Total War Rome 2: Exklusive Technik-Infos zum epischen Strategiespiel mit Massenschlachten

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Laut Creative Assembly soll Rome 2 seine Vorgänger in Größe und Bildgewalt übertreffen. Wie uns der technische Leiter Charlie Dell und der leitende Grafikprogrammierer Richard Gardner verraten, setzen die englischen Experten für Strategie dabei weiterhin voll auf modernste PC-Technik.

Wenn Creative Assembly einen neuen Total War-Teil ankündigt, können Strategen davon ausgehen, dass dieser nicht nur Gameplay-Innovationen einführt, sondern seine Vorgänger auch hinsichtlich der Inszenierung der historischen Schlachten, speziell der Grafik, Physik, der Größe der Karten sowie Zahl der Kombattanten, übertrifft. Um die hohen Erwartungen der Fans zu erfüllen, kombiniert der Entwickler bei Rome 2 erstmalig in der Reihe Land- und Seeschlachten und führt eine Einheitenkamera (Unit Cam) zur Beobachtung des Schlachtengeschehens am Boden ein. Dabei ist die hauseigene Technologie im Hintergrund seit Shogun 2 auf dem modernsten Stand und nutzt konsequent die Möglichkeiten der Plattform PC, DX11-Renderer und Mehrkernunterstützung inklusive. Welche technischen Änderungen für die neuen Features von Rome 2 nötig waren, erklärt uns die Programmierer Richard Gardner Charlie Dell.

Total War Rome 2: Neue Features, neue Technik

Um die Kombination der Massenschlachten an Land und zur See zu realisieren, haben Charlie Dell und seine Engine-Programmierer eine ganz neue technische Lösung gefunden. Vor der Entwicklung von Rome 2 gab es laut der Auskunft des leitenden Technikers Charlie Dell jeweils für die Land- und Seeschlachten ein System respektive einen Satz mit Programmcode.Die werden jetzt miteinander kombiniert, sodass wir nun bei der Schlachten-Engine mit einer Code-Basis arbeiten können. Das ermöglicht beispielsweise, so Dell weiter, die Schlachtenszenarien durch Angriffe vom Strand aus erweitern zu können. Für die Unit Cam, eine weitere Neuerung von Rome 2, war es gemäß den Erklärungen des Grafik-Programmierers Richard Gardner nicht nötig, den Renderer umzuschreiben. Allerdings wolle man die Strategen ermutigen, die Einheitenkamera auch einzusetzen. Daher arbeite sein Team noch härter daran, dass die Nahaufnahmen des Schlachtengetümmels und hier besonders die Animationen optisch anspruchsvoll und noch glaubwürdiger als bei Shogun 2 ausfallen, berichtet Gardner

Total War Rome 2: Viel Arbeit für den Grafikchip

Ein Bereich, beim dem die Leistung der Grafikkarte einen entscheidenden Faktor darstellt, ist die Qualität der Animationen. Auf letztgenannte legt Creative Assembly besonders viel Wert und laut Richard Gardner kommt dasselbe von der GPU berechnete und auf Vertex Texture Fetch basierende System von Fall of the Samurai zum Einsatz, bei dem alle Key-Frames der Animation in einer dynamischen Textur gespeichert werden. Trotzdem habe man, so der Grafikprogrammierer, GPU-seitig die Unterstützung für cinematische Meshes hinzugefügt bei der vier Bones eine einzelne Vertex beeinflussen können. Des weiteren versprechen die Entwickler zusätzliche DX11-Features. Diesbezüglich verriet Richard Gardner allerdings nur, dass es im Bereich DX10 Texture Arrays Verbesserungen geben werde, dass DX11 Compute Shader zur Aufwertung und Beschleunigung des HDR-Renderings und des FFT Ocean Rendering genutzt würden und dass DX11-Tessellation dazu eingesetzt werde, den Geometriegrad, beispielsweise bei der Darstellung des Wassers und des Terrains, zu erhöhen.

Total War Rome 2: Mehrkernoptimierung und Skalierbarkeit

Natürlich habe wir die beiden Entwickler auch nach einem Statement zu unserer Beobachtung gefragt, dass die Total War-Engine vier Kerne nicht konsequent nutzt. Hierzu antwortete Charlie Dell, dass die Technologie hinter Rome 2 in den meisten Situationen tatsächlich von der GPU-Leistung abhänge. Allerdings versuchen wir, führt Dell aus, die dadurch frei werdende CPU-Leistung auf alle nicht ausgelasteten Kerne zu verteilen. Im Gegenzug lobt der Entwickler die Skalierbarkeit der Technologie. Ziel sei es, dem Spieler mit einem High-End-Rechner das selbe Spielvergnügen wie dem Besitzer eines Einsteiger-PCs zu bieten. Da arbeite man verstärkt mit LOD-Techniken.

Mehr zum Thema "die Technik hinter Rome 2" finden Sie in der kommenden Ausgabe 11/2012 der PC Games Hardware, die ab dem 2.10.2012 bei Zeitschriftenhändler erhältlich ist.

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    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast849 Schraubenverwechsler(in)
        Damals als ich das geschrieben hatte ging der Link wirklich nicht. Der Artikel wurde schon in den Google News (Suchwort: "Rome 2") angezeigt, jedoch ging damals der Link nicht. Jetzt geht er ja.

        Ich hätte auch noch eine Frage zur Technik bzw. Animationen. Wird es auch andere Kampfanimationen als immer 1 vs. 1 geben? Das ist auf die Dauer doch sehr ermüdend (gerade weil sie ja die Unit-Cam einführen) und unrealistisch.
      • Von Gast849 Schraubenverwechsler(in)
        Damals als ich das geschrieben hatte ging der Link wirklich nicht. Der Artikel wurde schon in den Google News (Suchwort: "Rome 2") angezeigt, jedoch ging damals der Link nicht. Jetzt geht er ja.

        Ich hätte auch noch eine Frage zur Technik bzw. Animationen. Wird es auch andere Kampfanimationen als immer 1 vs. 1 geben? Das ist auf die Dauer doch sehr ermüdend (gerade weil sie ja die Unit-Cam einführen) und unrealistisch.
      • Von BigBubby Lötkolbengott/-göttin
        Medieval ist mein Lieblingsteil.

        Ich hoffe Rome 2 wird nicht wieder so easy wie Shogun2, sondern etwas anspruchsvoller.
      • Von Standeck BIOS-Overclocker(in)
        Rome ist auch mein Lieblingsteil! Das ganze Erobern und Reich ausdehnen passt sowieso eher zu den Römern. Ich freu mich darauf wie ein Römer auf die Endspiele der Gladiatoren im Kolosseum.
      • Von ohhjohnny Komplett-PC-Aufrüster(in)
        boaaa freu mich auch schon richtig so lange muss shogun 2 herhalten und natürlich medieval
      • Von TheOnLY Freizeitschrauber(in)
        Rome ist mein Lieblingsteil der Serie. Hoffentlich wird dieser genauso gut.
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