Intel-CEO: Windows 10 wird PC-Markt beleben

7
News Andreas Link Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Intel-CEO: Windows 10 wird PC-Markt beleben
Quelle: Intel

Während die OEM-Hersteller über das Verkaufsdrama am PC-Markt und Windows 10 lamentieren, sieht Intels CEO Brain Krzanich die Lage entspannter. Auf lange Sicht wird Windows 10 seiner Ansicht nach den Markt beflügeln.

Ach wenn die OEM-Hersteller noch nicht davon überzeugt sind, glaubt Intels CEO Brian Krzanich, dass Windows 10 durchaus auch ein paar Computer verkaufen wird - selbst wenn die Systemanforderungen nicht dramatisch gestiegen sind. Die OEM-Hersteller stören sich unter anderem daran, dass Microsoft Windows 10 an alle privaten Bestandskunden mit Windows 7/8 ein Jahr lang kostenlos herausgibt. Früher müsste man sich das Betriebssystem kaufen - oder eben gleich einen neuen Rechner.

Im Rahmen der Vorstellung der Quartalszahlen, die auch für Intel hätten besser aussehen können, sagt Kraznich, dass Anwender sich trotzdem neue Rechner kaufen werden, um alle Features von Windows 10 genießen zu können. "Ein paar der echt guten Eigenschaften von Windows 10, Sachen wie Windows 10 Hello, wo man eine Gesichtserkennung hat und sich keine Passwörter mehr merken muss, [...] das sind Dinge, für die man einen neuen Rechner mit aktueller Austattung braucht."

"Das, zusammen mit Produkten wie beispielsweise Skylake, wird Windows 10 auf lange Sicht gesehen durchaus zu einem Motor für die Branche machen." Skylake soll passend zum Windows-Launch vorgestellt werden. Während Windows 10 am 29. Juli erscheint, nutzt Intel die Gamescom zur Präsentation der neuesten Prozessorgeneration. Insbesondere für Spieler wird Windows 10 mit DirectX 12 ein Grund zum Upgrade werden, wenn sie noch keine DX12-fähige Hardware besitzen.

Warum es dem PC-Markt aktuell so schlecht geht, weiß Krzanich auch .Er sieht die Ursachen in makroökonomischen Zuständen und der Stimmung bei den Konsumenten. Krzanich erkennt dabei auch globale Entwicklungen und sieht diese in der Verantwortung: "Im Allgemeinen waren die PC-Geschäfte auch immer ziemlich dicht mit dem Bruttoinlandsprodukt verknüpft. Dessen Wachstum hat sich weltweit verlangsamt, besonders in Regionen wie China, wo bisher ein extrem hohes Wachstum für den PC-Markt war."

Krzanich ist auch nicht verwundert, das vor großen Produktstarts der Markt etwas gelähmt ist. Dieses Jahr fallen gleich Windows 10 und Skylake mit neuer Plattform zusammen. Informierte Leser warten solche Produktstarts natürlich ab, bevor sie ihr Geld ausgeben. "Wenn man das alles zusammenwirft, hat man wohl den Grund dafür, warum 2015 so schwach gelaufen ist."

Insbesondere Krzanichs Punkt mit dem Bruttoinlandsproukt zusammen mit der heute nicht mehr so hohen Notwendigkeit, schnellere Hardware zu kaufen, ist ein guter Punkt, der kaum von der Hand zu weisen ist. Langfristig sieht Krzanich aber für die Verkäufe bei Intel keine großen Probleme. Zwar rechnet er nicht mit explosionsartigen Sprüngen, aber die Stellung zu halten, ist heute schon ein Erfolg. Wachstum findet bei Intel in der Data-center-Sparte statt und das war laut Krzanich der Plan. Den hat man umgesetzt.

Quelle: Business Insider

7
    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Surprise Komplett-PC-Käufer(in)
        Ich glaube erst mal nicht, dass Windows 10 den PC Markt beleben wird. Bloß durch Windows 10 werden die Computer nun auch nicht gleich neu erfunden. Von XP zu Vista war ein Sprung. Aber ein Windows 7 reicht für die heutige Computergeneration doch vollkommen aus.
      • Von Surprise Komplett-PC-Käufer(in)
        Ich glaube erst mal nicht, dass Windows 10 den PC Markt beleben wird. Bloß durch Windows 10 werden die Computer nun auch nicht gleich neu erfunden. Von XP zu Vista war ein Sprung. Aber ein Windows 7 reicht für die heutige Computergeneration doch vollkommen aus.
      • Von 3-tium Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Bec00l
        Haha ! Sorry aber was bleibt Intel denn für eine andere Wahl als dieses Thema positiv zu pushen? Die sinkenden Margen sagen doch alles aus Greetz
        Wer die Verbindung zwischen dem eigentlichen Prozessor mit dem Heatspreader nicht verlötet verdient das. ;-P
      • Von Bec00l Software-Overclocker(in)
        Haha ! Sorry aber was bleibt Intel denn für eine andere Wahl als dieses Thema positiv zu pushen? Die sinkenden Margen sagen doch alles aus Greetz
      • Von Ap0ll0XT
        Der PC-Markt wird absolut überhaupt nicht belebt durch Windows 10. Warum auch? Was den Markt beleben würde wäre, wenn man jetzt den Support für Vista, 7, 8 und 8.1 von jetzt auf gleich einstellt und eine ebenso wirkungsvolle Panik wie bei Windows XP verbreitet. Dann rennen Opa, Oma, Vater, Mutter und der Dau um die Ecke zum nächsten "Ich-bin-doch-blöd"-Markt oder Aldi, um dort die fertigen technologischen Wunderwerke von Acer, Medion, ASUS und Co. mit den dicken Intel-Aufklebern zu kaufen. Aber so wird sich da nichts bewegen am Markt.

        Die Leistungsanforderungen der klassischen 0815-Mainstreamanwendungen bewegen sich seit Etablierung von Multicore-Prozessoren kaum bis garnicht. Egal ob Office, Web oder Solitär. Die meisten lasten noch nicht einmal 10 Jahre alte Kisten komplett aus. Die Geräte werden immer langlebiger. Durch immer bessere Baukomponente halten, so lange man die Geräte innerhalb der Spezifikation betreibt und diese auch technisch einwandfrei gefertigt wurden, eine halbe Ewigkeit. Und auch bei Netzteilen haben wir zwar hier im Forum eine Faustregel mit den 5 Jahren. Aber im Mainstreamsektor kratzt es die guten Netzteile nicht, das sie 10 Jahre betrieben werden, wenn von den 300-500 Watt meist eh nur 20-150 Watt gebraucht werden. Auch Festplatten halten immer länger. Zu erkennen ist es im übrigen auch sehr gut am Refurbished-Markt für Desktop's und Notebook's. Core 2 Duo/Quad hier, Athlon64/Phenom X2/X3/X4 da. Alles kaum jünger als 6-7 Jahre. Und die Teile werden verkauft wie blöde.

        Höchstens sind es die ganz blöden, die sich neue Systeme kaufen, weil sie mit Windows 8 oder Vista nicht zufrieden waren und der Meinung sind, das ihr Problem nur durch eine große Investition gelöst werden kann. Aber ansonsten wird sich da am Markt recht wenig tun. Und wie es im IT-Bereich üblich ist werden Fachmänner und belesene Bekannte gegen das Marketing arbeiten. Das hat ja auch hervorragend bei Windows 8 und Windows Phone geklappt. Das wird auch hier passieren!
      • Von konsolen/pczocker Software-Overclocker(in)
        Zitat von dailydoseofgaming
        Ich sehe das ähnlich. Durch DX12 wird es möglich die Leistung der CPU wesentlich besser zu nutzen. Dementsprechend wird CPU Aufrüstung noch seltener nötig als es ohnehin schon ist.
        Das glaube ich nicht. Wenn DX12 im gleichen Szenario wie DX11 weniger CPU-Last verursacht, heißt das für Spieleentwickler, dass nun zusätzliche/genauere (Physik-)Berechnungen möglich sind. Zum Beispiel bessere Ballistik in Shootern, bessere Reifenmodelle in Rennspielen oder auch bessere Simulationen von Wasserwellen.

        Dass Windows10 den Markt belebt glaube ich nicht, da selbst 10Jahre alte Computer alles können was der durchschnittliche Nutzer benötigt (E-Mail, Office, Internet).
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk