DRAM-Markt: Überkapazitäten ab 2019?
Brancheninsider prognostizieren für 2019 eine Überkapazität im DRAM-Bereich, wo es bislang zu hohen Preisen kam, weil die Versorgung eher spärlich war. Woher kommt der plötzliche Wandel? Angeblich durch zwei neue Marktteilnehmer und Gelüste bei Micron.
Die Preise für flüchtigen Speicher waren zuletzt hoch und haben sich erst jüngst wieder etwas entspannt. Hintergrund war lange die hohe Nachfrage, die dazu führte, dass die Gigabyte-Preise kräftig anzogen. Das Leiden war ganz groß, denn 16 Gigabyte DRAM waren schon zeitweise unerhört teuer, 32 Gigabyte meist außer der Reichweite jedweden Verstandes.
Irgendwann kam dann das Versprechen der großen DRAM-Hersteller, dass man die Kapazitäten erhöhen will, um den Problem entgegenzuwirken. Dabei ist man aber immer auf der Hut vor Überkapazitäten, weil die die Preise ruinieren. Und was sagen nun die Experten? Richtig! 2019 könnte eine Überversorgung drohen.
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Nachdem Samsung und SK Hynix bereits die Fertigung in der Form erhöhen wollten, dass zwar die Preise etwas nachlassen, aber nicht in den Keller rauschen, werden nun zwei weitere Spieler genannt, die in den Markt eingreifen: Micron Technologys will ebenfalls die Kapazität erhöhen und dann betreten da noch die in China beheimateten Spieler Fujian Jin Hua Integrated Circuit and Innotron Memory die Bühne, die auch etwas vom großen Kuchen haben wollen. Insbesondere die letzten beiden neuen Teilnehmer könnten für Überkapazitäten auf dem Gesamtmarkt sorgen.
Deswegen geht der Branchendienst Digitimes davon aus, dass die fetten Jahre für Samsung und SK Hynix Ende 2018 vorbei sind und bislang profitorientierte Strategie umgestellt werden muss. Samsung und SK Hynix wollen aber daran festhalten, die eigenen Kapazitäten trotz der neuen Konkurrenz zu erhöhen, obwohl man laut Medien zunächst zögerlich war.
Woher auf einmal Überkapazitäten bei DRAM?
Hintergrund könnte sein, dass Samsung zurück zu alter Stärke will, als man 2016 noch über 50 Prozent Marktanteil hatte. Der schmolz dahin, vor allem zugunsten von Micron und kleineren Anbietern. Insbesondere Micron als einer der etablierten Anbieter scheint sich anzuschicken, den Platzhirschen das Leben schwer zu machen und will so schnell wie möglich auf 10 nm umsteigen.
So modern sind die jungen Chinesen nicht unterwegs, könnten aber für kleines Geld den Markt in 20 und 20 nm an sich reißen. Insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass die chinesische Regierung schützend die Hand über seine lokalen Betriebe hält. Innotron kann sogar DDR4 in 19 nm anbieten. Derweil arbeiten Samsung und SK Hynix an LPDDR5 in 10 nm ab 2019, während Micron wildert.
2018 soll jedenfalls der Gipfel beim Umsatz im DRAM-Markt erreicht werden - 104 Milliarden US-Dollar. 2019 soll es um 1,8 Prozent zurückgehen, 2020 um 2,6 Prozent. Der Kuschelkurs zwischen den "großen Drei" dürfte jedenfalls seit Juni vorbei sein, als es eine Strafe wegen Preisabsprachen hagelte.

Hoffentlich spürt man von den Preissenkungen schon was um die Weihnachtszeit herum, neue RAM kann ich derzeit gut gebrauchen.
Und da ich gerne schnelleren RAM kaufen wollen würde, ist mir jede Preissenkung recht.
Der Brancheninsider hat ja wirklich viel Ahnung
Wie sollen die zwei neuen Spieler denn Produzieren, wenn keine Waferüberkapazitäten für sie vorhanden sind ?
Es werden jeder FAB die Wafer aus der Hand gerissen und der Ausbau an neuen Kapazitäten dauert.
Das wird wohl noch bis Ende 2019 dauern, bis mehr Kapazität vorhanden ist, also nix mit sinkenden Preisen.
16GB 3200cl14 für 50€ und ich bin dabei.
Sonst warte ich noch auf ddr5 und switch von meinem ddr3 direkt rüber auf ddr5.
Na wer hat es bis jetzt auch noch mit ddr3 ausgehalten?