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Games World
  • Risen 3 Enhanced Edition im Techniktest mit 24 Grafikkarten von 2009 bis 2015 [Test der Woche]

    Das freut die Fans: Im Zuge der Playstation-4-Portierung veröffentlichen die Risen-3-Entwickler in Kooperation mit Publisher Koch Media einen kostenlosen Patch für das ein Jahr alte Action-Rollenspiel. Die Enhanced Edition (dt. "verbesserte Version") beglückt die PC-Anhängerschaft mit dem gleichen Facelifting, das auch die PS4 erhält - und geht dank der Möglichkeiten des PCs darüber hinaus. Doch was hat sich grafisch wirklich getan und ist nun eine neue Grafikkarte fällig? PC Games Hardware unterzieht Risen 3 EE einem Techniktest mit Benchmarks.

    Die Enhanced Edition von Risen 3, welche am PC per Patch für das Originalspiel oder als neues Retail-Produkt bezogen werden kann, bietet eine Handvoll Aufwertungen: Bessere Texturen, ein volumetrisches Wolkensystem, überarbeitetes Post-Processing wie Depth of Field inklusive Bokeh-Effekt, ein entschärftes Level-of-Detail-System sowie – und das freut Texturmodder besonders – 64-Bit-Tauglichkeit. Erwarten Sie jedoch kein neues Spiel, sondern eher dezentes Make-up, die Änderungen sind allenfalls subtil und fallen teilweise erst bei genauem Hinsehen auf. PC Games Hardware hat genau das getan und präsentiert Ihnen nun den Direktvergleich zwischen dem originalen Risen 3 und der Enhanced Edition.

    Risen 3 Enhanced Edition: Die Technik

          

    Ein kostenloses Grafik-Update für ein 12 Monate altes Spiel? Dafür gibt es gute Gründe: Piranha Bytes, die Mannen hinter Gothic und Risen, feiern ihre erste Konsolenportierung: Risen 3 ist in der Enhanced Edition (EE) seit dem 21. August für Sonys Playstation 4 erhältlich. Da die Fanbase jedoch am PC beheimatet ist und nicht leer ausgehen soll, gibt es die Errungenschaften der EE per Patch frei Haus. Die deutlichsten Unterschiede betreffen Schattendarstellung und Tiefenschärfe. Die Entwickler haben die Shadow-Map-Kantenlänge verdoppelt, was vor allem filigranen Schattenmustern wie Verästelungen und Palmblättern zu Gute kommt. Das führt zwar zu feinerer Darstellung, realistisch sind scharfe Schattenkanten aber nur bedingt; außerdem führt die höhere Auflösung zu geringeren Bildraten und höherer Grafikspeicherbelegung. Tipp: Falls Sie die "alten" Schatten zurück haben möchten, schalten Sie im Risen-3-EE-Grafikmenü die Schattenqualität von "Ultra" auf "Hoch".

    Die überarbeitete Tiefenschärfe (englisch "Depth of Field") ist der einzige Effekt, welcher ohne einen Direktvergleich ins Auge springt. Im normalen Spiel eher dezent, zeigt sich dieser Kamerafokus in Dialogen umso deutlicher: Die Welt hinter den Charakteren wird verschwommen dargestellt und verleiht dem Geschehen somit einen cineastischen Touch. Der enthaltene Bokeh-Effekt sorgt darüber hinaus für ein interessantes Verschwimmen von Farbinformationen, ist jedoch, wie Lens Flares und Chromatic Abberration, kein natürlicher, sondern ein künstlicher Linseneffekt.

    Im Direktvergleich zeigt sich außerdem das etwas großzügigere Level-of-Detail-System (LoD) der Enhanced Edition: Objekte, auch Charaktere, sind früher und weiter sichtbar, anstatt wie beim Original wenige Meter vor dem Spieler aufzuploppen. Darüber hinaus haben die Entwickler ein paar Texturen überarbeitet, diese Stellen muss man jedoch mit der Lupe suchen. Zu guter Letzt wird beim 1:1-Vergleich offenbart, dass die neue Nachbearbeitung (Post-Processing) der Risen 3 Enhanced Edition für ein insgesamt helleres Bild sorgt.

    Trotz der genannten Verbesserungen handelt es sich bei Risen 3 nach wie vor um ein DirectX-9-Spiel, die erweiterten Möglichkeiten von DirectX 11 (u. a. Tessellierung) werden nicht unterstützt. Auch ausgeklügelte Anti-Aliasing-Modi sind Mangelware, Risen 3 bietet nach wie vor nur den ressourcenschonenden Postfilter FXAA. Sei's drum, wir interessieren uns in diesem Artikel für die Unterschiede zwischen Original und Enhanced Edition.

    Vergleich

    before
    after

    Vergleich 2

    before
    after

    Schattenslider

    before
    after

    Risen 3 Enhanced Edition: Die neue, alte PCGH-Benchmarkszene

          

    Die Grafikkarte ist der wichtigste Leistungsträger in Risen 3 Enhanced Edition - das war im Original nicht anders. Welche Modelle für Risen 3 EE in maximaler Qualität genügen, prüfen wir anhand von 24 Modellen der Jahrgänge 2009 bis 2015. Die PCGH-Testszene ist neu, aber doch alt: Wir fliegen 20 Sekunden lang mittels Papagei-Zauberspruch über einen Lavastrom auf der Insel Calador. So testet PCGH Risen 3 seit einem Jahr und voraussichtlich wird das Spiel in der Enhanced Edition erneut einen Platz im erneuerten Grafikkarten-Leistungsindex haben. "Polly on fire again" punktet dank bildfüllender Shader- und Partikeleffekte nicht nur mit der höchsten von uns erspähten Grafiklast in Risen 3, sondern sieht auch noch klasse aus.

    Übrigens ist Risen 3 damals wie heute eines der powerintensivsten Spiele überhaupt. In der Bildergalerie finden Sie rund 100 Hi-Res-Screenshots aus der Risen 3 EE, die wir mit einer auf 1.450/4.207 MHz übertakteten GTX Titan X angefertigt haben. Nur in Risen 3 stößt die Grafikkarte immer wieder an das im BIOS hinterlegte Powerlimit von 350 Watt (100 %), in allen anderen Spielen liegen die Höchstwerte im Bereich zwischen 91 und 93 Prozent (~325 Watt). Falls Sie das selbst testen möchten: Partikelorgien nahe Wasserfällen oder die Lava und das Hitzeflimmern unserer Benchmarkszene führen zuverlässig zu Watt-Höchstwerten. Mehr zum sehr unterschiedlichen Verbrauch von Spielen finden Sie übrigens in einem Special der neuen PCGH 10/2015 (20 Spiele im Verbrauchstest).

    00:31
    Risen 3 Enhanced Edition: Die neue, alte PCGH-Benchmarkszene im Video
    Spielecover zu Risen 3: Titan Lords
    Risen 3: Titan Lords
    00:54
    Risen 3: Die PCGH-Benchmarkszene "Polly on fire" im Video
    Spielecover zu Risen 3: Titan Lords
    Risen 3: Titan Lords


    Nach wie vor gilt: Bei unserer Benchmarkszene handelt es sich um einen Worstcase (!), in den meisten Situationen läuft Risen 3 deutlich flüssiger. In Kämpfen mit Zaubereffekten, bei Nebel oder nahe Wasserfällen kommt die Last (Partikeleffekte) aber nahe an die Testszene heran.

    Risen 3 Enhanced Edition: Grafikkarten-Benchmarks unter Windows 10

          

    Was kostet die Grafikaufwertung der Risen 3 Enhanced Edition konkret? Das prüfen wir exemplarisch anhand der schnellsten Grafikkarten von AMD und Nvidia. Zum Vergleich angetreten sind Risen 3 sowie Risen 3 Enhanced Edition bei ansonsten gleichen Einstellungen. Übrigens kommen in unserer Testszene alle Verbesserungen deutlich zur Geltung, neben dem Bokeh-DoF profitiert die Szene von den Textur- und LoD-Verbesserungen.

    Risen 3 vs. Risen 3 EE Benches

    Risen 3 vs. Risen 3 EE Benches

    • Risen 3 EE vs. Original
    Info Icon
    Game/Version Risen 3 vs. Risen 3 EE: Performance comparison
    Details Max. detail in both versions; framelimit disabled
    • Produkte ein-/ausblenden

    ~1.088/3.506 MHz
    69.2
    52
    ~1.088/3.506 MHz
    53.9
    46
    ~1.050/1.000 MHz
    56.7
    45
    ~1.050/1.000 MHz
    40.3
    32
    0
    10
    20
    30
    40
    50
    60
    70
    Name
    2.560 × 1.440, Ingame-AA/16:1 HQ-AF (Average Fps)
    Minimum Fps

    System

    Core i7-4790K @ 4,5 GHz (45 × 100), 2 × 4 GiB DDR3-2133 (10-11-10-20-1T), Windows 10/8.1 x64

    Resultate nicht unbedingt vergleichbar mit früheren Reviews/Results not necessarily comparable with earlier reviews


    Die Geforce GTX Titan X verliert 22 Prozent ihrer Ursprungsbildrate, die Radeon R9 Fury X sogar 29 Prozent. Die Geforce-Modelle kommen mit den neuen Shadern folglich etwas besser zurecht. Welche Auswirkungen das auf das globale Ranking in Risen 3 hat, zeigen die Gesamtbenchmarks in den drei Auflösungen 1.920 × 1.080, 2.560 × 1.440 und 3.840 × 2.160 (wählen Sie Ihre Aufösung im Dropdown-Menü aus).

    Risen 3 Enhanced Edition

    Risen 3 Enhanced Edition: GPU-Benchmarks

    • Risen 3 Enhanced Edition
    Info Icon
    Game/Version Risen 3 Enhanced Edition (Steam), PCGH-Benchsave 'Polly on fire again'
    Details Max. detail; framelimit disabled
    Software/Drivers Catalyst 15.20.1061 Beta 3 (HQ), Geforce 355.65 Beta (HQ)
    • Benchmarks (1 von 3)

    • Produkte ein-/ausblenden

    ~1.290/3.506 MHz
    85.4
    74
    ~1.088/3.506 MHz
    77.1
    60
    ~1.290/3.506 MHz
    68.3
    58
    ~1.050/1.000 MHz
    61.1
    53
    ~1.316/3.506 MHz
    58.3
    50
    ~1.097/3.500 MHz
    58.1
    42
    ~1.000/1.000 MHz
    57.1
    50
    ~1.032/3.004 MHz
    49.1
    36
    ~1.050/3.000 MHz
    48.3
    42
    ~1.010/3.000 MHz
    46.3
    40
    ~1.020/2.700 MHz
    45.3
    38
    ~1.241/3.506 MHz
    43.1
    32
    ~1.000/2.600 MHz
    41.8
    34
    ~1.320/3.506 MHz
    39.4
    33
    ~1.189/3.004 MHz
    38.3
    28
    ~1.050/3.000 MHz
    34.2
    29
    ~980/2.850 MHz
    30.7
    24
    ~960/2.500 MHz
    29.7
    26
    ~1.000/3.004 MHz
    25.6
    18
    ~1.120/2.800 MHz
    24.8
    20
    732/1.900 MHz
    23.6
    17
    800/2.500 MHz
    20.5
    17
    725/2.000 MHz
    16.1
    13
    675/1.800 MHz
    14.4
    9
    0
    10
    20
    30
    40
    50
    60
    70
    80
    90
    Name
    1.920 × 1.080, Ingame-AA/16:1 HQ-AF (Average Fps)
    Minimum Fps

    System

    Core i7-4790K @ 4,5 GHz (45 × 100), 2 × 4 GiB DDR3-2133 (10-11-10-20-1T), Windows 10 RTM x64

    Resultate nicht unbedingt vergleichbar mit früheren Reviews/Results not necessarily comparable with earlier reviews

    Die Platzierung der Grafikkarten ist in allen drei Auflösungen ungewohnt, die AMD-Modelle arbeiten konsequent langsamer als vergleichbare Geforce-Grafikkarten. Nvidias alte Kepler-Chips (Geforce GTX 780 [Ti]/770/670) schlagen sich tapfer, erzielen jedoch immer schlechtere Minimal-Fps als die neueren Maxwell-GPUs. In dieser Disziplin kommen die Radeon-Grafikkarten gut weg, allein ordentliche Average-Werte fehlen. Die Min-Fps entstehen im Benchmarkverlauf übrigens durch die hochspritzende Lava.

    Anmerkung: Wie oben erwähnt, heizt Risen 3 allen Grafikkarten überdurchschnittlich ein, sodass viele Modelle ihren GPU-Boost drosseln müssen. Die bei den Benchmarks im Mittel aktiven Frequenzen finden Sie jeweils hinter den Grafikkarten. Beachten Sie dieses Detail, die jeweiligen Maximalboosts liegen nämlich höher.

    Risen 3 Enhanced Edition: Fazit

          

    Die Risen 3 Enhanced Edition macht Gutes noch besser und gehört somit für jeden Risen-Fan zum Pflichtprogramm. Zwar ist die Enhanced Edition kein neues Spiel, die grafischen Verbesserungen sind jedoch gut und sinnvoll. Allein bei der Grafiklast ist etwas Kritik angebracht, die neue Optik läuft mit einem guten Viertel weniger Fps und überfordert damit viele ältere respektive Mittelklasse-Grafikkarten.

    Die Enhanced Edition ebnet im selben Atemzug den Weg für weitere Grafikverbesserungen: Dank des nun 64-bit-fähigen Prozesses können Texturmodder deutlich höherauflösende Oberflächen erschaffen, ohne Abstürze infolge zu großer Speicherbelegung zu befürchten. Eine entsprechende Modifikation ist bereits in der Mache – wir werden sie uns ansehen, sobald ein Download verfügbar ist.

    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    AMD Radeon Treiber Download: Crimson Relive Edition 16.12.1
      • Von Filben Schraubenverwechsler(in)
        Sieht echt gut aus. Vor allem die Schatten gefallen mir. Und auf "Ultra" sind sie trotzdem noch leicht realistisch unscharf und haben keine harten Kanten. Die Tiefenunschärfe in Dialogen ist auch schick, auch wenn ich im Gameplay kein Fan von starker Tiefenunschärfe bin.
      • Von ravenhearth PC-Selbstbauer(in)
        Es gibt so gesehen keine High Level-Gebiete, alle sind in etwa gleich schwer. Du kannst machen was du willst. Zumal du viele der "Nebenquests" für die Hauptstory brauchst, letzte ist für sich betrachtet recht dünn.
        Wenn du nicht an der Mauer in Kila vorbei kommst, hast du wohl noch nicht alles gemacht
      • Von manimani89 Software-Overclocker(in)
        top game bin nur leicht verwirrt was jetzt hauptquest und was nebenquest ist und was high level gebiet ist und was low level gebiet ist. bin jetzt in calador und das ist meine 4. insel war vorher bei kila aber da kam ich nicht an der mauer vorebi obwohl ich alles gemacht habe. kann micht bitte wer ein bischen aufklären? danke

        und ja meine titan x taktet in dem game auch mit 1320-1412mhz bei 275w bei anderen games 1386-1412mhz
      • Von -Cryptic- Freizeitschrauber(in)
        Zitat von FortuneHunter
        Raff wie du hier am Beispiel siehst werden Texte gänzlich überbewertet

        @-Cryptic- Ich empfehle dringend den Text unter den Kasten mit den vielen langen Balken zu lesen ... Der beantwortet deine Frage umgehend.

        Wäre ja auch zu einfach gewesen ohne vorher nochmal danach zu fragen.
        *hust*
      • Von FortuneHunter BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von -Cryptic-
        Habt ihr auch einen Benchmark-Test mit den Top-Karten in 4K machen können?
        Raff wie du hier am Beispiel siehst werden Texte gänzlich überbewertet

        @-Cryptic- Ich empfehle dringend den Text unter den Kasten mit den vielen langen Balken zu lesen ... Der beantwortet deine Frage umgehend.
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1168812
Risen 3: Titan Lords
Risen 3 Enhanced Edition im Techniktest mit 24 Grafikkarten von 2009 bis 2015 [Test der Woche]
Das freut die Fans: Im Zuge der Playstation-4-Portierung veröffentlichen die Risen-3-Entwickler in Kooperation mit Publisher Koch Media einen kostenlosen Patch für das ein Jahr alte Action-Rollenspiel. Die Enhanced Edition (dt. "verbesserte Version") beglückt die PC-Anhängerschaft mit dem gleichen Facelifting, das auch die PS4 erhält - und geht dank der Möglichkeiten des PCs darüber hinaus. Doch was hat sich grafisch wirklich getan und ist nun eine neue Grafikkarte fällig? PC Games Hardware unterzieht Risen 3 EE einem Techniktest mit Benchmarks.
http://www.pcgameshardware.de/Risen-3-Titan-Lords-Spiel-54112/Specials/Enhanced-Edition-Test-Benchmarks-1168812/
29.08.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/08/Risen_3_Enhanced_Edition_7-pcgh_b2teaser_169.jpg
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