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    Mainboard-Vergleich und -Kaufberatung für AMD und Intel [Juli 2015]

    zum Thema Mainboard

    Mainboard-Tests und -Empfehlungen in der Bestenliste von PCGH: Mit den Tipps von PC Games Hardware finden Sie immer das richtige Mainboard. Im Folgenden sehen Sie eine Übersicht aktueller Mainboards mit den Sockeln AM3+, FM2, 1150, 1155, 2011 und 2011-v3.

    Aufrüsten muss nicht teuer sein: Hochwertige Motherboards für aktuelle Prozessoren - egal ob Intel oder AMD - bekommen Sie bereits für 100 Euro und weniger. Selbst die Enthusiast-Plattform Sockel 2011-v3 muss keine 250 Euro kosten. Wir zeigen Ihnen das richtige Mainboard für Ihren neuen PC. Die hier aufgelisteten Testergebnisse und Mainboard-Empfehlungen bringen wir regelmäßig auf den neuesten Stand, um Ihnen stets aktuelle Kaufberatung zu bieten. Zudem gehen wir auf die Preisentwicklung ein und beschreiben Neuigkeiten, die für Ihre Kaufentscheidung wichtig sind.

    Umfangreiche Tabellen, in denen alle Testergebnisse der wichtigsten bisher getesteten Mainboards verglichen werden, finden Sie jeden Monat im Heft. Zur Heftbestellung im PCGH-Shop.

    Mainboard-Übersicht & Neuigkeiten: Sockel 1150

    Der Sockel 1150 ist Intels aktuelle Mainstream-Plattform und bietet Spielern nicht nur das beste Preis-Leistungsverhältnis, sondern oft auch die absolut beste Leistung. Aktuelle PCHs sind der Z97, der nur eingeschränkt für Übertaktung freigegebene H97 und die Budget-Lösung B85. Ältere Platinen mit Z87 und H87 unterscheiden sich meist kaum von ihren Nachfolgern, erfordern aber gegebenenfalls ein UEFI-Update für die im Juni 2014 erschienenen Haswell-Refresh-CPUs, dass sich ohne eine ältere CPU nicht einspielen lässt. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kauft gleich ein neues Mainboard. Für die kürzlich vorgestellten Broadwell-Prozessoren sind diese sogar zwingend nötig. Ein Betrieb auf Mainboards der 8er-Serie wird von Intel unterbunden, obwohl gleich alte und technisch nahezu identische Mainboards mit Xeon-Chipsätzen der C200-Serie kompatibel sind.

    Innerhalb der Z97-/H97-Palette gibt es aber keine Kompatibilitätseinschränkungen. Die Hersteller haben ihre Portfolios im Frühjahr um neue Modelle mit USB 3.1 ergänzt oder durch diese ersetzt und anschließend zum Broadwell-Launch keine weiteren Produkte, sondern nur UEFI-Updates vorgestellt. USB-3.1-Interessenten sollten bedenken, dass entsprechende Controller mit mindestens zwei PCI-Express-2.0-Lanes angebunden werden muss, was bei der geringen Anzahl verfügbarer Lanes schnell zu Lane-Sharing führt. Von diesem Problem sind auch USB-3.1-Steckkarten betroffen, wenn das Board nicht über einen sharing-freien PCI-Express-×4-Slot verfügt. Abseits der USB-3.1-Einführung beschränken sich LGA-1150-Neuvorstellungen auf Low-End-Angebote, Vorjahresmodelle bleiben weiterhin attraktiv.

    Aufrüstpotenzial Sockel 1150

    Mit den Broadwell-CPUs hat Intel die letzte Generation LGA-1150-Prozessoren vorgestellt, ohne hierbei die Leistung des Haswell-Refresh-Modells Core i7-4790K zu überbieten. Ab August 2015 sollen Skylake-CPUs auf Basis des neuen, inkompatiblen Sockel 1151 das Mainstream-Segment übernehmen. Große Leistungssteigerungen werden auch hier nicht erwartet, die bislang vorliegenden Informationen zu den neuen Z-100-PCHs versprechen aber interessante Neuerungen für Nutzer zahlreicher Erweiterungskarten, Zusatzcontrollern oder PCI-Express-SSDs.

    17:32
    Sockel-1150-Mainboard-Übersicht und Kaufberatung im Video

    Asrock Z97 Extreme 6 Asrock Z97 Extreme 6 Quelle: PC Games Hardware Wer bereit ist, 150 bis 200 Euro für ein gut ausgestattes Sockel-1150-Mainboard auszugeben, hat die Qual der Wahl. Unsere Empfehlung ist das Asrock Z97 Extreme6. Eine imposante Spannungsversorgung, satte 10 SATA-6-Gbit/s-Ports und nette Details wie eine Debug-Segmentanzeige, gesockeltes Dual-BIOS oder die Möglichkeit, die Lane des von Triple-Slot-Grafikkarten blockierten PCI-Express-2.0-×1-Steckplatz alternativ via Mini-PCI-Express zu nutzen, unterstreichen den Oberklasse-Charakter des 170-Euro-Angebots. Eigentliches Special-Feature ist "Ultra-M.2": Zusätzlich zu einem herkömmlichen 10-GBit/s-M.2-Slot, der seine Anbindung wie bei vielen Z97-Mainboards mit zwei SATA-Ports teilt, bietet Asrock einen zweite M.2-Steckplatz. Dieser wird mit vier 3.0-Lanes von der CPU versorgt, was eine maximale Bandbreite von satten 4 GB/s ermöglicht, wie man sie sonst nur mit Sockel-2011-v3-Platinen erhält. Da Haswell-CPUs insgesamt nur 16 3.0-Lanes haben, werden hierbei aber der erste und zweite mechanische ×16-Slot mit ×8 respektive ×4 angebunden. Die Dual-GPU-Tauglichkeit ist bei Ultra-M.2-Nutzung also stark eingeschränkt, im Single-GPU ergibt sich kein großer Leistungsnachteil. Die PCI-Express-2.0-Slots (2 mal ×1, 1 mal ×2) sind übrigens frei von weiterem Lane-Sharing.

    MSI-Z97S SLI Krait Edition MSI-Z97S SLI Krait Edition Quelle: PC Games Hardware Günstigere Mainboards verzichten auf aufwendige Zusatzausstattung, aber auch der Z97-PCH selbst bietet einiges. Auf dem Z97S SLI versorgt er unter anderem vier externe und zwei interne USB-3.0-Anschlüsse, sechs SATA-Ports, einen M.2-Slot (10 GBit/s 2.0 ×2, shared mit zwei der SATA-Ports) und drei PCI-Express-2.0-Slots. Letztere sind aber zum Teil unglücklich unter dem ersten von zwei PCI-Express-3.0-Slots (×16/×0 oder ×8/×8) platziert. Dafür finden sich weiter unten auf der Platine noch zwei PCI-Slots, mit PS/2, LPT- und COM-Headern ist die Kompatibilität zu alter Hardware auch sonst sehr gut, was überrascht. Denn eigentlich ist die Krait Edition mit ihrem mattschwarzen PCB und blütenweißen Akzenten ein klassisches Designerboard, das durch Optik überzeugen möchte. Für um die 120 Euro ist auch die dahinter steckende Technik ein absolut faires Angebot.


    Gigabyte GA-H97-D3H Gigabyte GA-H97-D3H Quelle: PC Games Hardware Wer kein Interesse an Multi-GPU hat, der kann für 100 Euro alternativ das Gigabyte GA-H97-D3H in Betracht ziehen. Der H97-PCH hat unseren Messungen zu Folge quasi keine Abstriche bei der Leistung zur Folge. Die Limitierung auf DDR3-1600 macht sich zwar in einigen Anwendungen bemerkbar, aber in Spielen bewegt sich der Leistungsunterschied an der Grenze des messbaren. Übertakter können aufgrund der gesperrten BCLK-Straps auch über Umwege keinen höheren Speichertakt erreichen; über Intels Vorgabe, dass Multiplikator-Änderungen nur mit dem Z97 erlaubt sind, setzt sich Gigabyte aber hinweg. CPU-OC ist mit K-CPUs somit auch auf H97-Basis möglich. Auch sonst muss man keine Abstriche hinnehmen.

    Der Onboard-Sound basiert auf dem Realtek ALC1150, der auch auf teureren Platinen zum Einsatz kommt, und ist gegenüber Störsignalen von der restlichen Platine isoliert. Sechs USB-3.0-Ports (vier extern, zwei intern) und 6 SATA-6-Gb/s, von denen sich zwei als SATA-Express nutzen oder zu einem M.2-Slot (10 GBit/s) umleiten lassen, sind in diesem Preissegment absolut angemessen. Referenzklasse hat das Slot-Layout: Selbst mit Triple-Slot-Grafikkarte verliert man bei Gigabyte nur zwei von drei PCI-Slots, alle PCI-Express-2.0-Slots bleiben nutzbar. Dies gilt umgekehrt leider nicht, wenn man den PCI-Express-2.0-×4-Slot mit tatsächlich mit einer ×4-Karte belegt - in diesem Fall werden beide ×1 deaktiviert. Nutzern von PCI-E-SSDs sei an dieser Stelle das 20 Euro günstigere Asus B85-Pro Gamer empfohlen, dass weniger SATA-6-GBit/s- und USB-3.0-Ports und kein M.2 hat, aber einen Sharing-freien ×4-Slot.


    Asrock B85M-HDS Asrock B85M-HDS Quelle: PC Games Hardware Wer weniger als 60 Euro in ein Mainboard investieren kann oder möchte, sollte ebenfalls einen Blick auf Motherboards mit B85-PCH werfen. Im Vergleich zum H97 müssen diese auf einige Features des Laufwerkscontrollers verzichten, es gibt aber keine spieleleistungsrelevanten Unterschiede. Das Asrock B85M-HDS bietet eine Minimalausstattung, die aber eigentlich für die meisten Spiele-PCs ausreicht: Mehr als zwei Erweiterungs-Slots (PCI-Express 3.0 ×16 und 2.0 ×1), zwei RAM-Bänke und vier SATA-6-GBit/s-Anschlüsse; zwei externe und zwei interne USB-3.0-Anschlüsse nutzen nur wenige Anwender. Verzichten sollte man aber auf Übertaktungsversuche. Zwar erlaubt Asrock, entgegen der Intel-Vorgaben, ein Anheben des CPU-Multiplikators beim Einsatz freigeschalteteter CPUs. Eine Spannungswandlerkühlung bekommt man in der 55-Euro-Preisklasse aber nicht mehr und so werden bereits mit normaler Kernspannung um die 100 °C Wandlertemperaturen unter Volllast erreicht. Auf Grafikkarten sind derartige Temperaturen normal und bei realen Anwendungen und Spielen bleibt die Temperatur in einem gut belüfteten Gehäuse deutlich niedriger, so dass einem Dauerbetrieb nichts im Wege steht. Aber auf zusätzliche Belastung sollte man verzichten oder einen Kühlkörper in Eigenregie nachrüsten.

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    Es gibt 276 Kommentare zum Artikel

    Von Futhark
    Ok, vielen Dank.
    Von IluBabe

    läuft nur auf 1600. Sprich verwenden geht schon aber halt nicht zur Geschwindigkeit auf die die Module ausgelegt sind. Also richtig gelesen das Maximum ist 1600.
    Von Futhark
    Im Artikel oben wird zum GA-H97-D3H etwas von einer "Limitierung auf DDR3-1600" geschrieben. Heißt das, dass auf diesem MB kein DDR3-1866 oder 2400 mit seiner vollen Geschwindigkeit verwendet werden kann?
    Von PCGH_Torsten
    Die integrierten GPUs von Intel unterstützten maximal drei Monitore. Für einen Betrieb mit vier Bildschirmen ist also immer eine zusätzliche Grafikkarte nötig. Die Qualität des Onboard-Sounds spielt dagegen keine Rolle, wenn nur DVD-/Blu-Ray-Sound an einen externen Decoder weitergeleitet werden soll.…
    Von sunshiner
    Hallo Torsten,

    danke für diesen Artikel und das informative Video. Ich bin derzeit auf der Suche nach einem Mainboard bzw Komponenten für meinen neuen PC. Der sollte ausreichend Leistung für all meine Bilder / Videos incl. Bearbeitung mit Photoshop Lightroom und Adobe Premiere Pro usw haben.

    Da der…
      • Von Futhark Kabelverknoter(in)
        Ok, vielen Dank.
      • Von IluBabe Volt-Modder(in)
        Zitat von Futhark
        Im Artikel oben wird zum GA-H97-D3H etwas von einer "Limitierung auf DDR3-1600" geschrieben. Heißt das, dass auf diesem MB kein DDR3-1866 oder 2400 mit seiner vollen Geschwindigkeit verwendet werden kann?
        läuft nur auf 1600. Sprich verwenden geht schon aber halt nicht zur Geschwindigkeit auf die die Module ausgelegt sind. Also richtig gelesen das Maximum ist 1600.
      • Von Futhark Kabelverknoter(in)
        Im Artikel oben wird zum GA-H97-D3H etwas von einer "Limitierung auf DDR3-1600" geschrieben. Heißt das, dass auf diesem MB kein DDR3-1866 oder 2400 mit seiner vollen Geschwindigkeit verwendet werden kann?
      • Von PCGH_Torsten Redakteur
        Die integrierten GPUs von Intel unterstützten maximal drei Monitore. Für einen Betrieb mit vier Bildschirmen ist also immer eine zusätzliche Grafikkarte nötig. Die Qualität des Onboard-Sounds spielt dagegen keine Rolle, wenn nur DVD-/Blu-Ray-Sound an einen externen Decoder weitergeleitet werden soll. Optische Digial-Ausgänge haben mittlerweile alle Mainboards ab der Mittelklasse aufwärts und zum Teil auch weit darunter.

        Sockel-1151-Boards kann ich im Moment noch keine empfehlen, die Tests starten heute Aber USB 3.1 wird mit der neuen Generation kein Problem, sehr viele Mainboards verfügen über entsprechende Controller. Für CPU- und Speicherempfehlungen verweise ich auf die Kollegen Carsten Spille (Fachbereich CPU) und Stephan Wilke (Fachbereich Speicher), ich persönlich habe keine weiterreichenden Erfahrung, was sich dort am besten für Videobearbeitung eignet. Da entsprechende Anwendungen gut Multi-Core optimiert sind und ohnehin eine zusätzliche Grafikkarte benötigt wird, lohnt sich gegebenenfalls auch der Blick auf ein Sockel-2011-v3-System. Für Sockel 1151 werden vorerst nur Quadcores erwartet.
      • Von sunshiner Schraubenverwechsler(in)
        Hallo Torsten,

        danke für diesen Artikel und das informative Video. Ich bin derzeit auf der Suche nach einem Mainboard bzw Komponenten für meinen neuen PC.

        Der sollte ausreichend Leistung für all meine Bilder / Videos incl. Bearbeitung mit Photoshop Lightroom und Adobe Premiere Pro usw haben.

        Da der Computer auch verwendet wird um zu rippen oder auch um BlueRays zu sehen, sollte er auch HTPC tauglich sein. Sprich auch soundtechnisch super sein (Spidif und optisch). Wie das im Video vorgestellte "Gigabyte G1.Sniper Z97" wo ein Onboard "Creative Sound Core 3D" mit dabei ist, das klingt schon gut. Ein Steckplatz für eine DVB-S2 Karte müsste auch vorhanden sein.

        Was dann noch toll wäre, wenn man Onboard sozusagen auch noch 4 Monitore anschließen könnte. 3x1920x1200(Arbeitsmonitore) + 1x1920x1080(TV). Und dann am TV auch eine 3D Blueray wiedergegeben werden könnte. Gegebenenfalls könnte ich aber auch eine "passive" Grafikkarte einbauen.

        Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn du mir hier einen Tipp geben kannst, welches Board, Speicher, Prozessor etc. ich für diesen Zweck am besten kaufen soll. Und welches 1151 Board am besten wäre. Denn der neue Rechner sollte auch wieder 5 Jahre durchhalten. Auch USB 3.1 wäre vmtl. nicht schlecht.

        Viele Grüße
        helene
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Mainboard-Vergleich und -Kaufberatung für AMD und Intel [Juli 2015]
Mainboard-Tests und -Empfehlungen in der Bestenliste von PCGH: Mit den Tipps von PC Games Hardware finden Sie immer das richtige Mainboard. Im Folgenden sehen Sie eine Übersicht aktueller Mainboards mit den Sockeln AM3+, FM2, 1150, 1155, 2011 und 2011-v3.
http://www.pcgameshardware.de/Mainboard-Hardware-154107/Tests/Mainboard-Tests-Guide-Intel-AMD-681325/
27.07.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/thumb/2009/04/aufmacher_b2teaser_169.jpg
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