Asus GX700 im Test: Luxus-Gaming-Notebook mit Wasserkühlung [Test der Woche]
Gaming-Notebooks leiden unter der Tatsache, Abwärme mit reiner Luftkühlung und auf sehr begrenztem Raum abführen zu müssen. Ohne begrenzte Taktraten oder erhebliche Geräuschkulisse läuft das selten ab. Asus probiert sich an einer Lösung und kombiniert beim GX700 ein 17-Zoll-Notebook mit einem Wasserkühlungs-Dock.
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Die Idee ist nicht neu: Die Wärmeabfuhr von Gaming-Laptops in ein Kühlsystem auszulagern, haben wir in ähnlicher Form schon beim Gaming Dock von MSI oder dem Alienware-Grafikverstärker gesehen. Beim GX700 wird allerdings keine externe Grafikkarte angeschlossen, sondern ausschließlich das Kühlsystem erweitert. In der sogenannten "Hydro Overclocking Station" befinden sich eine Pumpe, zwei Radiatoren und Lüfter, die per Schnellverschluss mit dem Notebook verbunden werden können.
Asus GX700 im Test: Ersteindruck
Quelle: PC Games Hardware
Asus GX700: Im Reisekoffer verpackt
Eines vorab: Von Mobilität kann, wie bei vielen Gaming-Notebooks, auch beim GX700 kaum die Rede sein - jedenfalls, wenn die Docking Station auch genutzt werden soll. Der Gesamtaufbau mit 8,4 Kilogramm und beträchtlichen Abmessungen verbietet eine Nutzung unterwegs. Um das kostspielige System trotzdem sicher transportieren zu können, wird es in einem Reisekoffer mit maßgenauen Schaumstoffeinlagen ausgeliefert - ein selbst bei Luxus-Hardware nicht gerade alltäglicher Anblick. Somit ist das GX700 am ehesten als transportabler Desktop-Ersatz zu betrachten und muss sich demzufolge auch mit normalen PCs messen. Im Lieferumfang sind neben einer Sica-Gaming-Maus zwei Netzteile enthalten: Ein 180-Watt-Netzteil für das Notebook sowie ein enormes 330-Watt-Netzteil für die Wasserkühlung. Im kombinierten Betrieb ist nur das 330-Watt-Modell nötig, der Laptop wird dann über die Steckverbindung mit dem Dock mit Strom versorgt. Beide Geräte hat Asus in der typischen ROG-Optik realisiert, das bedeutet: Brushed-Titanium-Optik, rote LED-Verzierungen und abgeschrägte Winkel - wie immer ist das Design Geschmackssache.
Die Materialqualität ist aber gut, gerade an Belastungspunkten wie dem Arretierhebel der Docking Station kommt stabiles Metall zum Einsatz. Wichtige Anschlüsse vermissen wir nicht; neben 3 × USB 3.0 stehen USB 3.1 Typ C sowie Thunderbolt und HDMI zur Verfügung. Hinzu kommen der obligatorische RJ45-Netzwerkanschluss sowie ein Cardreader.
Asus GX700 im Test: Systemkomponenten im Überblick
Beim Core i7-6280HK handelt es sich um den zweitschnellsten Mobil-Skylake nach dem i7-6920HQ, wobei der HK über einen freien Multiplikator verfügt und daher übertaktet werden kann. Als Grafikkarte kommt Nvidias GTX 980 (ohne -M!) mit üppigen 8 GiB Speicher zum Einsatz. Beide Prozessoren sind fest verlötet. Geradezu obszön ist die RAM-Vollbestückung mit 64 GiByte DDR-2400 (2800 O.C.). Als Festspeicher kommt ein RAID-0-Gespann aus zwei Samsung SM951-M.2-SSDs zum Einsatz, auf eine klassische Festplatte verzichtet man.
Quelle: PC Games Hardware
Asus GX700: Mattiertes Display
Das Display unseres Testmusters löst zwar nur mit 1.920 × 1.080 Pixel auf, ab dem ersten Quartal 2016 soll allerdings die UHD-Variante verfügbar sein. Beide sind G-Sync-fähig. Die Full-HD-Variante punktet immerhin bereits mit einer für Notebooks hohen maximalen Leuchtdichte von 325 cd/m², einem ordentlichen Kontrast von 960:1 und exzellenter Uniformität (1,5 Prozent durchschnittliche Abweichung). Auch das großzügig dimensionierte Trackpad (12 cm Breite) und die rot beleuchtete Tastatur mit klar definierten Druckpunkten hinterlassen einen wertigen Eindruck. Mit 3,3 cm ist das GX700 für ein Gaming-Notebook recht dünn geraten. Laptop und Thermal Dock lassen sich sehr einfach per Steckverschluss zusammenschließen, wobei auch nach der Trennung keine Rückstände des Kühlmediums an den Anschlüssen zurückbleiben. Zweifel an der Dichtigkeit des Kühlsystems bestehen also nicht. Nach dem Anschluss erkennt das Notebook die Docking Station selbständig und fordert zum Neustart auf - einschließlich automatischer Übertaktung, Eingriffe ins BIOS sind also nicht notwendig.
| Asus GX700 | Komponenten (Testmuster) |
|---|---|
| CPU | Intel Core i7-6820HK |
| Grafikkarte | GTX 980 (8GiByte) |
| RAM | 64 GiByte DDR4-2400 (2800 O.C.) |
| Chipsatz | Mobile Intel CM236 |
| SSD | 2 × 512 GiByte Samsung SM951 (RAID 0) |
| HDD | --- |
| Sound | ESS Sabre DAC, Asus Sonic Studio |
| Optisches Laufwerk | --- |
| Netzwerk | Intel Wireless-AC 7265 |
| Bildschirm | 17,3 Zoll Full-HD, G-Sync-fähig |
| Betriebssystem | Windows 10 x64 |
| Anschlüsse | 3 × USB 3.0, 1 × USB 3.1 Typ C, 1 × Thunderbolt, 1 × HDMI, 1 × mDP, 1 × SD-Slot |
| Gewicht | 3,6 Kg (inkl. Thermal Dock: 8,4 Kg) |
Asus GX700 im Test: Leistung
Aufgrund des nativen Full-HD-Displays testen wir in einer Auflösung von 1.920 × 1.080 Pixel, wählen aber grafiklastige Titel sowie maximale Qualitätseinstellungen, um das System mitsamt Wasserkühlung angemessen zu fordern. Über das "Gaming Center" können die Taktraten von CPU, GPU und RAM in drei Presets oder auch manuell festgelegt werden, Asus gibt allerdings die Obergrenze vor. Wir testen im "Docking Mode Limit" bei fixen Taktraten von 4 GHz (CPU), 2.800 MHz (RAM übertaktet) sowie 1.190 GPU-Basistakt (1.228 MHz mit Boost). Konsequenterweise ermitteln wir die Spieleleistung auch ohne Thermal Dock, dann allerdings bei reduzierten Taktraten: Der i7-6820HK läuft in diesem Fall mit 2,7 GHz Basistakt bzw. 3,6 Ghz Single-Core Boost.
Die Spielleistung des GX700 profitiert sichtlich von der Übertaktung. Dank der potenten Kühlung hält vor allem die GTX 980 hält ihren Boost-Takt dauerhaft, wie wir im Test mit dem Valley-Benchmark feststellen. Der 6820HK erreicht in Cinebench R15 übertaktet 855 Punkte, kommt aber auf hohe Temperaturen - dazu gleich mehr. Der RAID-0-Verbund aus den zwei SSDs sorgt für sehr hohe Schreib- und Leseraten, in AS-SSD werden sequenzielle Schreib- und Leseraten von 2.776 MB/s bzw. 2.510 MB/s sowie Zugriffszeiten von jeweils 0,034 Millisekunden erreicht. Entsprechend positiv wirkt sich das auf Ladezeiten und Bootvorgänge aus. Die Akkulaufzeit im Einzelbetrieb fällt mit drei Stunden im Idle und 85 Minuten unter Last (jeweils max. Helligkeit) nur durchschnittlich aus.
Quelle: PC Games Hardware
Asus GX700: Heatpipes und Wasserleitungen
Asus GX700 im Test: Temperatur und Lautstärke
Das Thermal Dock hat also einen unbestreitbar positiven Effekt auf den Übertaktungsspielraum, wie sieht es aber mit den Temperaturen aus? Hier machen wir zwei wesentliche Beobachtungen: Die Messung bei 20°C Raumtemperatur und halbstündigem Stresstest ergeben eine Maximaltemperatur von 69 Grad für die GTX 980 - das ist sehr beachtlich und erklärt, warum die Grafikkarte ihren Boost-Takt so stabil halten kann. Nicht gar so deutlich profitiert der 6820HK, der mit 4,0 GHz auf allen Kernen bis zu 95 Grad erreicht. Trotz Wakü-Unterstützung arbeitet Asus hier also am Limit.
Quelle: PC Games Hardware
Asus GX700: Hydro Overclocking System
Von der Overclocking Station getrennt, macht das GX700 in punkto Lautstärke zwar eine gute Figur - 0,8 Sone im Idle sowie 3,2 Sone unter Last sind in Ordnung - der Betrieb mit angeschlossenem Radiator ist aber eine lärmige Angelegenheit. Hierbei messen wir minimal 2,2 Sone im Leerlauf (wofür die Pumpe hauptverantwortlich ist) und 5,4 Sone unter Last, wenn die Lüfter des Thermal Docks voll aufdrehen. Störend ist neben der reinen Lautheit aber vor allem die unter Last permanent schwankende Lüfterdrehzahl, wodurch eine sehr ungleichmäßige Geräuschkulisse entsteht. Gemessen am Preis wäre hier mehr zu erwarten, auch wenn die reine Kühlleistung beim GX700 im Vordergrund stehen mag - damit verspielt man das Potenzial, die traditionell lärmigen Lüfterkonfigurationen in Gaming-Laptops auszustechen.
Asus GX700: Service & Extras
Das umfangreiche, vorinstallierte Softwarepaket umfasst neben dem Gaming Center - in dem nicht nur die globalen Taktraten, sondern auch Makrobelegungen, spielspezifische Profile, Sound- oder LED-Modi justiert werden können - eine Reihe von Programmen, die die Systempflege erleichtern sollen. Nicht alle davon erscheinen nützlich, erwähnenswert sind am ehesten das Winflash-Tool zur BIOS-Aktualisierung, Asus Live Update zur Treiberaktualisierung sowie Smart Gesture, mit dem das Trackpad programmiert werden kann.
Asus GX700 im Test: Fazit
Man kann es nicht unterschlagen: Aufgrund des enormen Preises hat das GX700 eher den Charakter einer Machbarkeitsstudie als eines massenmarktfähigen Produkts. Performance und Kühlleistung beeindrucken zwar durch die Bank, zumal die Auto-Übertaktung hervorragend funktioniert. Problematisch sind jedoch das Gewicht sowie die Lautstärke der Docking Station. In Anbetracht der Anschaffungskosten verdient vor allem Letzteres deutliche Kritik. Dabei gebührt dem Ansatz, die Kühlung der Systemkomponenten nach außen zu verlagern, durchaus Beachtung. Interessant wären beispielsweise optionale, einzeln verkäufliche Docks für ausgewählte Gaming-Laptops - zu einem angemessenen Preis.

Kann gelöscht werden ...
Ich denke mir das Laptop wird schon 2 Stereo Lautsprecher samt Subwooferchen haben. Aber selbst da gibt es Laptops, die klingen schlechter als so manches 2.0 System.
Warum steckt man eigentlich nicht mal die Kohle in die Forschung von Laptoplautsprechern? Bei großen Gaming Laptops sollte es doch möglich sein 2 Wege, oder 3 Wege Lautsprecher zu verbauen, mit dickeren kräftigeren Subwoofer.
Das einzige was mir mal unter gekommen sind, waren 2x 2 Stereo Lautsprecher, leider ohne Subwoofer, was den Klang wieder zunichte machte.
Da spielt man dann lieber doch mit Kopfhörern. Und da kommt es dann ganz auf die Qualität der Kopfhörer an.
Diese müsste dann aber über einen Anschluß an alle möglichen Laptops passen.
Im Zeitalter der Mini/Micro ITX Gehäuse und PCI-Express umlenkkabeln... die superkompackte powerboxen zulassen, ist das Gamingnotebook einfach überflüssig.
Auf Reisen spielt man eh nicht weil zu sperrig oder nach max 2h der Akku leer ist.
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die von MSI:
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die von ASUS:
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und die von Alienware (Dell):
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Du brauchst dann lediglich jeweils ein kompatibles Notebook vom jeweiligen Hersteller.
unnötig Spielzeug . Dazu noch teuer
Eine Tolle sache. Da kann man sich richtig austoben mit der Wasserkühlung.