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  • Asus PG248Q: 180 Hertz und G-Sync im Test
    Quelle: PC Games Hardware

    Asus PG248Q: 180 Hertz und G-Sync im Test

    Obwohl Asus auf der Computex 2016 bereits erste Prototypen mit Displayport-1.3-Unterstützung und 240 Hz in 1080p vorstellte, sind marktreife LCDs mit solchen Aktualisierungsraten vor Jahresende unwahrscheinlich. Bis dahin wird die bisherige Technik voll ausgereizt. Acer und Asus takten ihre Full-HD-Spitzenmodelle nun auf bis zu 180 Hz hoch.

    Beim PG248Q bemüht sich Asus wie bei anderen ROG-Monitoren darum, dem Produkt durch typische Gaming-Features einen Premium-Anstrich zu verpassen. G-Sync, 3D Vision, Gamevisual- und Gameplus-Extras kennen wir bereits von anderen Asus-LCDS, Full HD und TN-Panel sind hingegen schon fast Spezifikationen aus der Mottenkiste. Dafür hat man sich beim PG248Q etwas Besonderes einfallen lassen.

    Die maximale Aktualisierungsrate liegt bei sagenhaften 180 Hz - mehr waren bisher nur durch Kniffe wie Black Frame Insertion denkbar, hier handelt es sich aber sozusagen um "echte" 180 Hz. Um das Ganze ins Verhältnis zu setzen: Die fixesten Full-HD- oder WQHD LCDs takten gewöhnlich mit 120 bis 144 Hz, in Ausnahmefällen bis zu 165 Hz. Noch besser wird die extreme Refreshrate durch die zweite gute Neuigkeit beim PG248Q: Die G-Sync-Spanne liegt zwischen 30 und 180 Hz, Frame-Verdopplung oder andere Behelfstechniken sind innerhalb dieser Spanne nicht mit eingerechnet. Damit funktioniert die adaptive Bildratensynchronisierung von Nvidia also ohne Einschränkungen wie ein Oberlimit; sowohl Bildqualitäts- als auch Fps-Fanatiker kommen also in den Genuss der Anti-Tearing-Technologie. Zwei gewichtige Kaufargumente also, wenngleich es beim Rest wenig Neues zu berichten gibt - doch der Reihe nach.

    05:01
    G-Sync bis 180 Hertz beim Asus PG248Q

    Asus PG248Q: Ausstattung

          

    Viele als "High-End"-Produkte beworbene LCDs kommen mit reichhaltiger, teils fast schon obszöner Ausstattung auf den Markt. Den PG248Q wollen wir in die gleiche Kategorie einordnen, denn mit 500 Euro unverbindlicher Preisempfehlung wird ein für 24-Zoll- und FHD-Verhältnisse stolzer Preis abgerufen. Anders als ähnlich teure Monitore hat sich Asus überflüssige Zugaben aber gespart; unserem Testmuster lag weder eine Flut aus Adaptern noch die allmählich überflüssigen D-Sub-Kabel bei - beim PG248Q schon deshalb, weil als einzige Grafik-Schnittstellen HDMI 1.4 und Displayport 1.2 zur Verfügung stehen. Asus PG248Q: Überschaubare Anschluss-PaletteAsus PG248Q: Überschaubare Anschluss-PaletteQuelle: PC Games HardwareInteressanterweise fehlt auch die Displaywidget-Software, die nur mit den Freesync-Modellen (erkennbar am "MG"-Präfix) wie dem MG248Q kompatibel ist und erst kürzlich eingeführt wurde. Da sich die Bildeinstellungen aber wie eh und je bequem über das On-Screen-Display einstellen lassen, ist das verschmerzbar. Das gilt vielleicht auch für die typischerweise quäkenden Monitor-Lautsprecher - die fehlen beim PG248Q nämlich ebenfalls. Wer auf die provisorische Sound-Lösung aber angewiesen ist, muss sich nach einer Alternative umsehen. Die obligatorische 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse ist immerhin nicht getilgt worden, und auch der USB-3.0-Hub befindet sich da, wo wir ihn erwarten (zwei Ports). Quickstart-Guide, DP- sowie HDMI-Kabel und eine CD mit Treiber und Standard-Farbprofil sind dabei; wir empfehlen die Installation des Treibers über den Gerätemanager, damit die Voraussetzung für den OC-Modus sicher geschaffen ist.

    Asus PG248Q: Ergonomie und Eigenschaften

          

    Wie die meisten ROG-Modelle ist an der äußeren Verarbeitung wenig auszusetzen. Zwar kommt auf Rahmen und Standfuß ausschließlich eine Kunststoffoberfläche zum Einsatz, Stabilität und Standfestigkeit sind aber gewährleistet. Flexibel ist der PG248Q also nur in Sachen Ergonomie, und zwar dank einem Neigungswinkel von 25 Grad, Schwenkbarkeit um je 60 Grad, 12 Zentimeter Höhenverstellbarkeit und Pivot-Funktion - so soll es sein. Was das Zusammenspiel aus Panel, Backlight-LEDs und Rahmendruck betrifft erleben wir keine bösen Überraschungen, es werden aber auch keine Bestwerte aufgestellt. Beim Verdunkelungstest sehen wir ein sehr uniformes Bild bei sehr leichten, gleichmäßigen Backlight-Einblutungen rund um den Rahmenrand, aber keine Lichthöfe und kein oberflächliches Glühen wie bei einigen IPS-Kandidaten. Die Messwerte sehen akzeptabel aus: Zwischen niedrigster (61 cd/m²) und maximaler Helligkeit (kalibriert 298 cd/m²) liegt die Helligkeitsabweichung vom Mittelpunkt bei maximal 13 Prozent sowie im Durchschnitt bei knapp über 6 Prozent (ermittelt nach 30 Minuten Warmlaufzeit).

    Eine unerfreuliche Geräuschkulisse durch zirpende Elektronik oder dergleichen konnten wir in keiner Helligkeits- oder Refresh-Einstellung wahrnehmen. Stutzig werden wir aber beim Stromverbrauch: Die durchschnittlichen 40 Watt sind unabhängig von der Refreshrate und liegen leicht über dem typischen Verbrauch anderer 24-Zoll-FHD-TN-Displays, der Standby-Verbrauch ist mit 11 Watt aber entschieden zu hoch. Obwohl der Monitor kein Signal bekommt und die "Deep-Sleep"-Modi der beiden Eingänge ausgewählt wurden, zieht das Netzteil weiterhin fleißig Strom. Der Stromsparmodus wird erst nach 12 Minuten aktiviert - Asus betrachtet dies als unproblematisch, da der Einfluss auf den Gesamtstromverbrauch gering sei.

    Asus PG248Q: Leistung

          

    Nun zum Kern der Sache: Asus vermarktet den Monitor als Hochleistungsgerät für den E-Sports-Bereich und professionelle Turniere. Das liegt zuallererst an den erwähnten 180 Hz, die per On-Screen-Übertaktung eingestellt werden können. Wählbar sind auch Aktualisierungsraten von 160 oder 170 Hz, ohne aktivierten OC-Modus liegt der maximale Refresh bei "normalen" 144 Hz. So oder so gilt: Das Übertakten ist von der Garantie eingeschlossen und soll, eine GTX 650 Ti sowie Anbindung über Displayport vorausgesetzt, immer funktionieren.

    Asus PG248Q: Kein Frameskipping bei 180 HzAsus PG248Q: Kein Frameskipping bei 180 HzQuelle: PC Games HardwareFür die Probe aufs Exempel verwenden wir eine GTX 980 Ti aus unserem Testsystem und überprüfen mit dem Frameskipping-Test von Blurbusters.com, ob das beschleunigte Display sich auch so verhält wie es soll. An dieser Stelle die freundliche Erinnerung: Auch LCDs ohne integrierte OC-Funktion können übertaktet werden! Nur eben ohne Erfolgsgarantie oder Sicherheit vor Langzeitschäden. Beim PG248Q klappt das übertakten allerdings tadellos, es werden weder Frames ausgelassen noch Bildartefakte provoziert. So weit, so gut; allerdings hat die ganze Sache doch einen Haken: Obwohl wir die Farbtiefe treiberseitig nicht antasten und auch die LCD-Bildeinstellungen unverändert bleiben, wirkt das Bild im 180-Hz-Modus ein wenig kontrastärmer. Der Effekt ist subtil und vor allem in dunklen oder komplett schwarzen Bildbereichen auszumachen. Wir empfinden ihn zwar nicht als störend, aber unbedingt erwähnenswert. Die Elektronik bewegt sich hier im Grenzbereich; der Verlust an Farbinformation dürfte das Nebenprodukt dieser Tatsache sein. Asus weist darauf auch explizit hin und erklärt im Handbuch: "Side effect, such as decayed contrast ratio [...] is not a product defect but trade off". Reibungslos dagegen: Der Display Lag liegt bei gerade drei Millisekunden, gemessen bei 180 Hz am PG248Q mit SMTT und einem CRT-Referenzmonitor. Mit einer derart niedrigen Eingabeverzögerung ist der E-Sports-Fokus nicht abwegig. Und dann ist da ja noch G-Sync: Das funktioniert zwischen 30 und 180 Hz ohne Murren und bietet damit eine selten gesehene Reichweite, ist aber - wie inzwischen allseits bekannt sein dürfte - Nvidia-only-Territorium. Eine entsprechende Grafikkarte ist also Pflicht.

    Asus PG248Q: Fazit

          

    Die maximale Aktualisierungsrate ist beeindruckend und für geübte 144-Hz-Spieler klar wahrzunehmen - einen Placebo-Effekt können wir ausschließen. Ob das die Erfolgsquote in flotten Multiplayer-Gefechten steigert, wagen wir trotzdem anzuzweifeln, denn dazu ist schon ein extremes spielerisches Niveau notwendig. Komfortabel ist es allemal, nicht zuletzt weil die Refreshrate mit Normal-Overdrive exzellent harmoniert und ein Nachschlieren nahezu komplett unterbleibt - besser geht es mit heutigen LCDs kaum. Das Ganze hat allerdings einen kleinen Nachteil: In 180 Hz verliert das Bild leicht an Kontrast und der Schwarzwert verschlechtert sich. Für Bild-Perfektionisten ist der PG248Q daher eher nichts. Die hohe G-Sync-Spanne erfreut, wobei wir der Meinung sind, dass die adaptive Bildratensynchronisierung in Bereichen über 120 Fps nicht mehr ganz so wichtig ist wie darunter. Kurzum: Wer es kompromisslos schnell mag ist mit dem PG248Q oder dem (noch nicht getesteten) Acer Predator XB241H wahrscheinlich gut aufgehoben. Leider ist, wie bei einigen ROG-Monitoren der jüngeren Vergangenheit, der Preis ein Wermutstropfen: Für 500 Euro sind passable Gaming-Monitore in höherer Auflösung zum Beispiel schon ohne weiteres zu bekommen.

    Asus PG248Q: Testtabelle

          

    PCGH-Wertung
    1,77
    Leserwertung:
     
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    ProduktnamePG248Q
    HerstellerAsus
    Preis/Preis-Leistungs-VerhältnisCa. € 500,-/Noch ausreichend
    PCGH-Preisvergleichwww.pcgh.de/preis/1450044
    Ausstattung (20 %)1,62
    Diagonale/Anschlüsse61 cm (24 Zoll)/1x HDMI 1.4, 1x Displayport 1.2
    Max. Auflösung1.920 x 1.080
    Panel/HintergrundbeleuchtungTN/LED
    Reaktionszeit (Hersteller)1 ms (gtg typisch)
    Netzteilextern
    Gewicht/Maße6,6 kg/56 x 54 x 24 cm
    Drehbar/neigbar/höhenverst.+/- 60 Grad/25 Grad/120 mm
    Garantie3 Jahre
    SonstigesUSB-3.0-Hub, Kopfhöreranschluss
    Eigenschaften (20 %)2,45
    Betrachtungswinkel horizontal/vertikal170/160 Grad
    Kontrastverhältnis (statisch) 850:1 (144-Hz-Modus)
    Leistungsaufnahme/Stand-bybis zu 41/10,5 Watt
    Leistung (60 %)1,60
    Schlieren-/Korona-Bildung sehr gering/sehr gering
    Subjektiv spieletauglich/InputlagJa/3 ms (bei 180 Hz nach SMTT, CRT-Referenz)
    Regelbereich Helligkeit (0, 50, 100 %)61, 176, 280 cd/m²
    InterpolationVollbild, 21:9, 16:9, 4:3/noch gut
    Helligkeitsverteilung (Abweichungen)Max. 12 %, durschnittl. 6 %
    Grobkörniges Bild (Kristalleffekt)Klares Bild (Kein Kristalleffekt)
    Farbbrillanz/FarbechtheitGut
    Endnote1,77
    Fazit+ 180 Hertz
     + enorme G-Sync-Spanne
     - Hoher Preis, Bildqualität bei 180 Hz
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Monitor-Display
Asus PG248Q: 180 Hertz und G-Sync im Test
Obwohl Asus auf der Computex 2016 bereits erste Prototypen mit Displayport-1.3-Unterstützung und 240 Hz in 1080p vorstellte, sind marktreife LCDs mit solchen Aktualisierungsraten vor Jahresende unwahrscheinlich. Bis dahin wird die bisherige Technik voll ausgereizt. Acer und Asus takten ihre Full-HD-Spitzenmodelle nun auf bis zu 180 Hz hoch.
http://www.pcgameshardware.de/Monitor-Display-Hardware-154105/Tests/Asus-PG248Q-180-Hertz-Test-1200178/
02.07.2016
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2016/06/Asus-PG248Q-7-pcgh_b2teaser_169.jpg
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