Jon Peddie Research: AMD "großer Verlierer" im dritten Quartal?
Das Marktforschungsinstitut Jon Peddie Research hat seine Beobachtungen bezüglich des dritten Quartals für abgesetzte Grafikeinheiten und -karten veröffentlicht. Demnach soll AMD im Gegensatz zu Intel und Nvidia als einziger Chiphersteller einen Rückgang im Vergleich zum zweiten Quartal verzeichnet haben. Die Rede ist hier von 4,2 Prozent weniger abgesetzten Grafiklösungen.
Die Positionen bei den neuesten Untersuchungen von Jon Peddie Research (JPR) scheinen sich gegenüber dem zweiten Quartal genau umgedreht zu haben: Nachdem AMD zuletzt mit einem großen Plus dastand, Intel einen leichten Anstieg verzeichnen konnte und Nvidia schlussendlich als "Verlierer" galt, sind nun 1,3 Prozentpunkte von AMDs Marktanteil an die beiden anderen Unternehmen gewandert. Die Ergebnisse umfassen sowohl diskrete als auch integrierte Grafikeinheiten für Desktop- und Server-Rechner, Notebooks sowie x86-Tablets. Ausgeschlossen sind ARM-basierte Server-Systeme und Tablets sowie x86-Server.
Allerdings ist nicht ersichtlich, ob die Custom-APUs der Next-Gen-Konsolen in Form der Playstation 4 und Xbox One mit einbezogen worden sind. Sicherlich könnte man jene zu den embedded Systemen dazurechnen, allerdings sprechen die Zahlen durchaus dagegen. Zuletzt hat Mercury Research AMD einen starken Zuwachs im x86-Prozessormarkt dank der Konsolen bescheinigt, und auch der Chiphersteller selber konnte seinen Umsatz mit "Graphics and Visual Solutions" mehr als verdoppeln.
Lässt man also die beiden Geräte aus dem Hause Sony sowie Microsoft außer Acht, steigen die Absätze für Grafiklösungen im Vergleich zum zweiten Quartal um 1,6 Prozent, womit man stark unterhalb des durchschnittlichen Quartalzuwachses von 6,5 Prozent innerhalb der letzten 10 Jahre liegt. JPR macht dafür AMD mit einem Minus von 4,2 Prozent verantwortlich, wohingegen Intel und Nvidia um 3,5 respektive 2,3 Prozent zugelegt haben sollen. Gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal sind die Verkäufe mit einem Rückgang von 8,9 Millionen Grafikeinheiten um 8,8 Prozent gesunken.
Da Intel mittlerweile im Desktop- und Mobile-Segment sämtliche Prozessoren mit einer iGPU vertreibt, beträgt der Marktanteil 63 Prozent. Mit 20,7 Prozent ist AMD noch die zweitgrößte Kraft, wohingegen Nvidia mit 16,3 Prozent das Schlusslicht bildet. Im dritten Quartal 2012 besaß Intel hingegen 60 Prozent, AMD und Nvidia kamen auf 21 beziehungsweise 18,6 Prozent. Beachtet werden muss hier, dass Nvidia als einziger Chiphersteller nur diskerte Grafikkarten vertreibt.
Quelle: Jon Peddie Research
Die Kosten für die weitere Nutzung der nun gemieteten Gebäude fließt aber in die Bilanz dieser Sparten ein.
Ich habs damals geschrieben und schreibe es heute wieder: der Verkauf des Research-Centers läuft kaum in die operating revenues (sprich Umsatz) der Sparten Computing Solutions oder GVS und das ist ohne Form 10k und entsprechende Kommentare das einzige, woraus sich halbwegs etwas ableiten lässt imo.
Die operativen Umsätze zeigen imo durchaus Besserung, zu Lasten der Marge, Research-Center hin oder her.
Naja, werden bei AMD sicherlich einige auf die neuen Grafikkarten gewartet haben.
Die Auslieferung der Konsolenchips an Sony und M$ dürfte im letzten Quartal schon nahe Maximum gewesen sein. Neue GPUs gibt es nur eine, der Rest, vor allem in margeträchtigen Bereichen, basiert auf alter Technik und dürfte sich ähnlich gut, aber nicht wesentlich besser verkaufen, als die Vorgänger. Bleibt Kaveri fürs übernächste Quartal.
Die nächsten Quartale werden besser aussehen sprich besser ausfallen, die neuen Konsolen und neuen gpu kommen jetzt erst in Fahrt.
Die neuen apus kommen auch noch. Sehe amd gut aufgestellt, Die nächste Ernte wird eine gute Ernte sein.