Intel Coffee-Lake-S-Refresh: Neue Z370-Mainboards wegen Z390-Mangel [Update]

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Intel Coffee-Lake-S-Refresh: Neue Z370-Mainboards wegen Z390-Mangel
Quelle: Asus

Kommenden Monat soll Intel Gerüchten zufolge seinen Coffee-Lake-S-Refresh, angeführt vom Core i9-9900K und Core i7-9700K, zusammen mit dem Platform Controller Hub (PCH) Z390 veröffentlichen. Aufgrund der unzureichenden 14-nm-Kapazität könnte der alte Z370 allerdings auch weiterhin noch eine Rolle spielen. Asus hat sogar neue Z370-Mainboards mit stärkerer Spannungswandlung vorgestellt.

Update vom 24.09.18:

Die neuen Z370-Mainboards lassen sich inzwischen auch im PCGH-Preisvergleich finden. Das Prime Z370-P II wird bereits von zahlreichen Händlern, darunter Alternate, Cyberport und Mindfactory, ab 130 Euro ausgeliefert. Die zwei anderen Modelle sollten bald folgen. Die Preise liegen noch 25 bis 40 Euro über jenen der Vorgänger, wobei sie sich noch nach unten einpendeln dürften.


Originalartikel vom 18.09.18:

Bisher hat Intel für den Sockel 1151 (v2) die drei PCHs Q370, H370 und B360 auf Basis eines neuen Siliziumchips aufgelegt, die wahlweise voll- oder teildeaktiviert ausgeliefert werden. Der Die wird in 14 nm produziert, wohingegen der Z370 noch aus der älteren 22-nm-Generation stammt und dem Z270 entspricht. Für die Mainstream-Oberklasse steht der Z390 in den Startlöchern, der den gleichen Siliziumchip wie die oben genannten PCHs nutzt. Er soll wie der Q370 die Maximalanzahl von Anschlüssen nach außen führen können, aber als einziger von den offenen Multiplikatoren der K-Prozessoren Gebrauch machen. Das Problem: Intel hat nicht genug Produktionskapazität in 14 nm, um das ganze Portfolio abdecken zu können. Zusätzliche Abnahmemengen durch den Z390 verschlimmern das Problem.

Die 14-nm-Kapazität ist für den Z390 knapp

Der Z370 könnte deswegen auch nach der Veröffentlichung der Z390-Mainboards von Asrock, Asus, Biostar, EVGA, Gigabyte, MSI und Supermicro noch eine größere Rolle auf dem Markt spielen. Weil der PCH in 22 nm gefertigt wird, sollte es keine Lieferprobleme seitens Intel geben. Asus geht gar so weit, zumindest in der Einsteiger- und Mittelklasse neue Z370-Platinen zu veröffentlichen. Die globale Produktseite führt das TUF Z370-Plus Gaming II, Prime Z370-P II und Prime Z370M-Plus II auf. Während die Board-Layouts weitgehend identisch bleiben, kommen die Neuauflagen mit stärkeren Spannungswandlern sowie zusätzlicher Kühlfläche daher - Asus dürfte sich damit für die Achtkerner Core i9-9900K und Core i7-9700K rüsten. Gigabyte und MSI bewerben ihre bekannten Z370-Mainboards in Asien sogar explizit als "optimiert für Intel-9000-Prozessoren" (via computerbase.de).

Lesenswert: Mainboard-Kaufberatung 2018: Gaming-Boards für Sockel 2066, AM4, 1151 und TR4

Im Gegensatz zum Z390 fehlt dem Z370 lediglich die Integration von USB 3.1 und der WLAN-Logik. Die Anschlussvielfalt mit den HSIO-Lanes (High Speed Input/Output) fällt ansonsten identisch aus. Das fehlende USB 3.1 und WLAN lassen sich relativ unproblematisch durch Zusatz-Controller ausgleichen, sodass eine Weiterführung des Z370-PCHs zumindest im Einsteigerbereich sinnvoll erscheint. Die Oberklasse kann dann mit dem Z390 realisiert werden, der auf der Habenseite noch die niedrigere Leistungsaufnahme durch die Strukturbreite in 14 nm aufweist. Ob das tatsächlich so geschehen wird, werden wir in den kommenden Monaten sehen.

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    • Kommentare (19)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von gorgeous188 Software-Overclocker(in)
        Zitat
        eine Weiterführung des Z370-PCHs zumindest im Einsteigerbereich

        War der Z270 nicht mal der super duper Oberklasse Chip(satz) der Mainstream Plattform? Und jetzt wird dieser Chip mangels Alternativen schon als Einsteiger vermarktet?
      • Von gorgeous188 Software-Overclocker(in)
        Zitat
        eine Weiterführung des Z370-PCHs zumindest im Einsteigerbereich

        War der Z270 nicht mal der super duper Oberklasse Chip(satz) der Mainstream Plattform? Und jetzt wird dieser Chip mangels Alternativen schon als Einsteiger vermarktet?
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Ravenshark
        An dem ganzen Missstand bei Intel erkennt man deutlich, dass sich das Unternehmen viel zu lange auf erarbeitete Lorbeeren ausgeruht hat. Bin dann mal auf die HEDT Plattform umgestiegen.
        Also hast du sie auch noch belohnt für die Schusseligkeit indem du ihnen mehr Geld in den Rachen geworfen hast.

        @Intel: einfach mal ein BIOS update für die Z170er Chipsätze rauswerfen, dann beseitigt ihr schnell die Chipsatz Knappheit
      • Von wuchzael Software-Overclocker(in)
        Kalter Kaffee wird bitter, wenn man ihn aufwärmt...

        Grüße!
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von LaCain1337
        Verstehe ich nicht sollen die z370 nicht kompatible sein zu i9 cpus?
        finde dreist das es dann ein z370 2.0 sein muss für 9900k cpu..tzzzzz...

        erst nen z370 gekauft und nun geht das nicht ... finde ich echt kakke.

        war wohl dann letzter Intel kauf..... :/
        Z370 ist i9-kompatibel, diverse UEFIs beweisen das bereits. Einige Mainboard-Hersteller sind aber der Meinung, prinzipiell jedes Jahr das gesamte Portfolio zu erneuern und keinesfalls "alte" Produkte weiter zu verkaufen. Das heißt die letztjährigen Z370-Modelle "brauchen" einen Nachfolger und wenn dieser auf Z390-Basis mangels Stückzahlen nicht möglich oder zu teuer ist, legt man halt neue Z370-Produkte auf.

        Zitat von iGameKudan
        Was hat der Z390 denn gegenüber dem Z370 für Vorteile?
        Integriertes USB3.1 - das wars. Selbst das teilintegrierte WLAN hat man beim Z390 - völlig unverständlich, gibts den PCH doch als Q370 mit abgesehen von der OC-Fähigkeit identischem Featureset (ist eh vom H310-Z390 alles der gleiche Die, wie schon bei den 6er-/7er-/8er-/9er-/100er-/200er-PCHs...) - weggelassen.

        Und auf integriertes USB3.1 kann ich herzlich verzichten - die ASMedia-Chips bieten genug Performance... Zumal USB3.1-Ports meines Wissens nach auf die HSIO-Lanes angerechnet werden und es daher Jacke wie Hose ist, ob man HSIO- bzw. PCIe-Lanes für nen ASMedia-USB3.1-Controller hinlegt oder man eine integrierte USB3.1-Funktionalität nutzt.

        Abgesehen von USB3.1 und teilintegriertem WLAN sind die 300er-PCHs (abgesehen vom Z370, der ja ein Rebrand des Z270 ist...) ja auch nix anderes wie die vorherigen PCHs.
        Von daher kein wirklicher Verlust, dass sich Z390 verzögert.
        Die USB-3.1-Ports der echten 300er-PCHs gehen nicht zu lasten der PCI-Verbindungen. USB 3.1 wird an den Ports #0-#3 unterstützt, PCI-E an #4 bis #29. Es stehen jetzt als potentiell zwei bis vier weitere Lanes für andere Zwecke zur Verfügung, die bislang einen ASMedia-Controller für I/O- und Front-Panel versorgen mussten. In der Praxis erwarte ich im Luxus-Segment aber nur Netto nur zwei zusätzliche Lanes und in der Oberklasse, die gar keine Front-Panel-Controller hatte nur +0, da man HSIO #4 bis #7 auch für USB 3.0 nutzen kann und sich vermutlich nur wenige Z390-Mainboards auf insgesamt sechs 3.X-Ports beschränken werden. Nichtsdestotrotz ist man mit vier nativen 3.1ern hinten flexibler als mit den bislang üblichen zwei nativen 3.0 und zwei Zusatz-Controller-3.1ern.

        Siehe auch: http://www.pcgameshardwar...
      • Von LaCain1337 PC-Selbstbauer(in)
        Dann kann intel sich das z390 sparen.

        Oder kommt dann noch ne spezial cpu die nur mit dem z390 chip funzt?

        Hab erst mal Down grade gemacht ! vor mitte next jahr gibt es für mich von dem pseudo rotz nix ...
        Hoffe die bleiben drauf sitzen !!!! so nen kakk verein.
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