• METRO 2033

    Metro Redux im Technik-Test: Grafikkarten-Benchmarks und Bildvergleich [Special der Woche]

    Mit den Redux-Versionen werden die beiden Teile der Metro-Reihe neu aufgelegt. Neben einigen Gameplay-Änderungen wie unterschiedlichen Spielmodi, die je nach Präferenz den Fokus der beiden Metro-Spiele mehr auf Action oder bedachtsames Vorgehen legen, gibt es auch grafische Verbesserungen. Wir machen den Vorher-Nachher-Vergleich. Lohnt sich das Facelifting?

    Anmerkung: Dieser Artikel hatte die meisten Seitenaufrufe diese Woche. Aus diesem Grund veröffentlichen wir es heute erneut. Metro Redux (75) Metro Redux (75) Quelle: PC Games Hardware Metro Redux nennt sich das Bundle aus den beiden schon erschienenen Teilen 2033 und Last Light der Metro-Reihe, die mit der Neuauflage ein grafisches Upgrade und einige spielerische Veränderungen erhalten. Metro Redux erscheint außerdem erstmalig für die Xbox One und Playstation 4, bislang konnten nur Besitzer der alten Xbox 360 in die düstere Atmosphäre der post-apokalyptischen Shooter eintauchen. Am deutlichsten fällt die Überarbeitung am Erstling Metro 2033 auf, doch auch der Nachfolger Last Light profitiert von dem Upgrade.

    Catalyst 14.7 RC 3: Erste Eindrücke

          

    Nachdem wir Metro Redux schon einige Tage vor dem Fall der Verschwiegenheitsvereinbarung ansehen konnten, hat sich in der Zwischenzeit ein neuer Radeon-RC-Treiber in Form des Catalyst 14.7 RC 3 materialisiert, der möglicherweise die unten erhofften Leistungsverbesserungen mit sich bringt. Davon abgesehen, haben wir in den Benchmarks leider fälschlicherweise angedeutet, wir hätten den Catalyst 14.6 RC 1 verwendet: Tatsächlich war es der Catalyst 14.7 RC 1 - Den Fehler haben wir mittlerweile korrigiert. Und tatsächlich, zumindest es zumindest in Metro 2033 Redux in 1080p eine kleine Verbesserung für die High-End-Radeons:

    • Catalyst 14.7 RC 1:
    MSI R9 290X Gaming/4G
    Min.: 59
    Avg.: 63,3

    Sapphire R9 290 Tri-X OC/4G
    Min.: 58
    Avg.: 62,8

    • Catalyst 14.7 RC 3:
    MSI R9 290X Gaming/4G
    Min.: 60
    Avg.: 67,1

    Sapphire R9 290 Tri-X OC/4G
    Min.: 59
    Avg.: 66,4

    Keine Verbesserungen gab es dagegen in Metro Last Light Redux oder in den alten Metro-Teilen, auch nicht in Ultra-HD oder mit Radeons kleiner R9 290. Allerdings hat AMD im Changelog auch kein Metro explizit erwähnt, insofern besteht weiter die Hoffnung, dass sich hier Verbesserungen ergeben.

    Metro 2033 Redux - Deutliche optische Gewinne

          

    Im Frühjahr 2010 ließ Metro 2033 reihenweise Spieler staunen: Der Shooter beeindruckte mit hochauflösenden Texturen, feinsten Echtzeitschatten, tessellierten Charaktermodellen und einer fantastischen Beleuchtung. Hinter vorgehaltener Hand wurde hier und dort sogar leise flüsternd der Vergleich mit der Grafikbombe Crysis gezogen. Viele PC-Spieler waren damals eher kaum für die eigene Plattform angepasste Konsolen-Ports gewohnt. Die DirectX-11-Grafik von Metro 2033 zeigte dagegen, wie detailliert und plastisch ein modernes PC-Spiel aussehen konnte. Doch seit 2010 ist die Welt nicht stehengeblieben. Grafische Upgrades gegenüber Konsolenversionen aktueller Spiele für den PC sind seit geraumer Zeit genauso die Norm, wie die Unterstützung von Direct X 11 und über den Zeitraum von vier Jahren hat sich die Technik beständig - wenn auch nicht rasant - weiterentwickelt. Metro 2033 sieht für sich genommen immer noch gut aus, doch neben dem Nachfolger Last Light und einigen anderen grafisch eindrucksvollen Titeln wirkt der Shooter mittlerweile etwas angestaubt.

    before
    after


    Die Redux-Version ist prinzipiell eine Portierung von Metro 2033 in die leistungsfähigere Engine des Nachfolgers Metro Last Light. Die größten Verbesserungen betreffen die deutlich aufgewertete Beleuchtung samt sehr ansehnlicher Echtzeitschatten, hochauflösender Texturierung, neuer Charaktermodelle und einen angestiegenen Detailgrad innerhalb der Levels. Die düsteren Gänge der Metro und verwilderte Oberfläche des verfallenen Moskaus werden in Redux mit vielen zusätzlichen Objekten ausgeschmückt, erhielten Ergänzungen hier und dort und in Zufluchtsstätten tummeln sich nun mehr und abwechslungsreichere NPCs, während die Oberfläche von allerlei mutiertem Krabbelvieh besiedelt wird. Dort fällt auch der geänderte Look der Redux-Version gegenüber der originalen am stärksten ins Auge: Die verstrahlte Oberfläche verbreitet eine kalte, desolate Stimmung.

    before
    after


    Das oft gleißende Sonnenlicht betont scharfe Kontraste, die aus Eis und Schnee hervorstechen. Die Stimmung in der Originalfassung von Metro 2033 ist dagegen düster und bedrückend. Hier verhüllen schwarze Wolken den Himmel und die Oberfläche versinkt unter einem finsteren Schleier. Unter der Erde ist Metro 2033 Redux ein wenig farbenfroher. Die Beleuchtung verstreut großzügiger Farbvarianten, wirft schicke Lichtkegel in die Dunkelheit und überzeugt mit atmosphärischen, jedoch nicht zu übertrieben aufgetragenen Blendeffekten. Tessellation wird neben den ebenfalls deutlich verbesserten - jedoch immer noch etwas befremdlich wirkenden - Charaktermodellen auch für einige Levelobjekte eingesetzt. Zudem kann durch die Portierung auf die neue Engine Supersampling aktiviert werden. Multisampling fällt hingegen weg. Metro 2033 sieht nach dem optischen Upgrade wieder richtig schick aus.

    Metro Last Light Redux - Nur kleinere grafische Verbesserungen

          

    Metro 2033 kann von der optischen Überarbeitung also deutlich profitieren, etwas anders sieht es beim Nachfolger Last Light aus. Doch auch hier sind uns beim Anspielen recht schnell ein paar Veränderungen aufgefallen. Als wir das erste Mal die Oberfläche betreten, fällt uns sofort eine gegenüber Last Light nochmals verbesserte Beleuchtung auf, vor allem die Wolkenschatten springen ins Auge - diese ziehen nun über die verfallenen Ruinen. Auch einige andere Details an der Himmelsdarstellung haben sich verändert. Außerdem wurden auch einige Texturen durch hochauflösendere Exemplare ersetzt und hier und dort etwas Feinschliff betrieben.

    Last Light Original vs Redux

    before
    after

    Interessant: Wir stießen auf einige Abweichungen bei der Anwendung von Tessellation. Die Redux-Version verzichtete an einigen Stellen darauf, den Detailgrad durch die Unterteilung der Drahtgittermodelle zusätzlich zu erhöhen, wohingegen das Original die Technik dort nutzte.

    Metro Redux - Alt gegen Neu: Die Benchmarks

          

    Wir haben die beiden alten Metro-Teile gegen ihre überarbeiteten Versionen antreten lassen. Dazu nutzen wir zwei neue Benchmark-Szenen an der Oberfläche, da hier die Veränderungen am deutlichsten zu sehen sind. Dazu nutzten wir die zum Zeitpunkt des Tests die jeweils aktuellen Grafikkarten-Treiber. Zu beachten dabei: Der Geforce 340.52 WHQL ist dabei schon "Game Ready" für Metro Redux, wurde also schon dahingehend optimiert. Der Catayst 14.7 RC 1 Beta enthält noch keine Optimierung für Metro Redux.

    Benchmarks Metro 2033 Original und Redux
    Benchmarks Metro - Metro 2033 1080p - fixed-pcgh

    Die Benchmarks für Metro Redux zeigen ein für die Reihe und AMD-Grafikkarten fast schon typisches Bild: Sie bleiben recht weit hinter ihren Geforce-Pendants zurück. Doch das muss nicht so bleiben, denn sowohl in Metro Last Light als auch Metro 2033 konnten sie nach einigen Optimierungen zu den Nvidia-GPUs aufschließen oder sie gar übertrumpfen. Momentan bricht mit einer Radeon die Leistung aber am stärksten ein - so überholt in den Neuauflagen die GTX 770 die R9 280X, während Letztere in den alten Versionen eine ganze Ecke flotter ist. Doch die neuen Redux-Teile fordern auch Nvidia-GPUs recht kräftig. Im Vergleich mit der Ursprungsversion lässt die aufwendigere Beleuchtung selbst in Last Light Redux die Frameraten purzeln - obwohl sich hier die Änderungen noch in Grenzen halten.

    Benchmarks Last Light Original und Redux
    Benchmarks Metro - Metro LL 1080p - fixed-pcgh

    Metro Redux - Fazit

          

    Die Neuauflage der beiden Metro-Teile ist wohl vor allem für Neueinsteiger interessant. Doch auch wenn Sie die Metro-Teile schon besitzen, ist zumindest Metro 2033 Redux einen Blick wert. In dieser Version steckt viel Arbeit, neben der neuen Engine wurden viele andere Details verbessert, die Levels ausgeschmückt und neue Zwischensequenzen in der Ego-Perspektive erstellt. Zudem hat die Originalversion schon ein paar Jahre auf dem Buckel und kann die Auffrischung gut vertragen. Last Light Redux wurde zwar ebenfalls grafisch etwas aufgewertet, die Unterschiede zum Original sind aber deutlich geringer. Sind sie aber ein wirklicher Fan der Reihe, könnten Sie allerdings an den verschiedenen Spielmodi Gefallen finden. Das Bundle der beiden Metro-Redux-Versionen kostet 40 Euro, sie können aber auch einzeln bezogen werden. Die Preispolitik wird von einigen Spielern kritisiert, die sich ein kostenloses Update für Besitzer der Originalversionen gewünscht hätten. Für diese gibt es stattdessen immerhin einen Rabatt von 50 Prozent, allerdings nur bei Vorbestellung.

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      • Von SphinxBased PC-Selbstbauer(in)
        jetzt mal butter bei die fische..liebe PCGH hardware..metro last light REDUX sieht erheblich besser aus als das original...schon allein die beleuchtung is der hammer und das ganze läuft vor allen dingen absolut butterweich....ist total unterbewertet das Spiel..........must have teil!!!!!!!!!!!!
      • Von Grestorn Freizeitschrauber(in)
        Düster muss nicht besser sein. In der Metro ist es düster genug. An der Oberfläche gibt es dieses Ding, wie hieß es noch, dieser große gelbe Ball... Durch den Dreck in der Luft und die Augen, die keine Helligkeit gewohnt sind, bleibt eben nur dieses gleissende Licht. Ich finde schon, dass das passt. Besser als dauernde Dunkelheit.
      • Von Reflexion Komplett-PC-Käufer(in)
        Mhh bin da geteilter Meinung.. ich finde die Neuauflage ist unter anderem etwas heller geworden... schade.. fand den düsteren *Underground* Effect irgendwie etwas stimmiger.. was man gerade im außen Territorium sieht. Aber gibt auch viele schöne Verbesserungen.
      • Von VikingGe Software-Overclocker(in)
        Ich hatte ja ursprünglich mal nach CPU-Performance gefragt, GameGPU hat das inzwischen mal getestet. Läuft offenbar wirklich auf jedem Toaster à la FX-4100 und konsumiert trotzdem Kerne zum Frühstück - gut gemacht
      • Von Nightslaver Software-Overclocker(in)
        Also ein Update bei Last Light scheint sich nicht wirklich zu lohnen. Der Hauptgrund ist da vor allem dieses extrem penetrante Bloom im Außenbereich. Das sieht einfach nur ecklig aus. Bei Metro 2033 sieht das hingegen schon wieder anders aus. Die neue Texturen machen da schon durchaus was her. Hmm, im Endeffekt werd ich mir das "Update" aber wohl erst holen wenns im Steamsale mal im Angebot ist. Da ich Sowohl Metro 2033, also auch Last Light mit DLCs habe macht es einfach keinen Sinn da nochmal 10 Euro zu investieren, dazu lohnt die "verbesserte" Version von LL einfach nicht und empfinde ich Sie zu sehr als optischen Rückschritt gegenüber dem Original.
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Mit den Redux-Versionen werden die beiden Teile der Metro-Reihe neu aufgelegt. Neben einigen Gameplay-Änderungen wie unterschiedlichen Spielmodi, die je nach Präferenz den Fokus der beiden Metro-Spiele mehr auf Action oder bedachtsames Vorgehen legen, gibt es auch grafische Verbesserungen. Wir machen den Vorher-Nachher-Vergleich. Lohnt sich das Facelifting?
http://www.pcgameshardware.de/Metro-2033-PC-143440/Specials/Technik-Test-1131855/
23.08.2014
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/original/2014/08/Metro_2033_Vergleich02_Redux-pcgh_b2teaser_169.jpg
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