Need for Speed (2016) PC: Technik-Test mit GPU- und CPU-Benchmarks plus Tuning-Tipps
Am 17. März erscheint das aktuelle Need for Speed auch für den Personal Computer. PC Games Hardware konnte bereits vorab seine Runden drehen und präsentiert Ihnen erste Benchmarks und Einschätzungen zur Technik des Rennspiels, das auf die aktuelle Frostbite-3-Engine setzt.
Gut vier Monate nach Veröffentlichung der Konsolenfassungen erscheint Need for Speed nun auch für PC - aus Need for Speed (2015) wird auf dem PC damit faktisch Need for Speed (2016). Das Credo zur Verschiebung damals war, dass "diese Entscheidung uns die notwendige Entwicklungszeit (gibt), um die auf dem PC mögliche Grafikleistung auszuschöpfen" - ob das wirklich der Fall ist, soll unser Technik-Test überprüfen.
Need for Speed: Vorteile der PC-Version
Publisher EA und der federführende Entwickler Ghost Games bringen die PC-Fassung von Need for Speed mit einigen Extras. Dazu gehören verbesserte Grafik, die obligatorische Unterstützung höherer Auflösungen sowie unlimitierte Fps - die Konsolenversion ist auf zähe 30 Bilder pro Sekunde begrenzt. Besitzer leistungsfähiger Rechner und Bildschirme machen die Straßen von Ventura Bay nun auch in Ultra HD unsicher. Auf höchster Detailstufe gewinnt Need for Speed nicht nur an optischer Brillanz hinzu, es wirkt vor allem übersichtlicher und klarer. Die Konsolenversion krankte an einer Fülle unschöner Filter, die dem Spiel einen Plastik-Look aufsetzten. Die PC-Version sieht dagegen aufgeräumter aus, selbst in Full HD.
Gerade die Weitsicht profitiert von der hohen Bildschirmauflösung: Auf Distanz entdecken wir glasklar die roten Lichter der Kühltürme von South Port. Auch die Wettereffekte scheinen in der PC-Fassung besser zur Geltung zu kommen. In den Pfützen spiegeln sich die Lichter von Tankstellen nun realistisch, die Fahrbahn ist bei Regen herrlich nass und selbst aufkommende Regentropfen können wir nun klar erkennen. Bäume wiegen sanft im Wind und lassen sogar Blätter fallen. Dank dieser Details wirkt die Spielwelt eine Spur lebendiger, auch wenn die Straßen und Bürgersteige - wie in der Konsolenfassung - leider weiterhin ausgesprochen leer sind.
Wer es gerne eine Spur schneller mag, regelt die Auflösung auf 1.920 × 1.080 Pixel herunter. Dann greift die wichtigste Neuerung der PC-Version so richtig: die Entfernung des Frame-Locks. Dieser drosselte auf Playstation 4 und Xbox One die Bildrate auf (mehr oder minder) stabile 30 Frames pro Sekunde. Allerdings lief das Spiel dadurch auch vergleichsweise langsam. Die PC-Version holt hier mehr aus dem Spiel heraus und wir flitzen mit 60 und mehr Bildern pro Sekunde durch die Nacht.
Überschaubar sind die erweiterten Grafikeinstellungen des Spiels. In den Optionen gibt es Auflösung, Qualität der Texturen, Schatten; dazu kommen die vertikale Synchronisation, Bewegungsunschärfe sowie Umgebungsverdeckung. Wie bei anderen Frostbite-Spielen handelt es sich bei der bestmöglichen Schattierungsstufe um HBAO. Zur Kantenglättung bietet Need for Speed die Wahl zwischen FXAA oder dem hochwertigen TAA (temporale Kantenglättung), das bereits in Star Wars Battlefront überzeugte. Auch in NFS überwiegt der positive Eindruck, wobei der Algorithmus in niedrigen Auflösungen bis inklusive Full HD weitere Unschärfe ins Spiel bringt - wir empfehlen daher, die Bewegungsunschärfe abzustellen, das TAA erledigt diese Aufgabe nebenbei.
Auch an Benutzer extrabreiter Bildschirme haben die Entwickler gedacht, das 21:9-Format wird, ebenso wie 17:9, sauber unterstützt. Lediglich die Zwischensequenzen - egal ob Videos oder Ingame-Schnitte - laufen stets in 16:9 ab.
Need for Speed PC: Systemanforderungen
Die Minimalanforderungen für Need for Speed sind für 30 Fps in 720p und Low-Grafik gedacht, dafür reicht theoretisch ein Core i3-4130 oder ein anderer Prozessor mit vier Hardware-Threads. Ansonsten umfassen die Minimalanforderungen 6 GiB RAM, 30 Gigabyte Plattenplatz und eine GTX 750 Ti oder eine HD 7850 mit 2 GiB VRAM. Ein 64-Bit-Windows 7 wird ebenfalls vorausgesetzt. Anders sieht es dann bei der empfohlenen Hardware aus, die für 1080p und 60 Fps bei High-Grafik reichen soll. Die nötigen Grafikkarten sind mit der GTX 970 und der R9 290 noch identisch im Vergleich zu Battlefront, aber man braucht nur die Hälfte des Arbeitsspeichers. Dafür sollte die CPU schnell sein. War es bei Battlefront noch ein i5-6600 (Skylake), der einen Grundtakt von 3,3 GHz hat, verlangt Need for Speed nach einem Core i5-4690 (Haswell), der mit 3,5 GHz taktet. Need for Speed bietet auch eine Ultra-Option, die noch einmal höhere Ansprüche haben dürfte. Interessant ist der Vergleich zum letzten NFS aus dem Jahr 2013: Die dort empfohlene Hardware reicht gerade noch so für die Minimalgrafik beim aktuellen Need for Speed.
Darüber hinaus unterstützt die PC-Version von Need for Speed vom Start weg Lenkräder von Logitech (G27, G29, G920), Thrustmaster (TX, T150, T300, T500) und Fanatec (CSR). Über das Optionsmenü stellt man vor dem Start die Empfindlichkeit von Lenkung, Gas und Bremse sowie die Totzonen ein. In der Ingame-Garage gibt es über den Menüpunkt "Handling-Abstimmung" die Möglichkeit, auf manuelle Schaltung mithilfe der Lenkrad-Wippen zu wechseln.
| Need for Speed (2016) | Star Wars Battlefront (2015) | Need for Speed: Rivals (2013) | |
|---|---|---|---|
| Minimum | 720p / 30 Fps / Low | ||
| Betriebssystem | Windows 7 (64 Bit) | Windows 7 (64 Bit) | Windows XP, Vista, 7 |
| Prozessor | Core i3-4130 | Intel i3 6300T | Core 2 Duo oder Athlon X2 |
| Grafikkarte | GTX 750 Ti oder HD 7850 mit 2 GiB | GTX 660 oder HD 7850 | 8800 GT oder HD 3870 |
| Arbeitsspeicher | 6 GiB | 8 GiB | 4 GiByte |
| Speicherplatz | 30 GByte | 40 GByte | 30 GByte |
| Empfohlen | 1080p / 60 Fps / High | ||
| Betriebssystem | Windows 7 (64 Bit) | Windows 10 (64 Bit) | Windows XP, Vista, 7, 8 (64 Bit) |
| Prozessor | Core i5-4690 | Core i5-6600 | Intel-Vierkerner |
| Grafikkarte | GTX 970 oder R9 290 | GTX 970 oder R9 290 | GTX 660 oder HD 7870 (3 GiB) |
| Arbeitsspeicher | 8 GiB | 16 GiB | 8 GiByte |
| Speicherplatz | 30 GByte | 40 GByte | 30 GByte |
Die Grafikkarten-Testmethodik von PCGH
Basierend auf Leser-Feedback verwendet PC Games Hardware für Spiele-Benchmarks seit rund zwei Jahren keine Referenz-Grafikkarten mit Standard-Taktraten mehr - zumindest was aktuelle Modelle angeht. An ihre Stelle treten Hersteller-Modelle samt werkseitiger Übertaktung, wie sie von einem Großteil unserer Community verwendet werden. Hierbei handelt es sich um typische Modelle, wenngleich "typisch" gar nicht so einfach zu definieren ist. Die Auswahl richtet sich nicht nur daran, welche Grafikkarten noch im PCGH-Testlabor anwesend sind, sondern auch, ob sie repräsentativ für das jeweilige Modell sind: Wir nutzen nach Möglichkeit weder unübertaktete, sich wegen Überhitzung drosselnde oder enorm schnelle Herstellerdesigns, sondern "Vernunftversionen", wie wir sie auch in den PCGH-Grafikkartentests meistens empfehlen. Beachten Sie bitte, dass wir nicht sämtliche Modelle am Markt testen können, sondern uns auf eine Auswahl beschränken müssen. Auch behalten wir uns vor, einzelne hier herangezogene Herstellerkarten in anderen Tests auszutauschen, beispielsweise dann, wenn sie das Testlabor verlassen müssen.
Jede Grafikkarte wird vor den Benchmark-Durchläufen einer Aufheizperiode unterzogen, während derer sich der Kerntakt (Boost) auf ein bestimmtes, von Modell zu Modell unterschiedliches Niveau absenkt. Auf diese Weise vermeiden wir unrealistisch hohe Werte: Eine gerade aus dem Regal genommere Grafikkarte, noch kalt vom Nichtstun, boostet höher als im normalen Betrieb nach einiger Zeit unter Last. Das betrifft vor allem Geforce-Grafikkarten; die Frequenzen der meisten Radeon-Modelle bleiben auch nach dem Aufheizen unverändert - es sei denn, die Leistungsaufnahme ist der Limitfaktor. Die durchschnittliche Frequenz beim Test der jeweiligen Karten finden Sie in den Benchmarks.
Need for Speed PC: Grafikkarten-Benchmarks
Erneut hält uns EAs übereifriges DRM-System davon ab, Ihnen zahlreiche Grafikkartenwerte zu liefern.Quelle: PC Games HardwareTreue Leser wissen, dass PC Games Hardware jedes "große" Spiel umfassend testet. Gerne hätten wir Ihnen schneller zahlreiche Grafikkarten-Resultate in Need for Speed präsentiert, doch wieder einmal wird dieses Unterfangen jäh von Origin vereitelt. Der DRM-Mechanismus sperrt einzelne Spiele, wenn sich die Hardware innerhalb kurzer Zeit zu oft verändert. Da jeder Grafikkartenwechsel einer solchen Änderung entspricht - sogar das Ein- und Ausschalten von SMT/Hyperthreading auf demselben PC wird entsprechend gewertet -, ist für uns nach wenigen Messungen Schluss. Da wir nur einen Review-Key zur Verfügung haben, bleiben wir Ihnen weitere Grafikkarten-Benchmarks schuldig, bis Origin eine weitere Handvoll Messungen toleriert (und dann erneut die rote Karte zückt). Rechnen Sie im Laufe des Donnerstags mit weiteren Werten.
Die Tests absolvieren wir in einem Sprintrennen ("Hinter dem Steuer"), das bereits früh im Spiel verfügbar ist. Es handelt sich um eine typische Raserei gegen ein kleines Gegnerfeld. Wir lassen die Kontrahenten stets vor uns fahren und nutzen die Verfolgerperspektive, um die maximale Darstellungslast in Form aller Autos zu erhalten. Die PCGH-Benchmarkszene im Video:
Die Radeon R9 390 zeigt, dass aktuelle Oberklasse-Grafikkarten kein Problem mit üblichen Auflösungen haben. Wer mit konstanten 60 Fps fahren möchte, ist mit einer aktuellen 350-Euro-Grafikkarte auf der sicheren Seite. In WQHD/1440p sind bereits schwerere Geschütze notwendig, hier wird die 60-Fps-Marke nur von stark übertakteten High-End-Grafikkarten erreicht respektive gehalten. In weiterführenden Tests zeigte sich, dass Ultra HD mit keiner handelsüblichen Grafikkarte flüssig nutzbar ist. Wer eine Geforce GTX 980 Ti oder GTX Titan X manuell auf 1,4 GHz treibt, bekommt in Rennen mit mehreren KI-Fahrern höchstens Bildraten um 40er-Bereich zu Gesicht. In der Hub-Welt außerhalb der Rennen fällt die Bildrate gewöhnlich etwas höher aus.
Need for Speed 2016 GPU-Benchmarks
Need for Speed 2016 GPUs - Wählen Sie die Auflösung im Dropdown-Menü aus!
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Need for Speed benötigt bei höchster Detailstufe reichlich Grafikspeicher. 2-GiByte-Grafikkarten wie die Geforce GTX 770/760/680/670 und Radeon R9 270(X)/HD 7870 stoßen bereits in Full HD an ihre Füllgrenze, 3-GiByte-Modelle haben dieses Problem zumindest in Full HD nicht und kommen auch mit WQHD zurecht - sofern Sie mit den erzeugten Bildraten zufrieden sind. In Ultra HD ziehen die Anforderungen deutlich an, hier können Grafikkarten mit mehr als 4 GiByte Speicher auftrumpfen; die R9 390 zieht hier mit Leichtigkeit an den Fury-, Nano- und GTX-980-Karten vorbei.
Need for Speed PC: Tuning-Tipps für Grafikkarten
Warum das Spiel derart viel Grafikspeicher verschlingt, ist nicht bekannt, wir haben jedoch das Streaming im Verdacht: Need for Speed neigt im Gegensatz zu vielen modernen Spielen nicht dazu, Texturdetails auszublenden, wenn der Speicher die Füllgrenze erreicht. Infolgedessen sehen die Oberflächen die meiste Zeit bestmöglich aus, doch Grafikkarten mit zu knappem Onboard-Speicher geraten in die Bredouille. Unser Tipp für Nutzer einer 2-GiByte-Grafikkarte: Reduzieren Sie die Texturdetails von "Ultra" auf "Hoch", hat das nur geringe optische Konsequenzen, die Bildrate steigt jedoch signifikant. Unsere Testfahrt mit der bei "Ultra" klar überfüllten Gigabyte Geforce GTX 770 (siehe Benchmark oben) ergibt eine Durchschnittsbildrate von rund 39 (Min: 33).
Need for Speed PC: Prozessor-Kernskalierung
Die Frostbite-Engine, welche EA unter anderem auch in Star Wars Battlefront und PvZ Garden Warfare 2 verwendet, ist für ihr vorbildliches Multithreading bekannt. Ob diese Regel auch für Need for Speed gilt, überprüfen wir anhand des beliebten Intel-Sechskerners Core i7-5820K, welcher bis zu 12 Threads beisteuert. Wie immer führen wir die Kernskalierung mit gesenktem Kerntakt und maximalen Details, aber in der niedrigen 16:9-Auflösung 1.280 × 720 durch. Damit stellen wir sicher, dass der Prozessor maximale Last vorgesetzt bekommt und die Grafikkarte das Geschehen nicht ausbremst. Bei Letzterer handelt es sich um eine auf 1.500/4.207 MHz übertaktete Geforce GTX Titan X unter Windows 10 (build 1511 "Threshold"). AA und AF sind für die CPU-Messungen ebenso abgeschaltet wie Ambient Occlusion.
Need for Speed 2016: CPU Core ScalingQuelle: PC Games HardwareDie Ergebnisse sind erwartungsgemäß positiv. SMT alias Hyperthreading steigert die Leistung sowohl bei zwei als auch bei vier physischen Prozessorkernen. Erst bei sechs (und voraussichtlich auch acht) Cores führt SMT zu einem leichten Fps-Defizit, das jedoch keineswegs fühlbar ist. Die Bildrate fällt jedoch niedriger aus als man das von anderen Frostbite-Spielen kennt. Mit einem Zweikern-Prozessor ist nur dann ein flüssiges Spielgefühl (50+ Fps) möglich, wenn 3,5 GHz oder mehr anliegen. Wer einen aktuellen Vierkerner nebst SMT nutzt, kann sich bereits mit 3 GHz auf Bildraten im 60er-Bereich einstellen.

Radeon Catalyst Treiber Download: Crimson 16.7.3 WHQL
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Ich habe auch mit einigen Programmen versucht dem Spiel MSAA aufzuzwingen, aber das Spiel ignorierte jedes.
Leider steigt die Hardwarebelastung dadurch ordentlich an und ich komme grad noch knapp mit 60 FPS davon, wenn ich SSAO statt HBAO und hohe statt sehr hohe Schatten verwende.
Nachtrag: Man kann im Dokumenten-Ordner die Need For Speed Config finden. Dort sollte man unbedingt FilmGain auf den wert 0 setzen - Das beseitigt das nervige Bildrauschen.
Wäre echt so richtig uncool
Also ja, ich kann das bestätigen. Weitere Kantenglättungsmethoden währen sicher wünschenswert.
Es wurde auber auch angesprochen, das TAA eben erst bei richtig hohen Auflösungen (also z.B. 4K) deutlich weniger matschig wirkt.
DSR/Downsampling (auch in Verbindung mit TAA) sind mit meiner GTX970 für mich selber nicht wirklich eine Alternative. Ich will möglichst durchgehend 60 Frames. Also nehme ich TAA, was mich ehrlich gesagt unterm Fahren auch gar nicht mehr so stört.
Wäre echt so richtig uncool
Dazu müssen ein paar Details reduziert werden. Aber lieber ein ruhiges Bild als maximale Schattendetails.