Asus ROG Swift PG348Q: Ultrawide-Nachzügler im Test

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Asus PG348Q
Quelle: Asus

Nach einiger Wartezeit komplettiert Asus das neue ROG-Lineup mit einem Monitor im 21:9-Format. Die Zutaten: 100 Hertz Refresh, G-Sync, UWQHD-Auflösung und Curved-IPS-Panel. PC Games Hardware hat sich für den Test einen Eindruck vom PG348Q verschafft.

Die Ultrawide-Familie bekommt schon wieder Nachwuchs: Nun stellt auch Asus ein neues 21:9-Display vor. Wie beim PG279Q oder PG27AQ reizt man die Bandbreite von Displayport 1.2a aus, in dem man eine native Auflösung von 3.440 × 1.440 Pixel, bis zu 100 Hertz Bildfrequenz und G-Sync-Support bereitstellt. Der PG348Q ist als Antwort auf vorangegangene Modelle der Konkurrenz zu betrachten, beispielsweise den Predator X34 von Acer. Preislich steigt man bei rund 1.300 Euro ein und markiert damit die derzeitige Obergrenze für Ultrawide-LCDs.

Asus PG 348Q: Ausstattung

Man soll nicht nach Äußerlichkeiten entscheiden, doch beim Ultrawide-Swift ist die Erwähnung des Designs Pflicht. Asus hat sich selbst für die sehr winkelfreudigen ROG-Verhältnisse dieses Mal richtig ausgetobt; der PG348Q ist mit allerhand dynamisch anmutenden Verzierungen ausgestattet.

Der säulenförmige Standfuß mit kupferfarbigen-Applikationen ist das Auffallendste an diesem Design, als Krönung projiziert eine interne LED das Logo unter den Standfuß. Das mag nicht jeden Geschmack treffen, passt aber zur Produktlinie und symbolisiert den Anspruch: das hier ist kein Büromonitor. Glücklicherweise ergibt die ungewöhnliche (und asymmetrische) Standfuß-Konstruktion auch einen ergonomischen Sinn, weil sie dem schweren Panel große Stabilität verleiht und, im Gegensatz zu den meisten 21:9-Geräten, großzügige Schwenkfunktionalität ermöglicht. Wie die Konkurrenz kombiniert Asus das 34-Zoll-Ultrawide-Format mit einer Panelkrümmung. Diese fällt mit einem Wölbungsradius von 3.800 Millimetern aber dezenter aus als bei vielen anderen Curved-Exemplaren wie dem Benq XR3501 (2000R).

Als Schnittstellen stehen nur je einmal HDMI 1.4 und Displayport 1.2 bereit, der USB-3.0-Hub verfügt über vier Buchsen. Alle Anschlüsse verschwinden hinter einer abnehmbaren Kunststoffabdeckung, sind allerdings schwer zu erreichen. Viel interessanter ist das vom PG279Q bekannte Overclocking-Feature: Mit wenigen Handgriffen lässt sich der PG348Q von 60 auf bis zu 100 Hz hochschrauben (nur über Displayport). Um diesen Refresh in Kombination mit G-Sync auch nutzen zu können, ist eine Nvidia GTX der 700er- oder 900er-Reihe zwingend erforderlich. AMD-Nutzer müssen auf adaptive Bildratensynchronisierung verzichten. ULMB- oder 3D-Vision-fähig ist der PG348Q nicht.

Asus PG 348Q: Eigenschaften

Beginnen wir mit der Leistungsaufnahme - hier gibt es weder positive noch negative Überraschungen. Maximal 65 Watt bei 100% Helligkeit, 50% Kontrast und Weißbild genehmigt sich der Swift, im Standby die üblichen 0,5 Watt. Das große, externe Netzteil wird dabei wenig mehr als handwarm. Wie sieht es mit der Uniformität aus? Asus PG348Q: Rahmen Quelle: PC Games Hardware Asus PG348Q: Rahmen Die Durchschnittliche Helligkeitsabweichung vom Mittelpunkt messen wir bei rund 5%, ein guter Wert - gerade bei Curved-Monitoren geht es deutlich schlechter. Mit bloßem Auge sind bei unserem Testmuster deshalb nur bei absoluter Dunkelheit Lichthöfe zu sehen. Asus zufolge hat man mit sorgfältiger Auslese das machbare Optimum erreicht - die Curved-Fertigung erschwere es aber, Backlight Bleeding völlig zu vermeiden. Panelbedingt macht sich zumindest leichtes IPS-Glühen bemerkbar, dass sich als feiner bläulicher Schleier über das Bild legt. Wir haben den Effekt im Bild so festgehalten, wie er bei maximaler Helligkeitseinstellung, Schwarzbild und ohne Umgebungslicht zu sehen ist (siehe Galerie). Schwarztöne stellt der PG348Q deshalb nicht so gut da wie z.B. Bildschirme mit VA-Panel; der Maximalkontrast liegt bei 920:1. Der in den Werkseinstellungen gemessene Helligkeitsregelbereich zwischen 324 und 30 cd/m² ist sehr gut, übertrifft die Spezifikationen und ist praxistauglich.

Asus PG 348Q: Leistung

Beim Display-Lag hat Asus gute Arbeit geleistet: Wie beim PG279Q liegt die mit SMTT gemessene Verzögerung so niedrig, dass Spieletauglichkeit in dieser Hinsicht voll gegeben ist: Aus 25 Aufnahmen mitteln wir eine Verzögerung von 4 Millisekunden (100 Hz, mittlere Overdrive-Einstellung, Anbindung über Displayport). Eine spürbare Verzögerung gibt es beim Spielen de facto nicht. G-Sync funktioniert beim PG348Q tadellos bis 100 Hz, benötigt aber, wie erwähnt, eine Geforce neueren Schlages. Dank schneller Pixelschaltzeit und gut ausbalanciertem Overdrive treten nur minimalste Schliereneffekte auf.

Bildergalerie

Asus PG 348Q: Fazit

Wie beim PG279Q liegen Freud und Leid nah beieinander. Der PG348Q ist ein reinrassiger Gaming-Monitor und lässt wenig vermissen - Design, Bildqualität und Leistung stimmen. Ziel scheint es gewesen zu sein, alle derzeit angesagten Display-Features in einem Produkt zu verpacken; das hat Asus erreicht. Die Menge an Features wird allerdings teuer bezahlt, und so wird der Ultrawide-Swift bis auf weiteres ein Nischenprodukt sein. In 21:9 lässt sich schon bedeutend günstiger spielen, sofern man auf G-Sync oder 100-Hz-Overclocking verzichten kann.

PCGH-Wertung

1,61

Asus PG 348Q: Testtabelle

Produktname PG348Q
Hersteller Asus
Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis Ca. € 1.300,-/Mangelhaft
PCGH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/1276261
Ausstattung (20 %) 1,70
Diagonale/Anschlüsse 86 cm (34 Zoll)/2x HDMI 1.4, 1x Displayport 1.2a
Max. Auflösung 3.440 x 1.440
Panel/Hintergrundbeleuchtung IPS/LED
Reaktionszeit (Hersteller) 5 ms (gtg typisch)
Netzteil extern
Gewicht/Maße 11,1 kg/83 x 56 x 30 cm
Drehbar/neigbar/höhenverst. Ja/25 Grad/Ja
Garantie 3 Jahre
Sonstiges USB-3.0-Hub, Kopfhöreranschluss, interne Lautsprecher
Eigenschaften (20 %) 2,10
Betrachtungswinkel horizontal/vertikal 178/178 Grad (semi-glossy)
Downsampling (50 %/100 %) -/-
Kontrastverhältnis (statisch) 920:1
Leistungsaufnahme/Stand-by bis zu 65/0,5 Watt
Leistung (60 %) 1,43
Schlieren-/Korona-Bildung sehr gering/sehr gering
Subjektiv spieletauglich/Inputlag Ja/4 ms
Regelbereich Helligkeit (0, 50, 100 %) 31, 183, 324 cd/m²
Interpolation Vollbild, 21:9, 16:9, 4:3/gut
Helligkeitsverteilung (Abweichungen) Max. 11 %, durschnittl. 5%
Grobkörniges Bild (Kristalleffekt) Klares Bild (geringer Kristalleffekt)
Farbbrillanz/Farbechtheit Sehr Gut
Endnote 1,61
Fazit + G-Sync
  + 100 Hz
  - Exorbitanter Preis
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    • Kommentare (52)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Crackpipeboy
        AW: Asus ROG Swift PG348Q: Ultrawide-Nachzügler im Test

        Zitat von Zeus18
        Boar 1300,- € ist schon eine Hausnummer, da dreht man den Cent 3-mal um. Es ist bestimmt auch seinen Preis werden, ohne Zweifel, aber da bleibe ich doch eher bei meinen Tripple MG248Q.
        Na klar ist das Teuer, ich bereue allerdings nichts, und hoffe dass dieser Monitor Jahre halten wird, denn ist ja kein Prozessor der schlechter wird...
      • Von Crackpipeboy
        AW: Asus ROG Swift PG348Q: Ultrawide-Nachzügler im Test

        Zitat von Zeus18
        Boar 1300,- € ist schon eine Hausnummer, da dreht man den Cent 3-mal um. Es ist bestimmt auch seinen Preis werden, ohne Zweifel, aber da bleibe ich doch eher bei meinen Tripple MG248Q.
        Na klar ist das Teuer, ich bereue allerdings nichts, und hoffe dass dieser Monitor Jahre halten wird, denn ist ja kein Prozessor der schlechter wird...
      • Von Zeus18
        AW: Asus ROG Swift PG348Q: Ultrawide-Nachzügler im Test

        Boar 1300,- € ist schon eine Hausnummer, da dreht man den Cent 3-mal um. Es ist bestimmt auch seinen Preis werden, ohne Zweifel, aber da bleibe ich doch eher bei meinen Tripple MG248Q.
      • Von Crackpipeboy
        AW: Asus ROG Swift PG348Q: Ultrawide-Nachzügler im Test

        Also ich habe dieses gute Stück seit circa 2 Wochen und habe es nicht bereut. ~1200€ sind ja nicht nichts, allerdings die alten Monitore verkauft, circa 250€ erhalten. Dann 200€ Cashback und somit hab ich effektiv 750€ bezahlt. das geht auf jeden Fall in Ordnung. Nur die 980Ti, welche ich nutze ist für die Auflösung bissl lau, allerdings steht ja die 1080Ti in den Startlöchern.
      • Von Andyt8 Schraubenverwechsler(in)
        AW: Asus ROG Swift PG348Q: Ultrawide-Nachzügler im Test

        Zitat von JoM79
        Wer nutzt denn so einen Monitor mit HDMI?
        Das ist doch ganz einfach, oder? Wenn mehr als ein Gerät mit dem neuen Monitor verwendet werden soll. Mir würde da z.B. Gaming-PC an Displayport und (Office-) Laptop an HDMI einfallen. Blöd wäre, wenn Laptop nur VGA oder Displayport hätte und Gaming-PC theoretisch an HDMI müsste. Da wäre dann was blöd gelaufen. Verstehe sowieso nicht warum nicht HDMI 2.0 Verwendung findet. Dann müsste in dieser Auflösung mehr Hz möglich sein. Besser wäre zwei Mal Displayport - selbst wenn weiterhin nur ein Anschluss GSync könnte. Bei einem solchen teuren Gerät (und das sind mMn alle GSyn-Modelle) wäre erweiterte Verwendungsmöglichkeit durchaus wünschenswert.
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Asus ROG Swift PG348Q: Ultrawide-Nachzügler im Test

        Aber, wenn, es könnte, eventuell.
        HDMI gehört ins Wohnzimmer und nicht an den PC.
        Und wenn die Karte nur DP 1.1, was glaubst du wohl welche HDMI Version da drauf ist?
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