AMD Radeon Vega Frontier Edition: Tile-Based-Rasterizer anscheinend inaktiv
Das erste US-amerikanische Hardware-Magazin hat eine Radeon Vega Frontier Edition aus dem Handel erhalten. In den meisten Spiele-Benchmarks bewegt sich die Grafikkarte weiterhin auf dem Niveau einer Geforce GTX 1080. Es gibt aber Grund zur Annahme, dass unter anderem der neue Tile-Based-Rasterizer mit den aktuellen Treibern noch nicht korrekt funktioniert.
Wir schrieben gestern bereits, dass die bisherigen Benchmarks zur Radeon Vega Frontier Edition noch wenig Aussagekraft haben. Zum einen lag das an den Testern, die als Privatkäufer noch keine Erfahrung mit dem Benchen hatten, und zum anderen an den verfügbaren, nicht zum Spielen optimierten Treibern. Der erste Teil kann nun aus der Gleichung entfernt werden, denn mit der US-amerikanischen Webseite pcper.com hat das erste erfahrene Hardware-Online-Magazin eine Vega-10-Grafikkarte erhalten. Randnotiz: In Deutschland ist eine Radeon Vega Frontier Edition immer noch nicht zu bekommen.
Die meisten Spiele-Benchmarks von pcper.com liegen weiterhin nur auf dem Niveau einer Geforce GTX 1080, einzig in Fallout 4 vom Kooperationspartner Bethesda kann sie sich mit der GTX 1080 Ti anlegen. Interessant ist aber vor allem ein Test mit dem Tool Trianglebin, der das Verhalten der Raster-Endstufen zeigt. Die Vega-10-GPU auf dem FE-Modell verhält sich genau wie Fiji (R9 Fury [X], R9 Nano): Polygone werden sequenziell gerastert und nicht in Gruppen, wie es bei einem Tile-Based-Ansatz geschehen müsste. Dadurch kann das sogenannte Culling nicht stattfinden, bei dem die nicht sichtbare Geometrie verworfen wird - das würde die Performance erhöhen und die Effizienz verbessern.
AMD selbst gibt an, dass der Draw Stream Binning Rasterizer nicht immer im TBDR-Ansatz (Tile Based Deferred Rendering) laufen muss, sondern als Fallback in den bisher genutzten Immediate-Modus zurückwechseln kann - der Treiber selbst kann die Entscheidung treffen. Möglich wäre also, dass der Treiber sich - warum auch immer - in dem Test für den Immediate-Modus entschieden hat oder das gruppierte Abarbeiten von Geometrie noch gar nicht funktioniert und erst in einem kommenden Treiber aktiviert werden muss. AMD sagt nur, dass die Radeon Vega Frontier Edition einen älteren Treiber nutzt, hält sich mit Details aber zurück.
Raja Koduri, Leiter der Radeon Technologies Group, betonte im Vorfeld, dass die RX-Vega-Karten in Spielen schneller sein sollen als die Frontier Editions. Was die halbe Hardware-Welt jedoch vermisst, sind Details. Der Chiphersteller verhält sich momentan schlichtweg verdächtig ruhig.

Von meiner Seite keine Einwände an dieser Stelle. Ich mach mich jetzt zeitnah auf ins Bett. Um fünf geht's wieder los und ich muss frisch aussehen. Gute Nacht.
Naja, hätte es sie nicht gegeben, würden wir weiterhin von knapp über 1080 Leistung ausgehen. Denke ich zumindest.
Von meiner Seite keine Einwände an dieser Stelle. Ich mach mich jetzt zeitnah auf ins Bett. Um fünf geht's wieder los und ich muss frisch aussehen. Gute Nacht.
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Nun zumindest soweit sind wir bei Vega nicht, Gott sei dank.
Das mit dem Spielspass bezog sich im übrigen einzig auf die Annalogie zu Spielebugs. Sorry, wenn das etwas verdreht rüber kam. Der Smiley sollte den Sarkasmus eigentlich ein wenig hervorheben.
Das unspielbar kam ja von ihm und nicht von mir. Das war seine Vorgabe/Definition.
Das mit dem getrübten Spielspaß verstehe ich aber trotzdem nicht. Wer sich die Karte jetzt kauft, mit der aktuellen Leistung und ohne Versprechen für mehr, der weiß doch was er zu erwarten hat und bekommt es auch. Warum sollte der Spielspaß getrübt werden? Das hab ich jetzt nicht verstanden, glaube ich.
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