Monitor installieren und einrichten: Einsteiger-Tipps
Wie richtet man einen Monitor ein? Zu den alltäglichen Nachrichten, die uns erreichen, gehören Fragen zur Installation und Einrichtung von PC-Monitoren. Was in der Theorie unkompliziert ist, funktioniert aber nicht immer nach dem Plug-and-Play-Prinzip. PCGH erklärt, was zu beachten ist.
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Monitor-Anschlüsse
Typische Schnittstellen an Monitore und Grafikkarten sind DVI, HDMI, Displayport und - immer noch - VGA. DVI, HDMI und Displayport übertragen ein digitales Signal und sollten daher immer bevorzugt werden; moderne Grafikkarten verfügen aber ohnehin nur noch über entsprechende Digitalausgänge. Verfügt ein Monitor über USB-Anschlüsse, muss auch dieser über ein mitgeliefertes Kabel mit dem PC verbunden werden, damit Datenverkehr und Stromversorgung über die Buchsen sichergestellt sind. Der Anschluss eines Audiokabels mit 3,5-mm-Klinkenstecker ist, sofern vorhanden, optional: Verfügt der Monitor über interne Lautsprecher, kann die Audiowiedergabe auch mit HDMI und Displayport übertragen werden. Über DVI- oder VGA-Anbindung geht dies jedoch nicht.
Grundsätzliche Einschränkungen gibt es bei der Kabellänge: Ab über zehn (HDMI) bzw. drei Metern Signalweg (Displayport) kann es zu Bildaussetzern oder -fehlern kommen. Für hohe Auflösungen und Bildwiederholraten stellt Displayport in der Regel die beste Schnittstelle dar (z.B. für 3.840 × 2.160 bei 60 Hz).
Monitor: Installation & Einrichtung
Spätestens seit Windows 7 gestaltet sich die Installation eines Anzeigengeräts recht einfach: Angeschlossene Monitore werden vom Betriebssystem automatisch erkannt und eingestellt. Häufig ist es aber zumindest nötig, die native Auflösung, Farbtiefe und Bildwiederholrate des Monitors von Hand einzustellen - besonders dann, wenn man den Monitor wechselt.
Quelle: PC Games Hardware
In Windows 10 etwas versteckt: Einstellung für die Bildwiederholrate des Monitors.
Schnelle Gaming-Monitore unterstützen beispielsweise Betriebsmodi von 144 Hertz und mehr, wodurch sich die Direktheit der Eingabe und die Qualität von Bewegtbildern immens verbessert. In den Anzeigeeinstellungen von Windows können dazu entsprechend Auflösung und Aktualisierungsrate eingestellt werden. Am schnellsten gelingt das per Rechtsklick auf den Desktop und Klick auf "Auflösung" (Windows 7) oder "Anzeigeeinstellungen". Windows 10 versteckt die wirklich wichtigen Schaltflächen leider hinter seiner schicken Material-Design-Oberfläche - in den Anzeigeeinstellungen findet sich nicht einmal die Möglichkeit zur Auflösungsänderung. Erst in Untermenüs (Erweiterte Anzeigeeinstellungen > Adapereigenschaften) wird man fündig. Nur in Einzelfällen benötigen Monitore heute noch eine eigene Software bzw. einen Treiber, um einwandfrei zu funktionieren. Diese ist entweder über einen mitgelieferten Datenträger oder die Hersteller-Webseite zu beziehen und zu installieren. Sonderfunktionen wie Free- oder G-Sync, welche die Bildwiederholrate der Grafikkarte mit dem Monitor synchronisieren, werden von der Grafikkarte als Monitor-Fähigkeit erkannt und dem Benutzer via Pop-Up gemeldet. Über die Einstellungen im Treiber der Grafikkarte (Crimson/Catalyst oder Nvidia Control Panel) muss die Synchronisierung dann aktiviert werden. Mit nützlichen Tools wie der Pendel-Demo lässt sich überprüfen, ob Letztere auch so funktioniert wie gewünscht.
Monitoreinstellungen
Monitore besitzen eigene Einstellungsmenüs, die nicht über das Betriebssystem zugänglich sind. Diese werden über Funktionstasten am Gerät bedient und fallen je nach Modell unterschiedlich komplex aus. Ein Beispiel für hohe Einstellungstiefe ist der von uns getestete Eizo Foris FS2735, dessen On-Screen-Display (OSD) zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten besitzt.
Quelle: PC Games Hardware
On-Screen-Display mit typischen Optionen
Bevor im Betriebssystem Änderungen an der Helligkeit oder Farbsättigung vorgenommen werden, sollten daher erst einmal die Einstellungen des Monitors überprüft werden.
Neben typischen Bildparametern sind Einstellungen zum Signaleingang, der Aktualisierungsrate oder für Sonderfunktionen zu beachten. Lässt sich einem 144-Hertz-Display über die Windows-Einstellungen keine entsprechende Bildfrequenz entlocken, sind möglicherweise Einstellungen im OSD vorzunehmen. Gleiches gilt für Sonderfunktionen wie G-Sync, Overdrive oder Ultra Low Motion Blur (ULMB), die im Einzelfall ebenfalls erst über das monitoreigene Menü aktiviert werden müssen. Die beiden Letzteren wirken Schlierenbildung und Unschärfe bei LCDs entgegen, nutzen dazu aber verschiedene Ansätze. ULMB kann nicht zeitgleich mit Free- oder G-Sync verwendet werden. Wenn Sie sich generell für Gaming-Monitore interessieren, empfehlen wir Ihnen unseren Einkaufsführer.
Monitore: Farbeinstellungen & Farbprofile
Idealerweise ist ein Monitor im Werkszustand so eingestellt, dass einer sofortigen Inbetriebnahme nichts im Wege steht. Leider ist das nicht immer der Fall; übertriebene Kontrast- und Helligkeitseinstellungen oder stark bildverfälschende, voreingestellte Gaming-Profile sind klassische Fälle für Nachbesserungsbedarf - zunächst wieder über das On-Screen-Display. Eine Grundregel für "richtige" Einstellungen gibt es nicht, denn diese sind vom verwendetem Panel (bilderzeugende Fläche im Monitor) und natürlich von persönlichen Vorlieben abhängig. Oft sind die Helligkeitseinstellungen im Werkszustand maximiert; aktuelle LC-Displays erreichen dabei Leuchtdichten von bis zu 300 Candela pro Quadratmeter - zu viel für den alltäglichen Gebrauch und nachteilig bei der Schwarz-Abbildung, weil die Hintergrundbeleuchtung des Monitors dann stark durchscheint. Auch die Kontrast- und Farbtemperatureinstellungen verdienen, sofern vorhanden, eine Überprüfung. Werte um 50% Kontrast und 6500 Kelvin bewähren sich als Ausgangspunkt.
Quelle: PC Games Hardware
Mit Farbprofilen lassen sich Bildeigenschaften fest abspeichern und übertragen.
Neben Software und Bedienungsanleitung sind im Lieferumfang gelegentlich ICC-Profile enthalten. Dabei handelt es sich um Dateien, die dem Betriebssystem mitteilen, welche Bildeinstellungen der angeschlossene Monitor bevorzugen soll. TFTCentral pflegt zum Beispiel eine umfassende Datenbank mit Farbprofilen, die von anderen Nutzern unter Verwendung professioneller Kalibriergeräte erstellt wurden. Solche Profile lassen sich aber auch selbst anfertigen und stellen sicher, dass der Monitor - unabhängig vom Einsatzort bzw. Einsatz-PC - immer die gewünschten Farbeigenschaften aufweist. Mit teurem Equipment wie Colorimetern lässt sich dabei höchste Präzision erzielen; für Normalanwender genügen aber Tools, die im Internet kostenlos erhältlich sind. Auch Windows selbst verfügt über eine rudimentäre Kalibrierung mit Beispielbildern, die Sie über Anzeigeeinstellungen > Erweiterte Anzeigeeinstellungen > Farbkalibrierung erreichen (Windows 10). Alternativ empfehlen wir die Kalibrierung mit Testbildern aus dem Digital-Quality-Tool, das der Photoindustrie-Verband auf seiner Webseite zusammen mit einer detaillierten Anleitung zur Verfügung stellt. Sind die Justierungsmöglichkeiten im Monitor-OSD zu eingeschränkt, bleibt noch der Weg über das Farbmanagement des Grafiktreibers.
Quelle: PC Games Hardware
Farbeinstellungen im Grafiktreiber (hier: Nividia).
Mehrere Monitore anschließen
Wer mehr als einen Monitor an den PC anschließen möchte, benötigt natürlich eine zusätzliche Schnittstelle. Heutige Grafikkarten stellen in aller Regel ausreichend viele Anschlüsse zur Verfügung. Zur Erweiterung oder Duplizierung der Bildausgabe genügt seit Windows Vista die Tastenkombination aus Windows-Taste + P, detailliertere Einstellungen sind entweder über die Anzeigeeinstellungen von Windows oder den Grafiktreiber vorzunehmen.
Auch der Hauptbildschirm, auf dem geöffnete Programme dann bevorzugt angezeigt werden, kann hier definiert werden. Zu beachten ist, dass eine Erweiterung der Anzeige die darzustellende Pixelmenge grundsätzlich vervielfacht. Bei einem Gespann aus drei gewöhnlichen Full-HD-Monitoren ergibt sich also schon eine Auflösung von 5.760 × 1.080 Pixel - wer in dieser Einstellung nicht nur arbeiten, sondern auch spielen möchte, benötigt zumindest in aktuellen 3D-Spielen eine sehr leistungsfähige Grafikkarte. Wie sich ein solches Triple-Setup in der Spiele-Praxis schlägt und welche Spiele sich besonders eignen, haben wir kürzlich getestet.

Ansonsten mit Testbildern, zB diesem tollen Windowseigenen.
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Man fängt bei 50 an und stellt es dann richtig.
Und wie gesagt, ich hab noch keinen Monitor gehabt, der bei 80 die richtige Einstellung hatte.
Btw, ich habe es bei ca.20 verschiedenen Monitoren ausprobiert.
Edit: solche Testbilder sind optimal zur Kontrasteinstellung: http://slr-foto.de/grafik...
Der Kontrast ist korrekt, wenn man die höchstmögliche Stufe wählt, bei der die 1 noch erkennbar ist.
Den Grauschleier bei weiß bekommst du mit dem Kontrast weg, wie gesagt -> Standardeinstellung 80% ist das maximum, was das Panel kann. ab 81% übersteuert das Panel.
Overdrive sorgt dafür, dass schlieren im Bewegtbild vermieden werden, indem das Signal verstärkt wird, damit die Pixel schneller auf den zu erreichenden Farbwert umschalten. Mehr als 50% sollte man hier aber auch nicht nutzen, da es sonst zu unschönen Effekten kommt.
Meine Frage war auf den hier bezogen:
iiyama G-Master GB2488HSU-B2 Red Eagle, 24" Preisvergleich | Geizhals Österreich
Den habe ich mir gekauft als Übergangsmonitor!
Warum?
Da ich tearing nicht ertrage, habe ich immer mit Vsync gespielt.
Das hatte die bekannten Nachteile.
Der iiyama hatte die beste Freesync Range im FHD Bereich ( 35 - 120 Hz ) !
Man fängt bei 50 an und stellt es dann richtig.
Und wie gesagt, ich hab noch keinen Monitor gehabt, der bei 80 die richtige Einstellung hatte.
Btw, ich habe es bei ca.20 verschiedenen Monitoren ausprobiert.