Amiga Mini: Kommt die nächste Retro-Konsole nach (S)NES und C64 Mini?
Medienberichten zufolge plant Retro Games Ltd. zusammen mit Cloanto Italia Srl einen Amiga Mini oder wie auch immer das finale Produkt heißen wird. Insbesondere beim Amiga ist das Thema aufgrund der komplexen Rechtelage interessant.
Nachdem mit dem NES und dem SNES Mini große Erfolge gefeiert wurden, wird das Konzept nun auf allerhand andere Retro-Systeme angewandt. Nachdem der C64 Mini bereits vorgestellt wurde, soll nun auch der Amiga zum Zuge kommen. Das geht zumindest aus einem Medienbericht hervor. Das Produkt soll 2018 auf den Markt kommen.
Beim Amiga ist es allerdings aufgrund eher komplizierter Rechte heute recht schwierig, ein entsprechendes Produkt auf den Markt zu bringen. Der Retro-Amiga soll von Retro Games Ltd. kommen, wo man einen Vertrag mit Cloanto Italia Srl geschlossen hat. Letztere ist für Amiga Forever bekannt, ein seit 1997 entwickelter Emulator, der legal ist.
Amiga Forever genießt in der Fangemeinde einen recht guten Ruf, weil die Software einfach zu bedienen ist und gute Ergebnisse erzielt. Andere Bemühungen enden nämlich auch schnell in einer rechtlichen Irrfahrt. Nachdem Commodore 1994 die Tore schließen musste, gingen die Rechte an kleinen Teilen an unterschiedlichste Interessengruppen.
Erschwert wird die Situation dadurch, dass nicht einmal alle Amiga-OS-Versionen bei einem Rechteinhaber anzutreffen sind, sondern ebenfalls verstreut wurden. Und die Rechte an Marle und Logo sind bei einer weiteren Firma untergebracht. Entsprechend waren auch bisherige Retro-Bemühungen meist zum Scheitern verurteilt.
Cloanto ist seit Frühjahr im Besitz der Rechte an der Marke Amiga und dem A, nachdem Amiga Inc. diese nicht verlängerte. Die Rechte der Betriebssysteme indes liegen weiterhin bis Version ab Version 4 bei Hyperion aus Belgien. Ähnlich verfahren wie die Rechtelage im Commodore-Universum ist sie auch bei den Spielen. Daher wird es interessant zu sehen sein, welche Titel sich die Macher der Retro-Konsole für eine Vorinstallation sichern können. Ansonsten werden viele Anwender wie bisher auf ihre gehorteten Schätze setzen müssen.
Quelle: Generation Gaming

Primär interesant dürfte eh nur KS 1.2, 1.3 und 1.4 (oder war das schon 2.0?) sein.
Nein. Ich denke, die meisten haben es schon als Ironie verstanden
es wird auch Zeit für nen 386er mini.
danach noch für den sagenhaften 486DX
usw...
Ich sprach von Klassikern!
Sega: Von wem kommt Sonic? Von wem kommt Streets of Rage? Von wem kommt Phantasy Star? Von wem kommt Shining Force? Von wem kommt Story of Thor? Von wem kommt Wonder Boy? Von wem kommt Shinobi?
Amiga: Von wem kommt Turrican? Von wem kommt Apidya? Von wem kommt Lionheart? Von wem kommt Yo Joe, Soccer Kid, Super Frog, Shadow of the Beast 3, Fire & Ice, Project X, Myth, Moonstone... und weiß Gott, was es noch geiles Zeug auf dem Amiga gab?
Mit Nostalgie lässt sich Geld machen, also wundern würde es mich dann nicht. GOG macht ja damit Geld, dass viele an alten Spielen interessiert sind. Die Entwickler sehen davon wahrscheinlich keinen Cent, da die Rechte fast immer bei den Publishern liegen. Selbst wenn sie beim Entwickler liegen, werden die nicht sagen "Hey John, du hast damals vor 20 Jahren bei uns Spiel X entwickelt. Hier hast du deinen Anteil vom erneuten Verkauf bei GOG!".