Der Dosminator is back! Retro-PC-Projekt im PCGHX-Forum
Inspiriert vom Retro-PC-Artikel in der aktuellen PCGH-Ausgabe 11/2012 baute der PCGHX-Nutzer "garfield36" kurzerhand seinen eigenen Retro-PC. Der Dosminator genannte Nostalgie-Rechner fällt vor allem durch seine kompakten Ausmaße dank Desktop-Gehäuse auf.
Am Anfang war das Spiel. So und nicht anders fangen die Überlegungen zu einem Retro-PC an. Warum, wenn nicht zum Spielen will man einen leistungsmäßig prähistorischen Rechner zusammenbauen? Die Idee zum Dosminator des PCGHX-Nutzers "garfield36" begann nicht anders. Ziel war es das DOS-Spiel Elite First Encounter zum Laufen zu bringen. Was auf einem Windows XP-Rechner noch halbwegs mit einer virtuellen Umgebung gelang, versagte auf einem Vista-System. Der Plan eines Retro-PCs war geboren. In seinem Thread im PCGHX-Forum stellt er die verbaute Hardware vor.
Als Gehäuse dient ein Chieftec Bravo. Es handelt sich hierbei um ein Desktop-Gehäuse, das auch noch heute äußerlich den Ansprüchen genügen kann. Zudem war die Wahl eines kompakten Gehäuses Pflicht, da die Platzverhältnisse bei "garfield36" knapp bemessen waren. Einzig neue Gehäuselüfter mit 92 und 60 Millimeter Durchmesser fanden Platz im Chieftec. Ein Seasonic-Netzteil mit 380 Watt Leistung dient als Stromversorger. Vor einigen Jahren war die Stromversorgung eines Rechners noch etwas anders aufgebaut. Die 5-Volt-Leitungen waren noch kräftiger ausgelegt, weniger dafür die 12-Volt-Leitungen. Das Netzteil ist mit Baujahr 2007 ein moderner Vertreter, weswegen das Mainboard Asus P3B-F zunächst auch eine Fehlermeldung wegen der fehlenden -5-Volt-Leitung anzeigte. Dank BIOS-Option konnte dieser Fehler aber ignoriert werden. Die weiteren Daten des P3B-F bestehen aus sechs PCI-Steckplätzen und jeweils einem AGP- und ISA-Slot. Der Chipsatz ist ein 440BX.
Das Herz des Dosminators bildet ein Intel Pentium 3 mit 1.000 Mhz Takt, der über einen Slot mit dem Mainboard in Kontakt steht. Der Original-Kühler wurde mit einigen Tricks mit besserem Anpressdruck versehen. Doppelseitige Klebebänder halten zwei 50-Millimeter Lüfter von Fractal. Teuer wurde es beim SD-RAM. Zwei 256-MByte-Module kosteten 77,40 Euro. Zwei weitere SD-RAM-Module von Kingston erweitern den maximalen Arbeitsspeicher auf 1.024 Megabyte. Eine Western Digital Caviar Blue (WD3200AAJB) speichert die Daten.
Den vollständigen Thread finden Sie im Forum von PC Games Hardware Extreme.
Vielleicht kommen ja die Treiber nicht mit dem 23“-Format des Bildschirms zurecht.
Fündig wurde ich schließlich bei Evercool. Ich habe dann auf die kurzen Verbindungskabel der NB-Lüfter die 3pin-Ministecker der Originallüfter montieren lassen. Das ermöglicht mir bei Bedarf die Lüfter zu erneuern, ohne dass die Stecker wieder neu montiert werden müssen.
Die Grafikkarte funktioniert einwandfrei, dafür habe ich mir ein anderes Problem eingehandelt. Den 4:3-Monitor habe ich gegen einen Eizo mit 16:9-Verhältnis getauscht. Die Auflösung ist auf 1920x1080 eingestellt. Dabei bleibt jedoch ein mehrere Zentimeter breiter schwarzer Streifen am linken Bildschirmrand. Habe schon verschiedene "aktuelle" Treiber sowohl für W2k als auch für XP ausprobiert. Hat leider alles nicht geholfen. Hoffe, dass ich dieses Problem auch noch lösen kann.
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