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      • Von fotoman Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Fawkes
        Mal ganz direkt gefragt: Stell dir vor du wirst als IT-Service zu ner Firma gerufen wegen nem Virus / Trojaner.
        Als IT-Service zu einer Firma????? Da bin ich echt sprachlos, ist das hier ein PCGH-Forum für Spieler und PC-Bastler oder eins von und für IT-Sicherheitsberater?

        Zitat von Fawkes
        Vor Ort stellst du fest, dass das letzte Backup ein halbes Jahr zurück liegt.
        Dann hilft halt nur Schadensbegrenzung, die man dem Kunden aber auch so verkaufen kann. Wenn der Kunde noch nicht einmal die Tagespresse liest oder Nachrichtensendungen schaut, dann muss er halt auf diese Weise lernen.

        Zitat von Fawkes
        Auf dem PC befinden sich aber wichtige geschäftliche Daten, die unbedingt gerettet werden müssen.
        Und der User war dann auch noch so unsagbar dämlich (oder halt vom Chef nicht geschult), auf die Wünsche in der eMail einzugehen und die Makros in Excel aktiviert zu lassen, weil die Mail mit dem Trojaner ja so ein schöner Logo hatte (siehe C't 1/2017).

        Zitat von Fawkes
        Wenn man nun aber weiß, wie man solche Plagen wirklich entfernen kann und die Daten anschließend noch da sind, stehst du plötzlich als Retter in der Not da.
        Du bist Dir also zu 200% sicher, die Viren komplett und ohne Nebenwirkung entfernen zu können. Privat würde ich das Risiko u.U. eingehen, aber bei einem Geschäftskunden? Nur, wenn er es mir passend (rechtssicher) unterschreibt, dass er alle Risiken trägt.

        Sonst: Datenrettung, Neuinstallation und Wiederherstellung der Daten.

        Zitat von Fawkes
        Lernt man in der Schule heute nicht mehr ganzheitlich und umfassend ein Thema zu betrachten?
        Man lernt hoffentlich ansatzweise zielorientiert. Wenn unsere Firmen IT ihr Wissen aus der PCGH oder solchen Foren ziehen würde oder schon nur dort nachfragen würde, hätte ich ernsthaft Angst um meinen Arbeitsplatz.

        Von einem IT-Dienstleiter erwarte ich im beruflichen Umfeld, dass er mir eine passende Lösung anbietet und dabei offen ist. Falls er den Virus vollständig entfernen kann, dann gerne. Ist er sich aber nicht zu 100% sicher, dass das ohne Folgeschäden funktioniert, dann ist das für einen PC mit betriebswichtigen Daten der falsche Weg (egal, ob ohne oder mit Backup). Dass man diesen Weg dann nach Freigabe durch den Kunden (und unter Ausschluß von Gewährleistung, der Kunde wollte es ja unbedingt) trotzdem geht, mag ja vorkommen.
      • Von Hobbybastler1997 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Fawkes
        Sprachlos ...
        Richtig bei dir bin ich wirklich sprachlos, mal abgesehen davon das man nur bei einer Neuinstallation sicher sein kann, das auf dem Rechner wirklich keine infizierten Dateien sind!
      • Von Fawkes Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Sprachlos ...
      • Von Hobbybastler1997 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Fawkes
        Natürlich ist es das Problem des Nutzers. Aber da der Nutzer mich bezahlt um das Problem zu lösen, kann ich schlecht hergehen und sagen selber schuld, alles weg, Neuinstallation. Das stellt den Nutzer eben nicht zufrieden. Ergo sind Mittel und Wege um Schadsoftware restlos zu entfernen durchaus in vielen Fällen nicht nur die beste, sondern auch oftmals die einzige Option.^^

        Mal ganz direkt gefragt: Stell dir vor du wirst als IT-Service zu ner Firma gerufen wegen nem Virus / Trojaner. Vor Ort stellst du fest, dass das letzte Backup ein halbes Jahr zurück liegt. Auf dem PC befinden sich aber wichtige geschäftliche Daten, die unbedingt gerettet werden müssen. Was machst du? Windows neu drauf? Wird der Kunde nicht wollen. Machst du es trotzdem, wird er dich auf Schadensersatz verklagen. Lässt du ihn mit dem Problem alleine schadet es deinem Ruf und zukünftige Aufträge kannste vergessen.
        Wenn man nun aber weiß, wie man solche Plagen wirklich entfernen kann und die Daten anschließend noch da sind, stehst du plötzlich als Retter in der Not da. Folgeaufträge sind dir recht sicher. Zudem kann man dann noch versuchen eine ordentliche Backup-Strategie an den Mann zu bringen (und natürlich daran verdienen).

        Dieses übliche "Dann ist er halt selber dran schuld... blablabla" zieht in der Geschäftswelt einfach nicht.
        Macht es euch doch nicht immer so einfach und denkt nur von eurer Perspektive aus. Lernt man in der Schule heute nicht mehr ganzheitlich und umfassend ein Thema zu betrachten? Echt schlimm mittlerweile...

        PS.: Und wie gesagt, Windows neu draufbügeln ist nicht das zeitliche Problem. Wichtiger sind da spezielle Programme, die du ausschließlich mit der Herstellerhotline zusammen installieren, konfigurieren und aktivieren kannst. Die machen das aber oft auch nicht umsonst, sondern verlangen mal eben dreistellige Beträge für diese Einrichtung...
        Ganz einfach, ich würde die Finger von diesem Kunden lassem, wer kein Backup im Geschäftsbereich macht ist schlichtweg naiv, und ich kenne kein Unternehmen das das nicht in einem bestimmten Intervall tut. Und das hat auch nichts damit zu tun, das in der Schule ganzheitliches Denken nicht mehr gelehrt wird sondern einfach nur mit gesundem Menschenverstand.
      • Von Fawkes Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Natürlich ist es das Problem des Nutzers. Aber da der Nutzer mich bezahlt um das Problem zu lösen, kann ich schlecht hergehen und sagen selber schuld, alles weg, Neuinstallation. Das stellt den Nutzer eben nicht zufrieden. Ergo sind Mittel und Wege um Schadsoftware restlos zu entfernen durchaus in vielen Fällen nicht nur die beste, sondern auch oftmals die einzige Option.^^

        Mal ganz direkt gefragt: Stell dir vor du wirst als IT-Service zu ner Firma gerufen wegen nem Virus / Trojaner. Vor Ort stellst du fest, dass das letzte Backup ein halbes Jahr zurück liegt. Auf dem PC befinden sich aber wichtige geschäftliche Daten, die unbedingt gerettet werden müssen. Was machst du? Windows neu drauf? Wird der Kunde nicht wollen. Machst du es trotzdem, wird er dich auf Schadensersatz verklagen. Lässt du ihn mit dem Problem alleine schadet es deinem Ruf und zukünftige Aufträge kannste vergessen.
        Wenn man nun aber weiß, wie man solche Plagen wirklich entfernen kann und die Daten anschließend noch da sind, stehst du plötzlich als Retter in der Not da. Folgeaufträge sind dir recht sicher. Zudem kann man dann noch versuchen eine ordentliche Backup-Strategie an den Mann zu bringen (und natürlich daran verdienen).

        Dieses übliche "Dann ist er halt selber dran schuld... blablabla" zieht in der Geschäftswelt einfach nicht.
        Macht es euch doch nicht immer so einfach und denkt nur von eurer Perspektive aus. Lernt man in der Schule heute nicht mehr ganzheitlich und umfassend ein Thema zu betrachten? Echt schlimm mittlerweile...

        PS.: Und wie gesagt, Windows neu draufbügeln ist nicht das zeitliche Problem. Wichtiger sind da spezielle Programme, die du ausschließlich mit der Herstellerhotline zusammen installieren, konfigurieren und aktivieren kannst. Die machen das aber oft auch nicht umsonst, sondern verlangen mal eben dreistellige Beträge für diese Einrichtung...
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