Windows 10: Umstrittener Teil der Systemanforderungen wohl eher Empfehlung als Verpflichtung
Die von Microsoft für Windows 10 gemachten Angaben zu den Systemanforderungen sind offenbar wackelig. Was da als verpflichtend vorausgesetzt wird, stimmt nicht immer, denn Windows 10 lässt sich auch auf Systemen ohne das geforderte UEFI 2.3 installieren. Wie es um die TPM-Forderungen steht, lässt sich erst in einem Jahr beantworten.
Die von Microsoft schon vor einiger Zeit veröffentlichten Systemanforderungen zu Windows 10 sind offenbar nur als Empfehlungen zu verstehen. Bei den Punkten CPU, GPU, Speicherbedarf und Auflösung gibt es wohl nicht viel zu rütteln, aber die Anforderung an UEFI 2.3 wackelt offenbar bereits, denn wie 3D Center korrekt festhält, installiert sich Windows 10 auch auf Systemen ohne UEFI und Secure Boot. Damit sind auch ältere Rechner wieder im Rennen, was eine rein logische Entscheidung von Microsoft ist, will man doch für maximale Verbreitung von Windows 10 sorgen.
Folglich muss man wohl die von Microsoft benannten Systemanforderungen als Vorgaben für OEM-Hersteller sehen, wenn das System neuen Rechnern beigelegt wird. Für die ist Secureboot laut Microsoft verpflichtend und die Abschaltbarkeit rein optional. Wie es derweil um die viel diskutierte Sache mit der Voraussetzung um TPM 2.0 steht, kann man derzeit nicht sagen. Microsoft erklärt hier, dass dies ein Jahr nach dem Release des RTM von Windows 10 verpflichtend wird. Folglich muss das Thema 2016 geklärt werden.
TPM ist grundsätzlich eine positive Sache, lassen sich damit doch Malware und Viren aktiv bekämpfen. TPM ist aber auch ein Risiko für den Anwender. Etwa dann, wenn der Anbieter den Nutzern digitale Fußfesseln anlegt. Aus diesem Grund ist die Voraussetzung von TPM 2.0 umstritten. Das hat aber nach der langen Debatte doch viele nicht vor dem Umstieg abgeschreckt; auch bei PC Games Hardware, wo trotzt viel Gezeter um TPM mittlerweile 49 Prozent der Umfrage-Teilnehmer Windows 10 einsetzen. Weitere 17 Prozent wollen nachziehen.