AMD Radeon Vega Frontier Edition: Benchmarks haben aktuell wenig Aussagekraft
Die ersten privaten, US-amerikanischen Besteller haben eine Radeon Vega Frontier Edition erhalten und damit sowohl synthetische Benchmarks absolviert, als auch erste Messungen in The Witcher 3 vorgenommen. Viel Aussagekraft haben diese nicht, denn erstens können Anwenderfehler nicht ausgeschlossen werden, zweitens spielt der Treiber eine große Rolle.
Während Europa noch auf lieferbare Exemplare der Radeon Vega Frontier Edition warten muss, wird sie in den USA bereits vereinzelt ausgeliefert. Vor allem ein Besitzer sorgte gestern für ordentlich Furore in vielen Foren, denn auf Nachfrage lieferte er erste 3DMark-Ergebnisse und Fps-Werte in The Witcher 3. Die Hardware-Welt sollte ihre Füße allerdings noch still halten und nicht zu voreiligen Schlüssen kommen.
Im 3DMark Fire Strike wurden GPU-Scores in Höhe von 22.963 (Standard-Preset), 10.585 (Extreme) und 5.336 (Ultra) erreicht. Auf Seiten von Nvidia schafft das eine übertaktete Geforce GTX 1080. Auffällig ist, dass die Ergebnisse 35 bis 40 Prozent über jenen einer Radeon R9 Fury X liegen, womit die Vega Frontier Edition ziemlich genau ihren zusätzlichen GPU-Takt in Punkte umwandelt (rund 1.400 vs. 1.050 MHz). Das ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass architektonische Verbesserung von Vega 10 entweder noch nicht richtig funktionieren oder noch gar nicht vom Treiber freigeschaltet sind. Vor allem der neue Draw Stream Binning Rasterizer sollte die Performance anheben, indem nicht sichtbare Polygone früh in der Render-Pipeline verworfen werden - ohne manuelle Anpassungen in Spielen oder Benchmarks.
Es besteht sogar die Möglichkeit, dass die Vega Frontier Edition einen reinen Polaris- beziehungsweise Fiji-Treiber mit Fallback-Modus nutzt, wie ihn AMD früher schon in öffentlichen Demos einsetzte (auch dort lag die Performance auf dem Niveau einer Geforce GTX 1080). Das würde auch erklären, warum AMD darauf pocht, dass die Radeon-RX-Vega-Grafikkarten in Spielen schneller sein werden als die FE-Modelle - nennenswert mehr Takt erwarten wir zumindest gegenüber der kommenden Wakü-FE-Version jedenfalls nicht.
Zu guter Letzt ist der Tester nicht geübt im Benchmarken, sodass es schlichtweg zu Anwenderfehlern kommen kann. Oft läuft die Grafikkarte zum Beispiel im Pro- und nicht Gaming-Modus. Das Netzteil ist mit einer nominellen Ausgangsleistung von 550 Watt knapp dimensioniert. Der Besitzer selbst gab zu Beginn an, dass der GPU-Takt stärker schwankt. VSR, um in Ultra HD zu testen und so womöglich die Shader-Auslastung zu verbessern, kennt er nicht.
All das soll übrigens nicht heißen, dass AMD im Juli unbedingt einen Wundertreiber veröffentlichen wird, der die Leistung massiv verbessert - ganz offensichtlich gibt es bei AMD intern Probleme, was Vega angeht. Final sind die aktuellen Ergebnisse aber keineswegs. Ein bisschen mehr Geduld ist angeraten.

AMD wirbt sogar selber auf ihrer Webseite damit
Sniper Elite 4
Edit.:
CB weist wiederum darauf hin
"Sniper Elite 4 bietet keine auffälligen Grafikoptionen. Zudem nimmt das Spiel weder an AMDs Gaming-Evolved-, noch an Nvidias GameWorks-Programm teil."
Denn immerhin listen die auch GTA V: Grand Theft Auto V
Dem kann niemand nachsagen, für AMD optimiert zu sein.
Edit:
Die erste TressFX-Version unter Tomb Raider wurde erst nach Release als Source-Code veröffentlicht und die Lizenz stand nicht unter den MIT-Bedingungen, wie GPUOpen aktuell.
Und bei GameWorks gibt es mittlerweile Source-Code Zugang zu den meisten Modulen.
Und wie bremst eig. GameWorks Innovationen?
Sind gute Umgebungslichtverdeckungen oder Hybrid Raytraced Shadows nicht Innovativ bzw. wünschenswert?
Oder hängt man sich nur an subtopimalen Lösungen wie HairWorks auf?
Oder kennt man die geheimen Vertragsbedingungen, wo dem Spielerhersteller verboten wird XYZ zu implementieren, weil man GameWorks-Module verwendet?
Ich würde z.B. nicht behaupten, dass AMDs HDAO-Lösung bzw. in früherer Form ein tolles Stück Software war.
Und der TimeSpy Benchmark holt durch eine zusätzliche Compute-Queue mehr Performance unter Radeons aus, als jedes aktuelle Spiel.
Wer damit Probleme hat oder von einer Farce redet, muss vielleicht selber sein Urteil überdenken.
Nvidia gibt ihnen keine Lizenz für Sourcecode Zugang und diejenigen, die ihn haben, dürfen keine Informationen mit AMD teilen.
Das macht die Zusammenarbeit für Optimierungen doch recht schwer.
Und ich warte bis heute auf den Beweis dass Sniper Elite auf AMD Karten optimiert wurde, bisher konnte den aber noch keiuner liefern.. Vllt bist du ja der Erste ^^
Gaming Evolved ist nicht mal ansatzweise mit Gamemurks zu vergleichen (Tress FX brauchte seitens Grün nur ein Update des Treibers, Gamemurks ist bis heute nicht einfach zu optimieren)
Und wenn ich sehe dass in TimeSpy einfach mal eben alle Synergieeffekte von DX12 ausgeklammert werden, dann ist das ne Farce.
Die erste TressFX-Version unter Tomb Raider wurde erst nach Release als Source-Code veröffentlicht und die Lizenz stand nicht unter den MIT-Bedingungen, wie GPUOpen aktuell.
Und bei GameWorks gibt es mittlerweile Source-Code Zugang zu den meisten Modulen.
Und wie bremst eig. GameWorks Innovationen?
Sind gute Umgebungslichtverdeckungen oder Hybrid Raytraced Shadows nicht Innovativ bzw. wünschenswert?
Oder hängt man sich nur an subtopimalen Lösungen wie HairWorks auf?
Oder kennt man die geheimen Vertragsbedingungen, wo dem Spielerhersteller verboten wird XYZ zu implementieren, weil man GameWorks-Module verwendet?
Ich würde z.B. nicht behaupten, dass AMDs HDAO-Lösung bzw. in früherer Form ein tolles Stück Software war.
Und der TimeSpy Benchmark holt durch eine zusätzliche Compute-Queue mehr Performance unter Radeons aus, als jedes aktuelle Spiel.
Wer damit Probleme hat oder von einer Farce redet, muss vielleicht selber sein Urteil überdenken.
Gesendet von meinem HTC 10 mit Tapatalk
Ob sie gleich zieht oder 1080TI Niveau erreicht und Big Green durch den Preis in die Schranken weist, sieht allem Anschein nach nicht so aus.
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Ob es das noch was wird?