DRAM: Weiter kein Preisverfall in Sicht

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DRAM: Weiter kein Preisverfall in Sicht (1)
Quelle: RobertCC BY 2.0

Wer gehofft hatte, dass DRAM bald günstiger wird, dürfte enttäuscht sein. Immerhin rechnet man jetzt nur noch mit moderaten Preissteigerungen und Plateauphasen. Man sollte aber nicht darauf hoffen, dass es schnell billiger wird.

Die DRAM Exchange vermeldet in ihrem Blog, dass man mit einer Stabilisierung der Preise rechne. In der laufenden Woche soll es noch einmal minimal nach oben gehen, bevor dann eine Plateauphase erreicht werde. Zumindest soll es dann keine weiteren Preissteigerungen geben, bis die Gegenmaßnahmen der Hersteller greifen.

Die hatten dann doch damit begonnen, weitere Fertigungskapazitäten einzurichten, weil das Preisniveau so hoch wurde, dass es zunehmend den Verkauf der Produkte negativ beeinflusste. Spätestens dann muss man reagieren, wenn der Umsatz nicht wegen Nachfragerückgang wegknicken will.

Doch die Kapazitätserhöhungen für RAM brauchen Zeit und machen auch etwas Ärger. Der Wechsel in der Fertigung von 1x auf 1y ist problembehaftet und sorgt für Ausbeuten unterhalb der Erwartungen. Das soll mitunter dafür verantwortlich sein, dass es nur 3,2 Prozent Wachstum im letzten Quartal gab. Im dritten Quartal rechnet man mit einer Steigerung von 4,8 Prozent, was immer noch zu wenig sein wird, um die Preise signifikant zu senken. Je nach Nachfrage im dritten Quartal könnten die Preise aber noch einmal steigen.

Preistreiber sind nach wie vor die Nachfrage im Bereich für Mobile-DRAM und DRAM für Serverapplikationen. Die Nachfrage soll auch über das dritte Quartal mit einem, stabilen Wachstum anziehen. Beim DRAM für Grafikkarten indes erwartet man eine leichte Entspannung, nachdem die Preise im ersten Halbjahr deutlich nach oben gingen. Das dürfte auch daran liegen, dass derzeit die Nachfrage im Kryptomining etwas nachgelassen hat und derzeit auch keine großen Produktneuerungen angekündigt sind, die Nachfrage generieren.

Generell werden nur noch leichte Preissteigerungen bei DRAM für das zweite Halbjahr 2018 erwartet, die mehr einer Plateauphase ähneln. Ob das eintritt, wird nur die Zeit zeigen. Derweil haben die DRAM-Hersteller ganz andere Probleme.

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    • Kommentare (38)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von usernamepleasehere Freizeitschrauber(in)
        Ich hab hier 28GB DDR3 im Rechner stecken... Wenn ich jemals mehr brauche als die 4C/8T von meinem i7 4790 dann kaufe ich eine ivy-E CPU samt Unterbau, da brauche ich nämlich keinen bescheuerten DDR4 RAM. Ich sehe es einfach nicht ein über 150€ für 16GB zu zahlen wenn ich vor knapp zwei Jahren für 16GB DDR3 grad so 50€ gezahlt habe (fand das damals teuer ) im Nachhinein war das die beste Investition seit langem. Wenn die DDR4 Preise sinken, würden aber auch mehr CPUs und Mainboards verkauft werden - vielleicht verstehen das auch noch die Hersteller... irgendwann.
      • Von usernamepleasehere Freizeitschrauber(in)
        Ich hab hier 28GB DDR3 im Rechner stecken... Wenn ich jemals mehr brauche als die 4C/8T von meinem i7 4790 dann kaufe ich eine ivy-E CPU samt Unterbau, da brauche ich nämlich keinen bescheuerten DDR4 RAM. Ich sehe es einfach nicht ein über 150€ für 16GB zu zahlen wenn ich vor knapp zwei Jahren für 16GB DDR3 grad so 50€ gezahlt habe (fand das damals teuer ) im Nachhinein war das die beste Investition seit langem. Wenn die DDR4 Preise sinken, würden aber auch mehr CPUs und Mainboards verkauft werden - vielleicht verstehen das auch noch die Hersteller... irgendwann.
      • Von rum BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Rollora
        Tut sie nicht, wenngleich es mir egal wäre (meine Frau darf auch jederzeit meine Browser-History (Pr0n) und meine ganzen Handy-Nachrichten lesen), ich sag ja nicht, dass es MIR nicht wichtiger ist, ich sag ja nur, dass das jeder andere für sich entscheiden darf Wird bei mir auch so werden. Dann halt 2020 oder 2021 aufrüsten. Das wäre dann die 7&5nm Generation mit PCIe 4 oder gar schon 5. Bin nicht abgeneigt.
        Dann hat mein CPU Unterbau über 10 Jahre gehalten, die CPU werde ich mir dann irgendwo einrahmen
        Mein Phenom II dürfte auch so langsam in bei der Laufzeit ankommen und derzeit "benötige" ich noch kein Upgrade.
        Ich verweigere mich diesen Preisen! Vor allem seit ich irgendwo gelesen habe, das mehrere RAM-Hersteller zu Strafen verurteilen wurden / werden wegen Preisabsprachen.
      • Von RivaTNT2 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Rollora
        Weil es grade topaktuell ist:
        10/7/5/3 nm Vergleich
        SemiWiki.com - 7nm, 5nm and 3nm Logic, current and projected processes

        Wers auf Deutsch möchte:

        Hardware- und Nachrichten-Links des 3. Juli 2018 | 3DCenter.org

        Sehr interessant: Intels 10nm ist demnach sogar eine Spur besser als 7nm und der 7nm (von Intel) ist sogar massivst besser als der 5nm und sogar teilweise 3nm Prozess der Konkurrenz.
        Demnach ist der Vorsprung doch größer als erwartet
        Dass Intel's 10nm minimal besser ist als die anderen 7nm hab ich auch schon gehört, allerdings scheint mir der Unterschied so klein dass ich nicht weiß ob das performance-mäßig viel ausmachen wird. Aber jetzt schon von Intel's 7nm Prozess und von Vorsprung zu sprechen scheint mir doch etwas verfrüht nachdem Intel immer noch Probleme mit den 10nm hat
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Rollora
        Nächstes Jahr kommt der Prozess mit dem NAMEN 7nm bei GloFo/TSMC in die GPUs (10nm heißt er bei Intel).
        2-3 Jahre später wird der nächste Shrink anstehen (dazwischen 7nm+).
        Natürlich beziehe ich mich auf die Bezeichnung, nicht auf die "echten"7nm, da würde ich ja wohl träumen müssen, wir sind ja noch nichtmal bei 40nm

        https://scr3.golem.de/scr...

        Also kurzum: ich beziehe mich auf den 2021/22 zu erwartenden nächsten Prozessschritt der bei GloFo und TSMC 5nm heißen wird (bei Intel 7nm)
        Weil es grade topaktuell ist:
        10/7/5/3 nm Vergleich
        SemiWiki.com - 7nm, 5nm and 3nm Logic, current and projected processes

        Wers auf Deutsch möchte:

        Hardware- und Nachrichten-Links des 3. Juli 2018 | 3DCenter.org

        Sehr interessant: Intels 10nm ist demnach sogar eine Spur besser als 7nm und der 7nm (von Intel) ist sogar massivst besser als der 5nm und sogar teilweise 3nm Prozess der Konkurrenz.
        Demnach ist der Vorsprung doch größer als erwartet
      • Von Plasmadampfer Freizeitschrauber(in)
        Genau, einfach nicht aufrüsten und nicht kaufen den Schrott, dann kommen die Hersteller auch wieder mit der Produktion hinterher - Angebot und Nachfrage. Sandy Bridge ist schuld an Allem, so wie Jesse Livermore für den Schwarzen Freitag verantwortlich ist, als die Leute Donkey Kong vor den VW Bus geschnallt haben auf BAB

        Glücklich, wer ab Sandy Bridge einen funktionierenden RIG gebaut hat für womöglich 10 Jahre Haltbarkeit. Besser gehts nicht für uns Kunden. Die Unternehmen sind auf laufende Einnahmen angewiesen. Mit Sandy Bridge hat Intel da ein CPU Design ( und verlötet) in den Markt gebracht, das es so schnell nicht zu toppen gibt. Refreshes über Refreshes. Das Design von Multicore steht. Als Programmierer muss man Threadsafe programmieren und die Threads synchronisieren, vor allem bei Games, aber das haben die Engine Bauer inzwischen Alle drauf.
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