Crucial SSD M550 im Test: Was kann der Nachfolger der extrem beliebten M500? [Test der Woche]
Ab heute, 14:00 Uhr ist es soweit: Der Nachfolger der erfolgreichen M500-Serie von Crucial kommt auf den Markt. Diese trägt den Namen M550 und bietet insgesamt vier Kapazitäten. Was die neuen SSDs leisten, lesen Sie im folgenden Test.
Anmerkung: Dieser Artikel hatte die meisten Seitenaufrufe diese Woche. Aus diesem Grund veröffentlichen wir ihn heute erneut.
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Quelle: PCGH
Crucial M550 im Test (2)
Die M500-Serie war schon zu Beginn bemerkenswert, erschien unter ihrer Flagge doch die erste SSD, welche die 1-TByte-Marke zwar nicht sprengte, dieser mit 960 GByte Kapazität jedoch sehr nahe kam. Aktuell ist die vor fast einem Jahr erschienene M500 wieder sehr präsent: Sie hat nämlich einen heftigen Preiskampf unter den SSDs losgetreten, weshalb wir zurzeit 250-GB-Laufwerke für 90 Euro oder 480-GB-Laufwerke für 180 Euro kaufen können. Beobachter mutmaßten, dass die M500 abverkauft würde, um in den Lagern Platz für den Nachfolger zu schaffen. Sie hatten zumindest teilweise Recht.
Crucial M550 Test: Die Details
Und zwar damit, dass ein Nachfolger vor der Tür steht. Dieser trägt den Namen M550 und sollte mit der Veröffentlichung dieses Tests auch erhältlich sein. Wie auch der Vorgänger wird die Serie mit vier Kapazitäten erscheinen: 128 GByte, 256 GByte, 512 GByte und 1 TByte. Eine 2-TByte-Version stellt Crucial zurzeit noch nicht in Aussicht, bei den Größen bleibt vorerst also alles (fast) beim Alten. Crucial hat nach eigener Aussage jedoch die Datensicherheit verbessert, weshalb das Overprovisioning bei der M550 zurückgefahren und die Kapazität erhöht werden konnte. Anders als oft vermutet wird der M500 mit dem Start der M550 jedoch nicht eingestellt, sondern bleibt also weiterhin als SSD für den Mainstream erhalten, während die M550 den Enthusiasten ansprechen soll. Aktuell stellt sich das Angebot von SSDs bei Crucial also wie folgt dar:
| Crucial M550 | Crucial M500 | |
|---|---|---|
| Zielgruppe | Premium | Mainstream |
| NAND-Technologie | 20nm 64Gb/128Gb MLC | 20nm 128Gb MLC |
| Controller | Marvell 88SS9189 | Marvell 88SS9187 |
| Schnittstelle | SATA 6Gbps (SATA III) | SATA 6Gbps (SATA III) |
| Typen/Kapazitäten | ||
| 2.5 Zoll | 128/256/512/1024GB | 120/240/480/960GB |
| M-SATA | 128/256/512GB | 120/240/480GB |
| M.2 | 128/256/512GB | 120/240/480GB |
| Preis (2,5 Zoll) | 86/146/291/458 Euro (UVP) | 56/90/183/374 Euro |
Auch wenn der M.2-Anschluss physisch genutzt wird, dient als Interface immer noch SATA, weshalb auch für diese SSDs die gleichen Leistungsgrenzen dienen. Bei der kleineren 128-GB-Version greift Crucial zudem zu 64-GBit- statt 128-Gbit-Bausteinen, um ein höheres Maß an Parallelisierung zu erreichen. Die Speicherbausteine können so auf mehrere Controller-Lanes aufgeteilt und parallel beschrieben werden, sodass der Geschwindigkeitseinbruch bei den kleinen Modellen nicht so heftig ausfällt, als es das mit 128 GBit-Bausteinen der Fall wäre. Ein Artikel zu diesem Thema finden Sie in der aktuellen PCGH-Ausgabe 04/2014.
Crucial M550 Test: Die Ausstattung
Crucial stellte für unseren Test leider nicht das volle Sortiment zur Verfügung, weshalb wir uns für diesen Test auf das Topmodell mit einem TByte und die preislich attraktive 256-GByte-Version beschränken. Die Ausstattung der Laufwerke ist ziemlich mager: In der Verpackung befindet sich nur ein Adapterrahmen auf die Bauhöhe von 9,5 mm. Software und andere Beigaben sind nicht vorhanden. Das ist aber wohl auch dem Preis geschuldet: Zwar liegen die UVP-Preise deutlich über denen der M500, SSD 840 Evo und u.a. Vergleicht man sie aber mit den anderen Enthusiasten-Serien wie der SSD 840 Pro oder der Plextor M5 Pro stellt man fest, dass von allen die M550 die günstigste ist. Falls Sie also ein leistungsfähiges, aber möglichst günstiges Laufwerk ohne Schnick-Schnack möchten, sind Sie hier richtig.
Crucial M550 Test: Die Leistung
Auch wenn wir die knappe Ausstattung bemängeln, gibt es bei der Leistung wenig auszusetzen: Die M550-Serie spielt fast überall an der Spitze der Leistungsfähigkeit mit. Leichte Nachteile gibt es bei der sequentiellen Schreibgeschwindigkeit, wo die SSD etwas abrutscht. Das könnte am Marvell-Controller liegen - die Plextor M5 Pro setzt ebenfalls auf einem Controller aus diesem Haus und weist ebenfalls etwas niedrigere Schreibraten als der Rest des Feldes auf. Ebenfalls sehr gut ist IOPS-Leistung. Laut Crucial wurde besonderes Augenmerk auf den Verbrauch der M550-SSDs gelegt. Das können wir in unseren Messungen leider nicht bestätigen: Beim Schreiben verbrauchen beide Laufwerke rund 5 Watt, womit sie sich am oberen Ende der üblichen Messwerte einsortieren. Beim Lesen benötigen die Laufwerke mit 3,3 Watt (1 TByte) sowie 3,2 Watt (256 GByte) und fallen hierbei nicht weiter auf. Die wichtigsten Messwerte haben wir in folgenden Benchmarks grafisch aufbereitet:
Crucial M550 Test: Das Fazit
Die M550 ist ein flottes Laufwerk für Puristen. Zwar erreicht es nicht in jeder Disziplin Bestleistungen, allerdings wurde sie im Vergleich zum Vorgänger konsequent weiterentwickelt. Konsequent bedeutet aber auch, dass keine Revolutionen zu erwarten sind: Die Maximalkapazität bleibt weiterhin bei rund 1 TByte, die IOPS und die sequentiellen Schreibraten machen kleine bis mittelgroße Sprünge nach oben, ebenso wie die meisten anderen Kennzahlen. Hierbei ist allerdings anzumerken, dass SATA-6-GBit/s aktuelle SSDs limitiert und diese in ihrer Leistung eingeschränkt werden. Was die SSD von Crucial sehr interessant macht, ist der Preis. Dieser ist für ein Laufwerk dieser Leistungsklasse niedrig gewählt und dürfte nach dem Release noch weiter fallen. Da Crucial zudem angekündigt hat, die inzwischen sehr günstige M500 (PCGH-Test) als Consumer-Laufwerk weiterzuführen, bedeutet das auch, dass der Preiskampf bei SSDs weitergehen wird - zur Freude des Kunden.
Weiterführende Links:
- Crucial M500 Test: Moderner Preisbrecher in TByte-Nähe
- Bestenliste SSDs: Die neue Testübersicht mit SSD 840 Evo, OCZ, Plextor und Intel (März 2014)
- SSD einbauen und einrichten: Wichtige Tipps - Einbau, Defragmentierung, UEFI/BIOS, Alignment
- Crucial intern: Micron zeigt die Produktion von RAM - vom Wafer bis zum fertigen Riegel
Crucial M550 Test: Der Preisvergleich
Crucial M550 Test: Die Testtabelle und Bilder
| Produktinfo/-name | M550 (1.000 GB) | M550 (256 GB) |
|---|---|---|
| Modellbezeichnung | CT1024M550SSD1 | CT256M550SSD1 |
| Hersteller/Webseite | Crucial (crucial.com) | Crucial (crucial.com) |
| PCGH-Preisvergleich | Noch nicht gelistet | Noch nicht gelistet |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | Ca. € 458,-/befriedigend | Ca. € 146,-/gut |
| Preis pro Gbyte | € 0,48/GiByte | € 0,61/GiByte |
| MTBF/Haltbarkeit | 1.200.000 Stunden/- | 1.200.000 Stunden/- |
| Firmware Testmuster | MU01 | MU01 |
| SSD-Controller | Marvell 88SS9189 | Marvell 88SS9189 |
| Flash-Chips | 16 x 512 GBit | 16 x 128 GBit |
| DRAM-Cache | k.A. | k.A. |
| Ausstattung (20 %) | 2,49 | 2,63 |
| Formatierte Kapazität (GiByte) | 953,87 GiByte | 238,47 GiByte |
| Herstellergarantie | 3 Jahre | 3 Jahre |
| Zubehör/Besonderheiten | Adapter auf 9,5 mm Bauhöhe | Adapter auf 9,5 mm Bauhöhe |
| Eigenschaften (20 %) | 1,66 | 1,65 |
| Schnittstelle | SATA 6 GBit/s | SATA 6 GBit/s |
| NAND-Typ | MLC | MLC |
| Trim-Unterstützung (Garbage Collection) | Ja | Ja |
| Bauhöhe | 7 mm | 7 mm |
| Leistungsaufnahme Leerlauf/Schreiben | 0,35/4,2 Watt | 0,35/4,2 Watt |
| Leistung (60 %) | 1,85 | 1,84 |
| Endnote | 1,94 | 1,96 |

Im CrystalDiskmark habe ich im Seq Q32T1 Test wieder 232.5 MB/s schreiben und 228.0 MB/s lesen.
Ich würde es wirklich mal mit einem anderen Kabel an einem anderen SATA-Anschluss auf dem Board versuchen. Wäre nicht das erste mal dass es an so etwas banalem liegt. BTW: welches Mainboard ist es denn und was ist sonst noch so daran angeschlossen?
Damit wir verlässlichere Leistungswerte bekommen kannst du auch mal mit Crystaldiskmark einen Benchmark durchlaufen lassen.