Samsung SSD 960 Pro/Evo vorgestellt: M.2-Leistungswunder

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Samsung SSD 960 Pro/Evo vorgestellt: M.2-Leistungswunder (3)
Quelle: Samsung

Während des Global SSD Summits 2016 in Seoul hat Samsung seine beiden Flaggschiffe SSD 960 Pro und Evo vorgestellt. Die auf dem M.2-Format basierenden Karten nutzen das NVMe-Protokoll und werden mit vier PCI-Express-3.0-Lanes angebunden.

Samsung hat im Rahmen des Global SSD Summit 2016 in Seoul die SSD 960 als Evo und Pro angekündigt. Während die SSD 960 Evo in den Consumer-Mainstream-Markt zielt, soll die SSD 960 Pro den Consumer-Enthusiast-Markt bedienen. Beide Modelle setzen auf den Formfaktor M.2 und das Protokoll NVMe. Damit kommunizieren sie auf der Höhe der Zeit und das macht sich auch bei den Leistungswerten bemerkbar.

Samsung gibt für 960 Evo 2.500 MB/s Übertragungsleistung beim sequenziellen Lesen an und 1.500 MB/s beim sequenziellen Schreiben. Damit wildert sie im Bereich, wo zuletzt die SSD 950 Pro unterwegs war. Die SSD 960 Pro liefert entsprechend noch bessere Leistungswerte ab und wird von Samsung mit 3.500 MB/s sequenziell lesend und 2.100 MB/s sequenziell schreibend geführt. Bei den IOPs stehen für die Evo bis zu 380.000 max. 4K Random Read und 360.000 max. 4K Random Write im Handbuch, für die Pro sind es bis zu 440.000 max. 4K Random Read und 360.000 max. 4K Random Write. Das reicht auf dem Papier für die SSD 960 Pro, um sich den aktuellen Spitzenplatz bei der Leistung im Endkundenbereich zu sichern. Bei der Evo kommt Turbowrite zum Einsatz. Bei größeren Datenmengen wird die Leistung also naturgemäß einbrechen.

Die Evo ist in den Kapazitäten 256, 512 und 1.024 Gigabyte verfügbar, die Pro in den Größen 512, 1.024 und 2.048 Gigabyte. Je nach Kapazität kommen 512, 1.024 oder 2.048 Megabyte DRAM-Cache zum Einsatz, der stets als LPDDR3-1866 ausgeführt ist. Davon abgesehen unterscheiden sich Evo und Pro vor allem in eingesetzten NAND. Bei der Pro kommen MLC-Chips zum Einsatz, bei der Evo sind es TLC-Chips. Die Leistungsaufnahme wurde in beiden Fällen verbessert. Samsung gibt nun 1,2 Watt im Ruhemodus an anstatt der 1,7 Watt bei der SSD 950 pro. Für die Pro werden 5,1 bis 5,8 Watt im Betrieb genannt. Der Vorgänger erreichte da bis zu 7 Watt.

Verbessert wurden auch die TBW (Terabytes Written), die je nach Modell und Kapazität nun bei bis zu 1.200 TBW liegen. AES-Verschlüsselung und Thermal Guard sind bei allen Modellen an Bord. Ganz günstig werden diese enormen Leistungswerte erwartungsgemäß nicht. Für die SSD 960 pro werden je nach Größe 329 USD (0,5 TB), 629 USD (1 TB) und 1.299 USD (2 TB) fällig. Sie soll ab Oktober verfügbar sein. Für die Evo nannte Samsung eine Verfügbarkeit ab November zu Preisen von 130 (0,25 TB), 249 (0,5 TB) und 479 USD (1 TB).Die Garantie beläuft sich bei der Evo auf 3 Jahre, bei der Pro auf 5 Jahre.

Schon länger verfügbar ist die SM961, die für den OEM-Einsatz gedacht ist und etwas langsamer als die SSD 960 Pro agiert.

  960 Evo 1 TB 960 Evo 500 GB 960 Evo 250 GB 950 Pro 512 GB 950 Pro 256 GB 960 Pro 2 TB 960 Pro 1 TB 960 Pro 512 GB
Formfaktor single-sided M.2 2280 single-sided M.2 2280 single-sided M.2 2280 single-sided M.2 2280 single-sided M.2 2280 single-sided M.2 2280 single-sided M.2 2280 single-sided M.2 2280
Controller Polaris Polaris Polaris UBX UBX Polaris Polaris Polaris
Interface PCIe 3.0 x4 PCIe 3.0 x4 PCIe 3.0 x4 PCIe 3.0 x4 PCIe 3.0 x4 PCIe 3.0 x4 PCIe 3.0 x4 PCIe 3.0 x4
NAND Samsung 48-Layer 256 GBit TLC V-NAND Samsung 48-Layer 256 GBit TLC V-NAND Samsung 48-Layer 256 GBit TLC V-NAND Samsung V-NAND 32-Layer 128 GBit MLC Samsung V-NAND 32-Layer 128 GBit MLC Samsung 48-Layer 256GBit MLC V-NAND Samsung 48-Layer 256GBit MLC V-NAND Samsung 48-Layer 256GBit MLC V-NAND
SLC Cache 42 GB 22 GB 13 GB - - - - -
Sequential Read 3.200 MB/s 3.200 MB/s 3.200 MB/s 2.500 MB/s 2.200 MB/s 3.500 MB/s 3.500 MB/s 3.500 MB/s
Sequential Write (SLC Cache) 1.900 MB/s 1.800 MB/s 1.500 MB/s 1.500 MB/s 900 MB/s - - -
Sequential Write (sustained) 1.200 MB/s 600 MB/s 300 MB/s N/A N/A 2.100 MB/s 2.100 MB/s 2.100 MB/s
4KB Random Read (QD32) 380k IOPS 330k IOPS 330k IOPS 300k IOPS 270k IOPS 440k IOPS 440k IOPS 330k IOPS
4KB Random Write (QD32) 360k IOPS 330k IOPS 300k IOPS 110k IOPS 85k IOPS 360k IOPS 360k IOPS 330k IOPS
TBW 400 200 100 400 200 1200 800 400
Garantie 3 Jahre 3 Jahre 3 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre
Launch MSRP 479 USD 249 USD 130 USD 350 USD 200 USD 1299 USD 629 USD 330 USD
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    • Kommentare (81)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von symerac Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Gibt es inzwischen Neuigkeiten zum Release der 960 Pro?
      • Von symerac Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Gibt es inzwischen Neuigkeiten zum Release der 960 Pro?
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von INU.ID
        Es geht ja eigentlich darum, im SSD-Pufferspeicher einer SSHD nur die Daten unterzubringen, die nötig sind, um eine Schreib- und/oder Leseanfrage soweit abzufangen, das die mechanische HDD im Hintergrund genug "Zeit" hat, die restlichen Daten (evtl. sogar tlw. Bypass am SSD-Cache vorbei/parallel direkt zum Bus) zu liefern/schreiben, ohne das es zu den Verzögerungen (bzgl. Zugriffszeit und Transferrate) einer klassischen HDD kommt. Das bedeutet, je schneller die mechanische HDD diese Daten liefern/schreiben kann, desto kleiner kann der SSD-Cache sein.

        Nur mit SSD-Cache alleine ist das nicht möglich. So lange der mechanische Teil einer SSHD deutlich langsamer ist, wird es bei der Datenübertragung irgendwann immer dazu kommen, das der SSD-Cache komplett leer oder gefüllt ist, und man quasi wieder so eine Performance hat, als wäre gar kein SSD-Cache vorhanden.

        Zum einen das, wobei ich hier gar nicht weiß wie die Daten aktuell auf den Plattern verteilt/angeordnet sind. Aber ich könnte mir vorstellen das hier (nach wie vor?) Stumpf von oben nach unten gearbeitet wird. Zum anderen könnte man hier schon die Performance drastisch erhöhen, in dem man nicht nur parallel die Köpfe benutzt, sondern diese vor allem auch einzeln ansteuert. Damit wäre es dann, durch eine ausgleichende Aufteilung, auch endlich möglich, das die Transferrate einer HDD einen konstanten Wert erreicht. Also nicht mehr von (beim aktuellen 8TB PMR-Modell afaik so) von 220MB/s am äußeren Rand auf 150MB/s am inneren Rand der Platter einbricht, sondern stattdessen zb. konstant 185MB/s schafft.

        So oder so, es hat sich bei den HDDs, mal von der gesteigerten Datendichte abgesehen, seit Jahrzehnten überhaupt nichts getan. Und das obwohl dort eigentlich noch sehr viel Potential liegt.
        Praktischer Weise machen große Dateien bei Real-World-Zugriffen einen relativ großen Teil aus. Eine SSHD mit intelligentem Algorithmus (Seagates erste mobile-Generation fand ich sehr überzeugend) braucht deswegen keinen großen Flash-Cache, weil sie in diesem nur die kleinen Dateien mit wenigen Kilobyte zwischenspeichert. Auf meiner Systempartition machen beispielsweise Dateien mit mehr als 500 MB 50 Prozent des Speicherplatzbedarfes aus. Selbst flotte M.2-SSDs brauchen für den Transfer dieser Datenmenge 200-400 ms, die Zugriffszeit spielt keine große Rolle mehr.

        Angeordnet werden Daten auf Festplatten meinem Wissen erst in der Spur, dann auf anderen Ebenen des Zylinders um Kopfbewegungen zu vermeiden. Eine einzelne Ansteuerung der Köpfe ist aber mit heutiger Technik möglich, denn die Aktuatoren sind viel größer, als der Abstand zwischen zwei Plattern. Es müssen sich also mehrere Arme einen Antrieb teilen. Möglicherweise könnte man zwei Antriebe unterbringen und dann einen Satz Köpfe von innen nach außen und den anderen gleichzeitig von außen nach innen lesen lassen – so hätte man ebenfalls eine konstante Datenrate.
      • Von Multithread Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Statt 1 GB komprimierter Texturen zu Laden und von CPU und GPU entpacken zu lassen, müsste man 10-50 GB unkomprimierte Daten, am besten mit allem Mipmapstufen in vorberechneter Form in den Arbeitsspeicher kopieren. Bei ausreichend RAM würden schnellere Laufwerke dann die Ladezeit spürbar senken, aber die Installationsgrößen von Spielen würden auch drastisch ansteigen. (uneducated guess: Faktor 2 bis 10)
        Wenn es gelingt, diese Datenmaßen so abzulegen, dass sequentielle Burstzugriffe möglich sind, könnten immerhin HDD-RAID-Verbünde profitieren. In 60 Sekunden Ladezeit könnten diese, trotz relativ langsamer Lesegeschwindigkeit ganze Spieleinstallationen in den Arbeitsspeicher kopieren und sie sind auch in Multi-TB-Größe bezahlbar.
        Komplett unkomprimierte Daten in den RAM zu laden macht keinen sinn, denn der RAM ist immer um ein vielfaches schneller als das schnellste angeschlossene Laufwerk (Aktuell etwa um Faktor 25), selbst bei einer mittelmässigen Komprimierung mit schneller Dekompression ist man dann beim Laden schneller als wenn man man die Daten unkomprimiert lädt.

        Letzteres wird heute bereits gemacht, ansonsten könnte man die 1-5GB Daten für das Level von einer HDD gar nicht mehr in vernünftiger Zeit laden (es gibt leider immer einige Kleinzugriffe welche das ganze ausbremsen).
        Das Problem liegt eher beim Geld: Bei Spielen kommt es auf die Performance nur während der Schlacht drauf an, der Rest wird in Benchmarks ja nicht verglichen -> wird kein Geld für Bereitgestelt.
        Dabei könnte die meiste Heutige Software Daten vorladen, auch Spiele (zb. die Nächste Map, während noch das Spielresultat angezeigt wird). Dann spielt es auch kaum mehr eine Rolle wenn das Laden jetzt 30% langsamer ist, es geschieht nämlich im Hintergrund.

        Bei 'Software' ist es teils noch extremer: Abgesehen von einigen 'Randentwicklungen' und Funktionen wird oftmals überhaupt nicht auf die Performance geachtet. Lieber zeigt man dem Benutzer einen Kreisel, damit er Sieht das die Software etwas macht(Fals man nicht sogar das GUI einfrieren lässt), anstelle das man sich überlegt ob man das nicht eventuell verbessern kann.

        4-Kerner mögen im Desktop angekommen sein. Bei der Software wird aber weiterhin meist nur Ein Kern verwendet. Und da hilft dann das Schnellste Laufwerk nichts.

        Zitat von PCGH_Torsten
        Meiner Erinnerung nach wurden dieses Jahr zwei vergleichsweise günstige Dual-Lane-NVME-Controller vorgestellt. Es sollten also bald spürbar günstigere low-end-PCI-Express-SSDs möglich sein. Der Materialaufwand wäre aber nicht geringer, als bei heutigen M.2-SATA-Modulen.
        Ich weiss nicht ob 2 Lanes wirklich so ein guter zwischenwert sind, denn der unterschied von 1800 auf 3600 MBit/s macht auf dem Papier schon einiges her.
        Wobei ich da als Power User auch nicht für den Normalbenutzer Reden kann.

        Ich bereue es fast ne 950 pro gekauft zu haben, fast.
        Die 960 Pro sieht echt interessant aus, insbesondere von der Rohleistung her.
      • Von Threshold Großmeister(in) des Flüssigheliums
        Hört sich gut an.
        Davon 4 Stück für das nächste System und ich bin zufrieden.
      • Von INU.ID Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PCGH_Torsten
        Zwei getrennte Arme würden die Zugriffszeit zwar halbieren, aber SSDs sind noch einmal um den Faktor 100 flinker. Da sind SSHDs der sinnvollere Weg.
        Es geht ja eigentlich darum, im SSD-Pufferspeicher einer SSHD nur die Daten unterzubringen, die nötig sind, um eine Schreib- und/oder Leseanfrage soweit abzufangen, das die mechanische HDD im Hintergrund genug "Zeit" hat, die restlichen Daten (evtl. sogar tlw. Bypass am SSD-Cache vorbei/parallel direkt zum Bus) zu liefern/schreiben, ohne das es zu den Verzögerungen (bzgl. Zugriffszeit und Transferrate) einer klassischen HDD kommt. Das bedeutet, je schneller die mechanische HDD diese Daten liefern/schreiben kann, desto kleiner kann der SSD-Cache sein.

        Nur mit SSD-Cache alleine ist das nicht möglich. So lange der mechanische Teil einer SSHD deutlich langsamer ist, wird es bei der Datenübertragung irgendwann immer dazu kommen, das der SSD-Cache komplett leer oder gefüllt ist, und man quasi wieder so eine Performance hat, als wäre gar kein SSD-Cache vorhanden.

        Zitat
        Für höhere Transferraten wäre es wesentlich spannender, wenn mehrere Leseköpfe auf einem Arm gleichzeitig arbeiten könnten.
        Zum einen das, wobei ich hier gar nicht weiß wie die Daten aktuell auf den Plattern verteilt/angeordnet sind. Aber ich könnte mir vorstellen das hier (nach wie vor?) Stumpf von oben nach unten gearbeitet wird. Zum anderen könnte man hier schon die Performance drastisch erhöhen, in dem man nicht nur parallel die Köpfe benutzt, sondern diese vor allem auch einzeln ansteuert. Damit wäre es dann, durch eine ausgleichende Aufteilung, auch endlich möglich, das die Transferrate einer HDD einen konstanten Wert erreicht. Also nicht mehr von (beim aktuellen 8TB PMR-Modell afaik so) von 220MB/s am äußeren Rand auf 150MB/s am inneren Rand der Platter einbricht, sondern stattdessen zb. konstant 185MB/s schafft.

        So oder so, es hat sich bei den HDDs, mal von der gesteigerten Datendichte abgesehen, seit Jahrzehnten überhaupt nichts getan. Und das obwohl dort eigentlich noch sehr viel Potential liegt.
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