AMD Radeon RX Vega 56: Erster Flash-Versuch auf RX Vega 64 nicht erfolgreich
In Fernost wurde der erste Versuch unternommen, das BIOS einer Radeon RX Vega 64 auf eine RX Vega 56 zu flashen und so die deaktivierten Shader-Einheiten freizuschalten. Funktioniert hat das nicht. Die Leistung stieg lediglich aufgrund der höheren Taktraten und des weiteren Powerlimits an, was sich auch ohne BIOS-Flash einstellen lässt.
AMD hat eine lange Tradition hinter sich, was den Verkauf von abgespeckten Grafikkarten angeht, deren GPUs sich per BIOS-Flash nachträglich vollaktivieren lassen. Zuletzt war das bei der Radeon R9 Fury und der R9 290 der Fall, deren ersten Chargen sich zu X-Modellen freischalten ließen. Erst später hat AMD die Grafikchips unwiderruflich teildeaktiviert. Damit das Freischalten funktioniert, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein: Die GPU ist eigentlich vollfunktionstüchtig - wurde also nur aus Liefergründen teildeaktiviert - und lediglich per BIOS beschnitten.
Im chinesischen Forum von chiphell.com (via videocardz.com) wurde jüngst der erste bekannte Versuch unternommen, eine Radeon RX Vega 56 zur RX Vega 64 freizuschalten. Auch hier wurde das BIOS des Topmodells geflasht, das unter anderem techpowerup.com als Download anbietet. Da AMD die Referenzdesigns mit einem Dual-BIOS versehen hat, ist das Risiko, die Grafikkarte beim Flashen zu zerstören, recht gering - wer es selbst versuchen möchte, macht das nichtsdestotrotz auf eigene Gefahr.
Die Quintessenz lautet, dass mit dem BIOS der Radeon RX Vega 64 die Shader auf der RX Vega 56 nicht freigeschaltet wurden. Weder zeigt GPU-Z die zusätzlichen Shader an, wie es bei der R9 Fury und der R9 290 der Fall war, noch lassen Benchmarks auf 4.096 statt 3.584 aktive Recheneinheiten schließen. Performance-Vorteile gibt es - zulasten der Effizienz - aufgrund des höheren Powerlimits durch das neue BIOS und die höheren GPU- und HBM2-Taktraten. Das ist allerdings nichts, wofür man ein BIOS flashen müsste, denn die entsprechenden Einstellungen bringt schon der im Treiber integrierte Wattman mit sich.
Dass das Freischalten bei einer Grafikkarte nicht geklappt hat, muss nicht heißen, dass es gar nicht funktioniert. Der Nutzer könnte schlichtweg Pech gehabt und eine tatsächlich teildefekte GPU erhalten haben. Käufer sollten sich bloß nicht zu große Hoffnungen dahingehend machen.

Gibt es Anleitungen, wie man das Vega 64 Bios auf die 56 flasht?
Ich finde nur die News selbst.
Mit Undervolting und Overclocing in Wattman kriegt man die Vega 64 Performance auch noch mit niedrigerem Verbrauch hin. Vega 56 hat krasses UV Potenzial - wie schon die 290/390 (non X) Karten (meine 390 läuft seit 2 Jahren mit 180 Watt Gaming Verbrauch).
Aber gut, für Tweak-Faule sicher eine Option, da Dual Bios und damit quasi idiotensicher.
AMD Radeon RX Vega 56 und Vega 64 im Undervolting-Test - Hardwareluxx
Inzwischen sollte auch die Software etwas verlässlicher sein, sodass eingestellte Werte auch tatsächlich stimmen. Naja bin mal gespannt. Werde testen was da möglich ist, wenn meine hoffentlich nächste Woche ankommt.
Wenn die Werte hinhauen ist Vega 56 um 400€ der neue P/L Sieger und auch effizienztechnisch nah an einer 1070 dran (UV vs UV).