Titanfall Beta im Benchmark-Parcours: Erste Grafikkarten-Tests
Seit dem 14. Februar können die ersten Gefechte in EAs neuem Shooter Titanfall ausgetragen werden. Pünklich zum Start der Beta schwang sich PCGH ins Cockpit des rasanten Sci-Fi-Shooters und testete die auf der leicht betagten Source-Engine basierenden Technik Titanfalls anhand einiger Grafikkarten.
Quelle: EA
Titanfall Beta - Aufmacher
Der langersehnte Multiplayer-Shooter Titanfall ist in die Beta gestartet. Das Erstlingswerk der Entwickler von Respawn Entertainment ist ein sehr flotter First-Person-Shooter mit Fußsoldaten und mächtigen Mechs, den namensgebenden Titanen. Die Keilereien finden auf verhältnismäßig kleinen Karten statt, dort funktioniert auch das Konzept mit maximal 6-gegen-6-Spielern. Spätestens, wenn die ersten Titanen auftauchen, ist Action am laufendem Band garantiert.
Titanfall - Kann die Source Engine überzeugen?
Als Grafikmotor nutzt Titanfall die schon recht betagte Source-Engine, die aber für Titanfall einige Anpassungen erhielt. Die Anwendung setzt nun zwingend ein 64-Bit-Windows voraus, als API kommt DirectX 11 zum Einsatz. Doch das Alter der Engine sieht man dem Titel deutlich an. Viele Texturen sind sehr niedrig aufgelöst und wirken zudem sehr flach. Die Vegetation sieht aus wie die in Half-Life 2 und Rauch- und Explosionseffekte sind ebenfalls nicht mehr zeitgemäß. Auch die Beleuchtung wirkt sehr statisch und die ausgewaschenen, teils sehr flach wirkenden Hintergründe heben sich deutlich sichtbar von der Levelgrafik ab.
Doch in den meisten Fällen bemerkt man kaum, dass der "Render-Opa" Source-Engine für die Darstellung verwendet wird: Das rasante Gameplay lenkt die Sinne schnell von Matsch-Texuren und der peinlichen Flora ab. Wir hätten uns dennoch eine etwas modernere Engine gewünscht, denn vor allem die sehr statischen Level hinterlassen einen faden Eindruck. Selbst wenn wir mit einem Titanen und Vierfach-Raketenwerfer um uns schießen, bleibt die Levelarchitektur davon völlig unberührt. Auch einige Effekte könnten ein wenig schicker sein und einige Texturen hätten wirklich nicht gar so mies aufgelöst und flach ausfallen müssen - etwas Hoffnung besteht hier aber für die Vollversion, wir reden hier ja immer noch von einer Beta. Der Beleuchtung fehlt zudem Dynamik, nicht mal gleißende Feuerbälle beeinflussen das Lighting. Störend ist auch das häufige Tearing, das bei abgeschaltetem Vsync trotz Framelock häufig auftritt.
Das rasante Gameplay entschädigt allerdings größtenteils für den Mangel an optischem Bombast. Als Fußsoldat ist man außergewöhlich flink unterwegs, kann Doppelsprünge und Wallruns absolvieren und sich so mit etwas Geschick hinter Gegner manövrieren oder Beschuss ausweichen. Und auch gegen einen Titanen ist der nur schwach gepanzerte Soldat nicht schutzlos: Zum einen kann eine Anti-Titanenwaffe mitgeschleppt werden, mit der die Mechs mit einigen Schüssen auseinandergenommen werden können. Geschickte Spieler können auch auf den Rücken des stählernen Ungetüms klettern, eine Luke öffnen und dort mit einigen Schüssen die Technik lahmlegen. Auch die Steuerung der Titanen ist gelungen und geht sehr flott von der Hand. Das hektische Gameplay erinnert etwas an Klassiker aus dem Hause id oder Epic.
Titanfall - Unsere Benchmarks
Die Anforderungen an die Grafikkarten fallen nicht allzu hoch aus, sind aber in Anbetracht des Alters der Engine und in Relation zur gebotenen Optik aber auch nicht gering. Titanfall beschränkt die Bildraten auch mit abgeschaltetem Vsync auf die maximale Wiederholungsfrequenz Ihres Monitors. In den meisten Fällen sind dies 60 Hz beziehungsweise 60 Bilder pro Sekunde. Aktuelle Mittelklassekarten besitzen hierfür größtenteils genügend Leistung. Doch nicht immer können diese Bildraten stabil gehalten werden können. Framekiller Nummer eins sind der Rauch und die Explosionen.
Bei unseren Benchmarks haben wir dies berücksichtigt. Für unsere Szene wählten wir die Karte Fracture und den Spielmodus Attrition. Wir starten unseren 15-sekündigen Benchmark am Rand der Karte mit Blick in die Ruinenstadt. Dort findet nach unseren Erkenntnissen ein Großteil der Action statt und wir können so die ganze Karte überblicken. Wir warten, bis mindestens ein Titan an den Keilereien beteiligt ist und sprinten dann ins Getümmel. Aufgrund der schlechten Reproduzierbarkeit fertigen wir sieben Messungen an und eleminieren die höchsten und niedrigsten Werte. Diese Art zu benchen ist extrem aufwendig und wird oftmals vom Tod der eigenen Spielfigur frühzeitig unterbrochen. Doch die Messungen spiegeln eine typische Spielsituation wieder und zeigen, ob die getesteten Karten in hektischen Gefechten noch flüssige Bildraten liefern können - unverzichtbar für einen schnellen Online-Shooter. Wie die meisten Spieler nutzen wir ein 60-Hz-Display, daher sind die Bildraten auf maximal 60 Fps begrenzt. Für den optimalen Spielspaß sollten diese auch stets anliegen, die schnelle Multiplayer-Action macht mit Rucklern deutlich weniger Spaß.
Wir bitten zu beachten, dass Multiplayer-Benchmarks trotz umfangreicher Messungen stets einer gewissen Fluktuation unterworfen sind. Zudem konnten wir in dieser kurzen Zeit nur eine relativ geringe Anzahl Karten testen. Die Karten liefern größtenteils die im Verhältnis zu erwartende Leistung, doch die schlechte Performance der GTX 650 Ti und der GTX 660 überrascht uns ein wenig. Beim Benchen sind uns bei diesen Karten allerdings auch Bildfehler aufgefallen (siehe Galerie), gut möglich, dass hier entweder die Betaversion von Titanfall oder die des verwendeten Treibers für das schlechte Abschneiden sorgten. Haben sie eine Oberklassekarte, können Sie die brachliegende Leistung nutzen, indem Sie einen 120- bzw. 144-Hz-Monitor befeuern, über die Full-HD-Auflösung hinausgehen oder die Kantenglättung verbessern. Titanfall bietet bis zu achtfaches Multisampling, je nach verwendeter Grafikkarte zudem auch CSAA (Nvidia) oder EQAA (AMD). Im Treiber kann zudem Supersampling erzwungen werden. Für diesen Fall benötigen Sie aber eine sehr potente Grafikkarte wie eine GTX 780 (Ti) oder eine R9 290(X).
Alle anderen Karten liefen tadellos, wie übrigens auch das Spiel selbst. Während unseres ausgedehnten Abstechers in die Sci-Fi-Welt des Shooters stürzte das Spiel nicht ein einziges Mal ab oder nervte uns mit abgerissenen Verbindungen oder anderen Fehlern. Nicht schlecht für eine Beta, besonders wenn man die verhunzten Starts anderer Titel in letzter Zeit in Betracht zieht.
Bildergalerie
Habe Sie die Titanfall-Beta gespielt? Was halten Sie von dem rasanten Mech-Shooter? Können die flotten Gefechte und die locker-flockige Steuerung die schwache Technik, die kleinen Karten und die deren etwas enttäuschende Statik aufwiegen? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion.


ja bei mir sind auch locker 6-7 gb laut taskmanager belegt. ich bin auch sehr erstaunt! bin aber froh 16 gb drin zu haben. kann ich also nur jedem raten. vielleicht weis hier einer wieso dieses spiel so ungewöhnlich viel ram frisst!
Besonders wie viele beliebte Spiele nutzen ältere Engines? Gaaaanz viele!
Und von einem Bugfest biste verwöhnt? Mein herzliches Beileid...
Warum erwähnst du dann Betafail wenn bei dir gameplay -> Grafik sein soll?
BF hat nur Grafik. Mehr nicht! Eine nette techdemo
Titanfall allgemein war grafisch ganz ok. Versteh nicht warum hier manche so einen wirbel um die Grafik machen. Ein left4dead oder Counterstrike macht(e) ebenso einen Spass. Das Gameplay das ist wichtig und das war sehr sehr gut in der Beta.
Aber allgemein finde ich den Content im Spiel zu schwach. Es gibt wirklich gar nix nur den Multiplayer. Es gibt keinen ordentlichen SIngleplayer. Keine Botfunktion. Keine extra Modis wie Zombie oder ein Alienmodus. Es gibt viel zuwenige Waffen/Perks/customize möglichkeiten. Prestige soll man in paar Stunden erreicht haben.
Das ist einfach zuwenig inhalt für einen vollpreis Spiel für 60€! Da hat ja die Techdemo BF4 noch mehr. CS:GO habe ich für 10€ bei release gekauft und schaut euch mal den inhalt an den es heute bietet.
Naja, aber allgemein wie heist es so schön? Und die Moral von der Geschicht, an CoD rankommen wird es nicht. Da bekommt man weiterhin ein "rundum packet" das genremässig unübertroffen ist. Leider, schafft es kein entwickler etwas vergleichbares zu bringen.
Beta angespielt - Gameplay TOP. Technisch einwandfrei.
Werde ich mir auf jeden Fall paar Tage nach Release kaufen!
Konnte auch kaum bis gar keinen Lag anderer Spieler feststellen.
War mit der Beta wirklich absolut zu Frieden.
Ist gekauft! Weiter so Microsoft / Respawn.