf vielleicht schon, aber er nimmt auf sich selbst Rücksicht.
Aber dafür gibt´s ja die Foren.
Ob wir eine Verbesserung erleben sei nicht von Bedeutung, aber ändern wird sich etwas, das ist Tatsache.
Zu viele Köche verderben den Brei !
Also zu viele Community-Mitglieder verwischen die Tatsache mit deren eigenen Wünschen. Das erst recht, wenn es heißt "ich habe da etwas gehört" und es mit anderen Worten, basierend auf eigenem Interllekt, weitergegeben wird.
Und schon haben wir eine News, die nichts mehr mit der Realität zu tun hat.
CD Project und Spencer erläutern nochmal das, was hier im Forum sowieso jedem (außer dir!) klar ist. Die meisten Spiele (insbesondere auf der XBox) hängen im GPU Limit, sodass DX12 nichts bringen wird. Außerdem hat die Schnittstelle der One eh schon weniger CPU Overhead als DX11 - sonst würde deren 25 Watt Jaguar CPU bei jedem aktuellen Spiel kapitulieren.
Heißt dass die CPU wird so stark entlastet dass wir nie wieder die CPU aufrüsten müssen?